Vorstellungen von „Welt“ und Praktiken von „Welterzeugung“ stehen im Mittelpunkt des Forschungsinteresses des neuen Verbundprojekts Verbundkolleg „Worldmaking – Welterzeugung aus globaler Perspektive: Ein Dialog mit China“. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und durch die Professorin für Chinastudien Elena Meyer-Clement koordiniert.

Ziel des Vorhabens ist es, in enger Kooperation mit chinesischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bestehende Auffassungen von „Welt“ zu hinterfragen. Außerdem sollen die Erzeugung, Veränderung und das Verschwinden von „Welten“ aus transnationalen und transkulturellen Perspektiven erforscht werden. Das Projekt „Worldmaking“ wird vom BMBF mit rund 1,7 Millionen Euro gefördert, die erste Projektphase beträgt drei Jahre.

Die Verbundpartner sind die Freie Universität Berlin, die Georg-August-Universität Göttingen, die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

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Debatten zu einer tiefen und globalen Krise, wenn nicht gar vom Untergang der gegenwärtigen Weltordnung werden in vielen Gesellschaften geführt. Bei der Suche nach den Ursachen vermeintlicher Erosionsprozesse des internationalen Systems spielen globale Verschiebungen wirtschaftlicher und politischer Kräfteverhältnisse – allem voran der rasante Bedeutungsgewinn Chinas – eine zentrale Rolle. Weitere mit solchen Machtverschiebungen verbundene, globale Veränderungen reichen vom Aufstieg nationalistischer Strömungen in vielen Gesellschaften bis hin zu Brüchen in den Strukturen und im Zusammenspiel wichtiger internationaler Organisationen. Hinzu kommen aktuelle Herausforderungen wie die Umweltkrise, bei der Klimaerwärmung und Artensterben ganz konkret Lebenswelten der Erde bedrohen, sowie globale Probleme sozialer Ungerechtigkeit und Weltgesundheit. Mehr

Fellowship Programm 2022

Ab sofort läuft die Bewerbungsphase für eine Förderung im Jahr 2022, Bewerbungsende ist der 10. Oktober 2021.

Herausragende chinesische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten im Rahmen von Visiting Fellowships die Möglichkeit, im Zuge eines mehrmonatigen Aufenthalts an einer der Verbunduniversitäten in Deutschland mit ihrer Forschung an den Projekten des Verbundes zu partizipieren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen aus Deutschland können darüber hinaus für Forschung im Rahmen der Projekte des Verbundes Research Fellowships für Feld- oder Archivforschung in China, Hong Kong, Macau und Taiwan sowie für Aufenthalte an den Verbundstandorten erhalten.

An der Ausschreibung für die Fellowships können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligen, deren Forschungsarbeiten zu einem der folgenden Projekte beitragen können:

Unter dem folgenden Link gibt es nähere Informationen zu unserem Fellowship Programm:

https://www.worldmaking-china.org/fellowprogramm/index.html (Deutsch)

https://www.worldmaking-china.org/en/fellowprogramm/index.html  (Englisch)

Digital Workshop Series „Digital Dialogues“

Digital Workshop Series „Digital Dialogues“

Im Rahmen der Digital Workshop Series “Digital Dialogues 數字對話” diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedene Teilaspekte und Fragestellungen des Verbundprojekts. Thema des kommenden „Digital Dialogue“ am 8. September ist „Global Visions of Place and Belonging: Sojourners from China and the Arab World“, das Mohammed Turki Al-Sudairi (Hong Kong Institute for Humanities and Social Sciences, The University of Hong Kong) und Janice Hyeju Jeong (Universität Göttingen) besprechen werden.

Nähere Informationen sind zu finden auf unserer Website unter:

https://www.worldmaking-china.org/en/veranstaltungen/digital-dialogues2.html  (Englisch)

https://www.worldmaking-china.org/veranstaltungen/digital-dialogues2.html (Deutsch)