Der Umzug der DAAD-Außenstelle ist zwar im engeren Sinne kein Neuanfang. Er stellt dennoch sowohl Kontinuität wie auch eine Zäsur in der über 25-jährigen Präsenz des DAAD in China dar. Zumindest hat die feierliche Eröffnung der neuen Räumlichkeiten wie auch der Research in Germany-Ausstellung gezeigt: wir sind und bleiben präsent.

Gastgeberin und Moderatorin der Eröffnungsfeier war Frau Ruth Schimanowski, Leiterin der DAAD-Außenstelle Peking.

Wir haben als DAAD in China die 2017/18 notwendig gewordene Neuregistrierung als ausländische NGO gemeistert und sind wichtiger und prominenter denn je. Gut aufgestellt in schwierigen Zeiten, wo die Pandemie und wachsende geopolitische Spannungen die DAAD Arbeit komplizierter, aber eben auch relevanter machen. Wir können auf eine jahrzehntelange, gute Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern zurückblicken und damit zuversichtlich in die Zukunft blicken. Der DAAD ist bekannt für Stipendienvergabe, Förderung der Germanistik, Werbung für den Studien- und Forschungsstandort Deutschland, Alumniarbeit und allgemein den internationalen, akademischen Austausch. Diese Arbeit wird nicht nur von Kolleginnen und Kollegen in der Bonner Zentrale geleistet, sondern von einem starken Außennetzwerk und vertrauten Partnerorganisationen vor Ort unterstützt.

Research in Germany ist Teil einer Kampagne zur Förderung des Forschungsstandorts Deutschland.  Es geht darum im globalen Wettbewerb um Talente sichtbar und attraktiv zu sein. Deutschland liegt im Herzen Europas und sein offenes Wissenschaftssystem lässt viel Freiraum für technologischen und gesellschaftlichen Fortschritt. Der Umzug des DAAD in neue Räumlichkeiten im Umfeld seiner Partner bildet zusammen mit anderen Institutionen wie der Helmholtz-Gemeinschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) das deutsche Wissenschafts- und Bildungscluster, das Aufmerksamkeit nach außen und Synergieeffekte nach innen schafft.

Die Ausstellung über Research in Germany umfasst insgesamt 22 Bilder, die auf Zahlen und Fakten basieren und die darauf abzielen, den Überblick und die Merkmale der Forschung in Deutschland möglichst prägnant und anschaulich darzustellen.

Die Veranstaltung begann mit einer Aufführung der Bach-Suite Nr. 1 durch Herrn Song Tao, einen Cellisten des Nationalen Zentrums für Darstellende Künste und Deutschland-Alumnus, der in Deutschland studiert hat.

Wenn Sie die Eröffnungsfeier verpasst haben, sollten Sie sich die Ausstellung nicht entgehen lassen. Die Ausstellung findet in der DAAD-Außenstelle Peking im 11. Stock des Blocks D1 des DRC Diplomatic Office Building, 19 Dongfang Dong Road, Chaoyang District, Peking, im Korridor zwischen den Büros des Deutschen Wissenschafts- und Bildungsclusters statt. Die Ausstellung wird bis zum 30. November 2021 zu sehen sein. Wenn Sie die Ausstellung an einem Wochentag besuchen, können Sie sich auch eine Informationsbroschüre über Research in Germany abholen und zu einem persönlichen Gespräch in den neuen Räumlichkeiten des DAAD vorbeischauen.

Herzlich willkommen!

Dr. Frank Rückert, Chargé d’Affaires a.i. der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Peking

Dr. Frank Rückert überbrachte persönlich die Grußworte. Er wies darauf hin, dass der DAAD eine treibende Kraft in den deutsch-chinesischen Beziehungen und ein Benchmark für den akademischen Austausch sei. Er betonte, dass der Austausch keine Einbahnstraße ist. Wir brauchen Offenheit und Reziprozität. Deutsche wie chinesische Studierende sollen die Kultur und Sprache des jeweils anderen kennenlernen und echte Verbindungen aufbauen.

Frau CHEN Yinghui, stellvertretende Leiterin der Internationalen Abteilung für Austausch und Zusammenarbeit im Bildungsministerium der Volksrepublik China

Frau CHEN Yinghui wies in ihrer Rede darauf hin, dass China den Austausch und die Zusammenarbeit mit seinen deutschen Partnern schätzt. Nächstes Jahr wird der 50. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Deutschland begangen. Diese Gelegenheit soll genutzt werden, um die umfassende Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland in den Bereichen Wissenschaft und Bildung weiter zu unterstützen.

Die Videobotschaft von DAAD-Generalsekretär Dr. Kai Sicks

Die Videobotschaft von DAAD-Generalsekretär Dr. Kai Sicks

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In einer Videobotschaft sagte DAAD-Generalsekretär Dr. Kai Sicks, China sei und bleibe für Deutschland ein wichtiger Partner in der akademischen Zusammenarbeit. Seit März 2020 sind jedoch viele Austauschprogramme verschoben oder ausgesetzt worden. Aus diesem Grund hat der DAAD schnell reagiert und mit den Geldgebern und Partner flexible Förderabsprachen getroffen. Langfristig müssen wir aber wieder auf einen gleichberechtigten Austausch zwischen Deutschland und China hinarbeiten.

Frau Dr. TIAN Lulu, stellvertretende Generalsekretärin des China Scholarship Council (CSC)

Frau Dr. TIAN Lulu betonte in ihrer Rede, dass CSC und DAAD natürliche Partner seien. Um den deutsch-chinesischen akademischen Austausch zu stärken, müssen CSC und DAAD als zwei der wichtigsten Akteure ihre Partnerschaft weiter ausbauen.

Weitere Eindrücke

Nach den Reden sorgte der Löwentanz, eine traditionelle chinesische Form des Feierns, für eine festliche Atmosphäre bei der Eröffnung des neuen DAAD-Büros und der Ausstellung zur Forschung in Deutschland. Mögen diese beiden Löwen allen viel Glück bringen!

 

Anschließend genossen die Gäste ein herzhaftes Buffet, während sie sich mit anderen Gästen austauschten und Kontakte knüpften.

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Ren Jie, Ruth Schimanowski

DAAD

19. Oktober 2021