Die Postdoc-Gruppe besuchte gemeinsam das Research and Application Center Industrie 4.0 an der Universität Potsdam

Die Postdoctoral Researchers Networking Tour (Postdoc-NeT) gab internationalen Nachwuchsforschenden Einblicke, wie innovativ Wissenschaft und Unternehmen in Deutschland mit den Themen Künstliche Intelligenz und Industrie 4.0 umgehen.

Exzellente junge Forscherinnen und Forscher, die sich mit dem Themenfeld Künstliche Intelligenz (KI) befassen, sind international gefragt. Doch für welche Karriereoption in welchem Land entscheiden sich die Talente? Dass neben den aktuellen KI-Vorreitern USA, China, Japan und Großbritannien auch Deutschland als Forschungsstandort hochattraktive Möglichkeiten bietet, bewies die Postdoc-NeT „The Internet of Things, Cyber-physical Systems, and the Future of Manufacturing: Developing Industry 4.0 in Germany”. Die teilnehmenden jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tourten Ende September 2019 eine Woche lang durch Deutschland, besuchten Top-Universitäten, Forschungsinstitute und Unternehmen. Sie machten sich dabei ein Bild vom hohen Grad der Professionalität rund um KI-Anwendungen – und konnten ganz nebenbei auch Kontakte knüpfen. Vier Teilnehmende berichten.

Chao Liu arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen des EU-Projektes MANUELA (KI-unterstützte Bilderkennung im Bereich additive Fertigung) an der Cardiff University (Großbritannien). Liu studierte Maschinenbau an der Northeastern University in Shenyang (China) und erhielt seinen PhD an der University of Auckland (Neuseeland)

„Das deutsche Forschungssystem unterscheidet sich deutlich von dem, was ich aus anderen Ländern kenne, etwa China oder Neuseeland. Die deutschen Universitäten sind eng vernetzt mit außeruniversitären Forschungsinstituten, und beide arbeiten in enger Kooperation mit der Industrie. Das war zu Beginn der Tour schon sehr fremd für mich, aber ich denke, es ist ein gutes System. Was mich auf jeden Fall beeindruckt hat, war die Ausstattung mit den wirklich neuesten Geräten, wie wir sie zum Beispiel an der RWTH Aachen gesehen haben. Für mich als Experten für Maschinenbau war Deutschland schon immer die erste Wahl als Forschungsstandort. Die Ausbildung gehört zur besten weltweit, und ich kenne auch kein Land, das so anwendungsbezogen forscht. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, in Deutschland zu arbeiten – auch wenn ich dann neben Englisch wohl noch eine weitere Sprache lernen müsste.“

Mehr: https://www.daad.de/der-daad/daad-aktuell/de/74341-ki-reise-durch-deutschland/