Im Herbst 2019 wurden vom Auswärtigen Amt und dem Ministry for Human Resources and Social Security die Durchführungsbestimmungen des China-Germany Youth Interns Exchange Programm (CGYIEP) – Praktikantenabkommen– unterschrieben. Es ist zunächst ein Kontingent von 1.000 möglichen Praktikantenplätzen für Chinesen, die nach Deutschland gehen und 1.000 Plätze für Deutsche, die nach China gehen vorgesehen. Auf deutscher Seite hat das Auswärtige Amt die Auslandskammer in China (AHK) mit der Betreuung beauftragt. Auf chinesischer Seite implementiert das National Centre for HR Mobility (NCHRM) das Praktikantenabkommen und unterstützt den Bewerbungsprozess für das „internship permit“ bei den chinesischen Behörden.

Einzelheiten zu den Voraussetzungen und dem kostenpflichtigen Bewerbungsprozess wurden im Dezember von der AHK bekannt gegeben, die hier ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit zusammengefasst werden. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Webseiten der AHK

Voraussetzungen für Praktikum in China (Auszug):

  • Ausländische und chinesische Unternehmen wie auch in China registrierte Institutionen/Organisationen können im Rahmen des Programms Praktikantinnen und Praktikanten rekrutieren
  • Praktikumsdauer darf 6 Monate nicht überschreiten und kann nicht verlängert werden
  • Das Praktikum sollte dem Studienfach/der Ausbildung entsprechen
  • Praktikantinnen und Praktikanten müssen die deutsche Staatsbürgerschaft haben
  • Alter der Bewerberinnen und Bewerber soll zu Beginn des Praktikums zwischen 18-35 Jahren sein
  • Das Programm richtet sich an im Heimatland eingeschriebene Studierende / Auszubildende und junge Absolventen, deren Abschluss nicht länger als 12 Monate zurückliegt

Verfahren:

  • Die Institution/das Unternehmen rekrutiert selbst (Ausschreibung, Bewerbungsverfahren, Auswahl)
  • Anzeigen von ausgeschriebenen Praktikumsstellen können - müssen aber nicht -auf dem Jobportal der AHK veröffentlicht werden
  • Ausgewählte Bewerberinnen unterschreiben einen Praktikantenvertrag mit der Institution/dem Unternehmen in China, der bestimmte Anforderungen (Aufgaben, Ziele, Ausbildungsfunktion, Entlohnung) erfüllt
  • Die AHK prüft die Unterlagen und erstellt einen „letter of confirmation“, der für die Beantragung des „internship permits“ bei der „Local Authority for the Administration of Foreigners Working in China“benötigt wird
  • Mit dem „internship permit“ kann ein Praktikanten-Z-Visum bei der chinesischen Botschaft beantragt werden.

Es wurde noch nicht genau bekannt gegeben, welche Dokumente für die Beantragung des Praktikanten-Z-Visums bei der chinesischen Botschaft einzureichen sind. Es wird geraten sich vorab mit dem Prozess und den erforderlichen Unterlagen hinreichend vertraut zu machen und genügend Zeit einzuplanen.

Die bereits seit einigen Jahren gültigen Regelungen für in China an einer chinesischen Universität eingeschriebene ausländische Studierende für ein Praktikum bleiben weiterhin bestehen.

Dr. Oliver Prüfer informiert über die Voraussetzungen und Antragsverfahren im China-Germany Youth Intern Exchange Programm
Das deutsch-chinesische Praktikantenabkommen stößt bei den in China ansässigen Firmen und Organisationen auf großes Interesse