Herzlich willkommen in China: 31. Jahrgang des Sprache & Praxis Programms startet in Beijing
Das Sprache & Praxis Programm verbindet intensive Sprach- und Landeskenntnisse mit praxisnahen Einblicken in die chinesische Wirtschaft und Gesellschaft. Für die Stipendiatinnen und Stipendiaten bietet der Aufenthalt die Möglichkeit, ihre Chinesischkenntnisse zu vertiefen, China aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen und zugleich wertvolle Erfahrungen für ihre weitere akademische und berufliche Laufbahn zu sammeln.
Nach ihrer Ankunft in Beijing begann für die neun Stipendiatinnen und Stipendiaten bereits vor zwei Wochen der Chinesischunterricht an der Beijing Foreign Studies University (BFSU). Die Sprachphase bildet eine wichtige Grundlage für den weiteren Verlauf des Programms. Neben dem systematischen Spracherwerb geht es dabei auch darum, sich mit dem Alltag in China vertraut zu machen und sich zunehmend sicherer in der chinesischen Umgebung zu bewegen.

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Zu Beginn der Willkommensveranstaltung richteten die Leiterin der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft Peking, der Leiter der Deutschen Handelskammer Nordchina sowie der Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung Peking Grußworte und inhaltliche Impulse an die Stipendiatinnen und Stipendiaten. Dabei wurden unterschiedliche Perspektiven auf die deutsch-chinesischen Beziehungen, den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Austausch sowie die Bedeutung persönlicher Begegnungen und internationaler Erfahrungen vermittelt.
Mit der laufenden Sprachphase und der Willkommensveranstaltung ist der 31. Jahrgang nun offiziell in sein China-Jahr gestartet. Wir wünschen den neun Stipendiatinnen und Stipendiaten einen erfolgreichen Start, viele interessante Begegnungen und vor allem eine erlebnisreiche, lehrreiche und inspirierende Zeit in China. Möge dieses Jahr nicht nur zu einem wertvollen Studienaufenthalt, sondern auch zu einer wichtigen persönlichen und beruflichen Erfahrung für die Zukunft werden.
Nur einen Tag danach wartete bereits der erste spannende Programmpunkt auf die neun Stipendiatinnen und Stipendiaten des 31. Jahrgangs des Sprache & Praxis Programms: ein Besuch im Beijing-Büro der ARD.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand vor allem die Frage, wie journalistische Arbeit in China konkret aussieht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfuhren, wie Themen recherchiert und ausgewählt werden, wie Informationen vor Ort gesammelt und eingeordnet werden und wie aus aktuellen Ereignissen schließlich Beiträge für das deutsche Publikum entstehen.
Dabei wurde deutlich, dass die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten weit mehr umfasst als das Schreiben und Produzieren von Nachrichten. Recherche, Gespräche mit Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern, die Beobachtung aktueller Entwicklungen und die tägliche Auseinandersetzung mit einer komplexen und sich schnell verändernden Umgebung gehören ebenso dazu. Gerade für Auslandskorrespondentinnen und Auslandskorrespondenten spielt zudem die Fähigkeit eine wichtige Rolle, Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und Entwicklungen vor Ort in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.
Der Besuch bei der ARD war damit nicht nur eine interessante Ergänzung zum beginnenden Chinesischunterricht, sondern auch ein erstes Beispiel dafür, was den praktischen Teil des Sprache & Praxis Programms ausmacht: China nicht ausschließlich aus Lehrbüchern kennenzulernen, sondern Menschen bei ihrer Arbeit zu begegnen, unterschiedliche Berufsfelder zu entdecken und eigene Kontakte und Perspektiven aufzubauen.