DAAD & WRSA Sommerfest für Deutschland- und Österreich-Alumni: Vernetzen, Brücken bauen und neue Freundschaft schließen

Moderation: Herr Ole Engelhardt und Frau Chen Juan© DAAD
Herr Ole Engelhardt, Leiter der DAAD-Vertretung in Peking, Herr Shi Mingde, Vorsitzender der Gesellschaft für die Chinesisch-Deutsche Freundschaft , Frau Anna Bartels, Gesandte der Deutschen Botschaft in China, sowie Frau Silvia Neureiter, Leiterin des Kulturforums der Österreichischen Botschaft in China, hielten zu Beginn der Veranstaltung jeweils eine Ansprache.

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In seiner Ansprache hieß Herr Ole Engelhardt die anwesenden „BrückenbauerInnen der deutsch-chinesischen Beziehungen“ willkommen. Seiner Ansicht nach ist das jährlich vom DAAD und der WRSA veranstaltete Sommerfest zu einer schönen Tradition geworden – sie bringt Alumni mit gemeinsamen Erfahrungen zusammen und ist „der lebende Beweis“ dafür, dass der akademische Austausch politische Differenzen überdauern und verschiedene Zeiten und Orte miteinander verbinden kann. Herr Engelhardt blickte auf die lange Geschichte des akademischen Austauschs zwischen Deutschland und China zurück und gab einen kurzen Überblick über die Erfolge, die der DAAD in den letzten fünfzig Jahren bei der Förderung des gegenseitigen akademischen Austauschs zwischen beiden Ländern erzielt hat. Er betonte die Bedeutung Chinas als Dialogpartner bei der Lösung globaler Probleme und verwies erneut auf die Wichtigkeit des Aufbaus von „China-Kompetenz“ in Deutschland.

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In seiner Ansprache hieß Herr Shi Mingde die neue Gesandte der deutschen Botschaft in China sowie die neue Leiterin des Kulturforums der österreichischen Botschaft in China willkommen. Als Zeitzeuge und Mitgestalter der deutsch-chinesischen Beziehungen seit nunmehr fast 60 Jahren bewertete er die Beziehungen der letzten Jahrzehnte positiv und betonte die Bedeutung des Bewusstseins für die „Suche nach Gemeinsamkeiten“ beim Aufbau dieser Beziehungen. Im Rückblick auf die Gründungsgeschichte der deutsch-österreichische Abteilung der WRSA würdigte Herr Shi die Bedeutung der „Vernetzung“ der Alumni, die in Deutschland und Österreich studiert hatten. Er vertrat die Ansicht, dass gegenseitiges Verständnis und freundschaftliche Beziehungen zwischen den Menschen die positive Entwicklung der zwischenstaatlichen Beziehungen fördern können.

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Die neue deutsche Gesandte in China, Frau Anna Bartels, ist erst seit drei Wochen in Peking. In ihrer Ansprache würdigte sie ausdrücklich den Beitrag der ehemaligen Studierenden in Deutschland zur Vertiefung des Verständnisses für Deutschland und zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Völkern. Sie betonte, dass diese Alumni durch ihr Verständnis für die beiden Welten – die deutsche und die chinesische – sowie durch die Kommunikation zwischen ihnen „eine stabile Säule für die deutsch-chinesischen Beziehungen“ bildeten. Frau Bartels würdigte dabei auch die entscheidende Rolle, die der DAAD in diesen Prozessen spielt, und bezeichnete ihn als „Gestalter von Lebenswegen“.

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Die neue Leiterin des österreichischem Kulturforums in China, Frau Silvia Neureiter, war zuvor als österreichische Generalkonsulin in Shanghai tätig. Sie freue sich darauf, bei dem Sommerfest alte Kontakte zu pflegen, neue Freunde kennenzulernen und die Zusammenarbeit zwischen der deutsch-österreichischen Abteilung der WRSA und dem DAAD voranzutreiben. In diesem Jahr jährt sich die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Österreich und China zum 55. Mal. Ihrer Ansicht nach sind die „Dialoge und die Zusammenarbeit“ zwischen beiden Ländern, die dieser wichtige Jahrestag symbolisiert, untrennbar mit dem „wichtigen Beitrag“ der Alumni zur Entwicklung der bilateralen Beziehungen verbunden. Frau Neureiter äußerte zudem ihre Freude „auf die zukünftige Zusammenarbeit sowie viele gemeinsame Projekte“.
Im Anschluss an die Ansprache spielte die junge Geigerin Frau Wu Yulun zwei Solostücke auf der Violine für das Publikum.

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Nach einer kurzen Pause hielten Herr Dr. Ma Xiaolong, DAAD-Alumnus und Chief Representative des Fraunhofer Representative Office Beijing, sowie Frau Dr. Xu Jia, Mitglied der deutsch-österreichischen Abteilung der WRSA, Deutschland-Alumna und stellvertretende Chefärztin am Sechsten Krankenhaus der Peking-Universität, Fachvorträge für die Alumni.

