Liebe Leserinnen und Leser,

In dieser Ausgabe des DAAD in China Newsletters möchte ich mich Ihnen als neue Leiterin der DAAD-Außenstelle Peking vorstellen.

Vielen von Ihnen bin ich ein bekanntes Gesicht: von 2012 bis 2017 habe ich schon einmal für den DAAD gearbeitet. Damals war ich an der Außenstelle in Peking für das DAAD "Sprache und Praxis in China" Stipendienprogramm zuständig. Die Alumni Arbeit des DAAD habe ich bereits vorher unterstützt – schließlich bin ich nach dem Abschluss meines Physikstudiums an der FU Berlin 1999 mit einem DAAD Stipendium nach China gekommen und bin deswegen auch selbst eine DAAD Alumna. Nach dem Ende des Stipendiums 2001 bin ich in China geblieben und lebe seitdem mit meiner Familie in Peking. Die Stadt ist mir in den über 20 Jahren zu einer zweiten Heimat geworden.

Angefangen habe ich meine Karriere im Kultur- und Bildungsaustausch als deutsche Ortskraft im Kulturreferat der Deutschen Botschaft. Das war die Zeit, als die Akademischen Prüfstelle aufgebaut wurde. Mit Freude habe ich erlebt, wie die Anzahl der in Deutschland studierenden Chinesinnen und Chinesen seitdem kontinuierlich gestiegen ist, und wie sich die deutsch-chinesischen Hochschulkooperationen in den vergangenen zwei Jahrzehnten sehr positiv entwickelt haben.

Als Vertreterin einer deutschen Hilfsorganisation habe ich von 2005 bis 2011 mit einer großen Anzahl chinesischer NGOs zusammengearbeitet. Durch meine vielen Reisen in die entlegenen Projektgebiete habe ich China in seiner beeindruckenden Vielfalt kennengelernt. Bevor ich nun wieder zum DAAD zurückgekehrt bin, habe ich die letzten zwei Jahre das German Centre Beijing als Geschäftsführerin geleitet. Dort findet sich mit den Büros deutscher Firmen und Wirtschaftsverbände ein weiterer wichtiger Bereich der deutsch-chinesischen Partnerschaft. In der Wirtschaft spielen die chinesischen Deutschland-Alumni, darunter viele ehemalige DAAD Stipendiatinnen und Stipendiaten, eine tragende Rolle. Natürlich befinden sich aber auch unter den deutschen Geschäftsleuten in China eine große Anzahl von DAAD Alumni.

Jetzt treffe ich also viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde wieder. Es macht mich sehr froh an meine über die Jahre gewachsenen Netzwerke anzuknüpfen und diese weiter ausbauen zu können. Denn nur gemeinsam können wir die bevorstehenden Herausforderungen meistern. Selbst wenn die Welt durch COVID-19 derzeit aus den Fugen geraten scheint und sich die Parameter für internationalen Austausch und akademische Zusammenarbeit massiv verschieben, so wollen wir an genau diesen beiden festhalten. Der DAAD ist zuversichtlich, dass wir damit auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Fortschritt leisten.

Auf eine gute Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten!

Ruth Schimanowski

 

Seit Anfang 2019 haben neun DAAD-Außenstellen eine neue Leiterin bzw. einen neuen Leiter bekommen. LINK