Dritte Ausgabe des EU-China-Academic Mixers in Shanghai

Im Jahr des 50-jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und der EU veranstaltet die EU-Delegation in China regelmäßig Veranstaltung zur Würdigung dieses Meilensteins. Am 19. September fand daher die dritte Ausgabe des Academic Mixers in Shanghai statt.

Wichtiges Jahr für chinesisch-europäische Beziehungen

Nachdem im Frühjahr und Sommer bereits zwei Ausgaben in Peking und Chengdu stattfanden, eröffnete Shanghai mit dem Motto „Mentoring Across Worlds: Narratives, Networks, and Navigating Difference in Academia“  nun die Herbstsaison für den Academic Mixer. Wie immer war die Idee dieses Events, in China tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus China und Europa zusammenzubringen, um über wichtige Fragen und Themen zu diskutieren, die die akademische Zusammenarbeit betreffen. Für den DAAD nahmen Ole Engelhardt, Leiter der Außenstelle Peking, und Tobias Zrowotke, Repräsentant des IC Shanghai, teil.

Nach Eröffnungsworten von Kasia Zelichowska, Science Counselor der EU-Delegation in China, übernahm  Kārlis Rokpelnis von EURAXESS die Moderation des fachlichen Teils. Dieses Mal bildete ein Gespräch zwischen Prof. Ferdinand Kappes von der Duke Kunshan University sowie Chen Xiangdong, chinesischer Doktorand an der Xi’an Jiaotong-Liverpool University (XJTLU), den Hauptteil. Dabei gingen die beiden unter anderem dezidiert auf die Unterschiede in der Betreuung von Doktoranden in China und in Europa ein. Vor allem Prof. Kappes unterstrich dabei, wie wichtig es auch für ihn als Doktorvater war, sich kulturell anzupassen und nicht einfach nur die gewohnten Denkmuster, Anforderungen und Handlungsweisen aus Deutschland/Europa zu übernehmen. Im Idealfall, so stimmten beide überein, ergibt sich dadurch eine Win-win-Situation für beide Seiten.

In der Folge stellte Chen Xiangdong in aller Kürze sein Promotionsthema vor, das sich Fragestellungen bezüglich „EU-China Digital Diplomacy“ widmet. In der anschließenden Frage-Antwort-Runde wurden weitere wichtige Fragen diskutiert, zum Beispiel, wie sich Absolvierende einer internationalen Institution wie der XJTLU  oder der Duke Kunshan University im Unterschied zu Absolvierenden reiner chinesischer Hochschulen auf dem chinesischen Arbeitsmarkt positionieren können.

Alles in allem war das Event wieder ein voller Erfolg, da es allen Teilnehmenden vor Augen führte, wie gewinnbringend der europäisch-chinesische Austausch im Bereich der Bildung und Wissenschaft sein kann. Im Spätherbst ist noch eine weitere Ausgabe dieses schönen Events im südchinesischen Guangzhou geplant.

Diskussion mit einem deutschen Professor und einem chinesischen Doktoranden© EU-Delegation

Frau Kasia Zelichowska von der EU-Delegation hält die Eröffnungsrede© EU-Delegation

© EU-Delegation

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