Bereits im Herbst 2019 hatte die Kultusministerkonferenz (KMK) durch die Überarbeitung der Bewertungsvorschläge beschlossen den Zugang zu einem grundständigen Studium in Deutschland für besonders gute chinesische Abiturientinnen und Abiturienten (Gaokao-Absolventinnen und Absolventen) zu erleichtern. Vorausgesetzt, sie erreichen eine bestimmte Punktzahl, wird es für chinesische Studienbewerberinnen und -bewerber von nun an möglich sein, direkt in Deutschland zum Studium zugelassen zu werden. Der Umweg über eine chinesische Hochschulzulassung ist nicht mehr notwendig.

Die APS hat im August 2020 das neue Verfahren bekannt gegeben, nachdem diese Bewerbergruppe ihre Unterlagen einreichen und sich für ein Visum nach Deutschland bewerben kann. Weiterhin müssen Gaokao-Absolventinnen und Absolventen, wie alle anderen Studieninteressierte auch, ihre Zeugnisse und Hochschulzugangsberechtigung auf Echtheit überprüfen lassen. Im Rahmen dieser APS-geführten Überprüfung im Gaokao-Verfahren ist keine Teilnahme am Plausibilitätsinterview/ TestAS vorgesehen.

Detaillierte Informationen zum Ablauf der APS-Überprüfung, sowie zu den einzureichenden Unterlagen entnehmen Sie bitte der Webseite der APS und deren Merkblatt zum Gaokao-Verfahren.

Mit dieser Neuregelung wird die Attraktivität des Studienstandorts Deutschland weiter gesteigert. Dass trotz COVID-19 ein großes Interesse aus dem Ausland und insbesondere aus China an einem Studium in Deutschland besteht, zeigen nicht zuletzt die Bewerberzahlen von  uni-assist. Bis zum Stichtag am 20. August lag die Zahl der Bewerbungen bei der Servicestelle für internationale Studienbewerbungen in Deutschland auf 80 Prozent des Vorjahresniveaus und weit höher als die Zahlen für das Wintersemester 2017/2018. China ist mit 4.750 Bewerbungen hinter Indien (8.300) das zweithäufigste Herkunftsland.