Agieren Sie mit Ihren Kooperationen in einem volatilen Umfeld oder planen Sie internationale Projekte unter erschwerten Bedingungen? Wollen Sie mehr über die kriteriengeleitete Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern erfahren? Worauf ist in schwierigen Kontexten zu achten? Welche Fragen stellen sich und woher sind gut zusammengefasste, aktuelle Informationen zu beziehen?

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat für deutsche Hochschulen einen Leitfaden entwickelt, um die Chancen und Risiken wissenschaftlicher Kooperationen unter erschwerten Bedingungen zu analysieren und so eigenverantwortliche Entscheidungen zu ermöglichen. 

„Egal ob es Fragen der allgemeinen Sicherheitslage, der Rechtsstaatlichkeit, der politischen Einflussnahme auf den Wissenschaftsbetrieb oder der Freiheit von Forschung und Lehre betrifft: Unsere Mitgliedshochschulen und ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen sich verstärkt mit Rahmenbedingungen von internationalen Projekten und Auslandsaufenthalten in einer grösser werdenden Gruppe ‚schwieriger Partnerländer’ auseinandersetzen“, so DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. Für institutionelle und individuelle Entscheidungen bedürfe es daher eines Kriterienrasters, mit dem Chancen und Risiken für internationale Kooperationen bewertet werden könnten. Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, einfache „rote Linien“ zu definieren, sondern den Hochschulen eine Hilfestellung für eigene und eigenverantwortliche Entscheidungen an die Hand zu geben.

Das DAAD-Kompetenzzentrum Internationale Wissenschaftskooperationen (KIWi) entwickelte dazu die bereits im Frühjahr vorgestellten Bewertungskriterien für grenzüberschreitende wissenschaftliche Zusammenarbeit gemeinsam mit Expertinnen und Experten weiter. Der entstandene Leitfaden „Keine roten Linien: Wissenschaftskooperationen unter komplexen Rahmenbedingungen“ zeigt Herausforderungen internationaler Wissenschaftskooperationen auf, sensibilisiert für bestehende Risiken und stellt diesen die vielfältigen Chancen und Potenziale des wissenschaftlichen Austausches gegenüber.

Das Papier bietet Hochschulleitungen, Leitungen von Fakultäten und Forschungsgruppen und einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit einer eigenständigen Risiko- und Chancenabwägung mit Blick auf ihre internationalen Projekte und Partner. So soll es dazu beitragen, dass internationale Wissenschaftskooperationen auch unter komplexen Rahmenbedingungen gelingen kann.

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