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Auf der Grundlage gemeinsamer Forschungsdaten des Fraunhofer IPA und der P3-Gruppe ging Dr. Ma Xiaolong zunächst auf den Vergleich der Innovationsinvestitionen zwischen China und Deutschland ein. Dabei verglich er zunächst die Stärken und Schwächen deutscher Unternehmen im Bereich der Innovation und wies auf die tatsächlichen Probleme hinsichtlich der Innovationsfähigkeit deutscher Unternehmen hin. Anschließend führte er eine eingehende Analyse des Potenzials der humanoiden Roboterindustrie aus den drei Perspektiven Technologie, Wirtschaft und Recht sowie Politik und Gesellschaft durch. Am Ende erarbeitete er eine wissenschaftliche Bewertung der deutschen Innovationsfähigkeit sowie Handlungsempfehlungen für die europäische Fertigungsindustrie im Zuge des Booms bei humanoiden Robotern.

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Dr. Xu Jia nahm Fallbeispiele aus der ambulanten Praxis als Ausgangspunkt und kombinierte diese mit den häufigsten und wichtigsten Fragen. Aus fachlicher Perspektive vermittelte sie den Teilnehmenden auf leicht verständliche Weise nützliches Wissen über „seelische Verwirrungen“ sowie über das richtige Verständnis und den richtigen Umgang damit. Die Atmosphäre vor Ort war konzentriert, aber entspannt. Der gelegentliche Humor in Dr. Xus Vortrag löste immer wieder Gelächter im Publikum aus, sodass alle in einer angenehmen Atmosphäre viel Wissen über psychische Gesundheit mitnehmen konnten.
Im Anschluss an den Vortrag folgte der Teil der Veranstaltung, auf den sich das gesamte Publikum am meisten gefreut hatte – das Pumpentanztheater„Wie erwünscht“, aufgeführt von Schülern der Deutschen Botschaftschule in Peking.

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Nach dieser kindlichen und verspielten Handpuppentanzvorführung folgte der letzte Teil der Veranstaltung – ein Interview mit DAAD-Alumni und -Alumnae. Frau Dr. Liu Xiaoxiao, stellvertretende Leiterin der DAAD-Außenstelle Peking, sprach mit drei herausragenden DAAD-Alumni und -Alumnae, hörte sich ihre Geschichten über ihren Aufenthalt in Deutschland sowie die Ergebnisse ihres wissenschaftlichen Austauschs an.

Moderatorin: Frau Dr. Liu Xiaoxiao© DAAD
Drei Alumni erhielten zu unterschiedlichen Zeitpunkten ein DAAD-Stipendium und kamen zum Studium nach Deutschland. Eine von ihnen ist Qiu Tian (erste von rechts), die bereits mehrfach vom DAAD gefördert wurde und eine enge Verbindung zum DAAD hat. Heute glänzen alle drei Alumni in ihren jeweiligen Fachgebieten.
Assoc.Prof. Wu Ruoming (dritte von links) verbindet durch ihre persönliche akademische Laufbahn die chinesische Stadt Jingdezhen mit Meißen in Deutschland, der Wiege des europäischen Hartporzellans, und bereichert mit dem Konzept des „gegenseitigen Blicks“ die Forschung zur Geschichte des deutsch-chinesischen Kunstaustauschs, der sich der Keramik als Medium bedient.
Dr. Wang Dan (zweite von links) hat durch ihre Studienerfahrung in Deutschland die Mission übernommen, als Brückenbauerin im akademischen Austausch zwischen China und Deutschland zu fungieren. Sie hat sich aktiv dafür eingesetzt, dass ihr deutscher Mentor nach China kam, um dort zu lehren, und dieser fruchtbare Austausch geht weiter: In Kürze wird Dr. Wang Dan zu einem einjährigen Forschungsaufenthalt in die Schweiz reisen.
Dank seiner hervorragenden Kenntnisse in Deutsch, Französisch, Englisch und Kurdisch war Qiu Tian maßgeblich an der Einrichtung des landesweit ersten Bachelor-Studiengangs für Kurdisch im Rahmen des „101“-Projekts der Beijing Foreign Studies University beteiligt. Wie er selbst sagt, werden sich die „Türen zur Welt“, die ihm durch den DAAD und seine Erfahrungen während seines Aufenthalts in Deutschland geöffnet wurden, nun dank seines Engagements auch für weitere chinesische Studierende öffnen.
Mit diesem Panel neigte sich die Veranstaltung dem Ende entgegen. Mit der untergehenden Sonne begann der Netzwerkteil des diesjährigen Sommerfestes, der neben köstlichen Speisen der Villa Castanea viel Raum bot, um sich mit seinen Tischnachbarn zu unterhalten und neue Freundschaften zu schließen.

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