Die Technische Universität München (TUM) vertieft ihre Zusammenarbeit mit der chinesischen Tsinghua Universität und vereinbarte am 9. Oktober eine Strategische Flaggschiff-Partnerschaft in Forschung, Innovation, Talentförderung und vielen weiteren Bereichen. Die beiden Präsidenten Prof. Thomas F. Hofmann und Prof. Qiu Yong vereinbarten dies im Rahmen einer virtuellen Konferenz.

Die Präsidenten Prof. Thomas F. Hofmann und Prof. Qiu Yong mit dem frisch unterzeichneten Partnerschaftsabkommen. Bild: Astrid Eckert / TUM

In internationalen und nationalen Rankings schneidet die 1911 gegründete Eliteuniversität regelmäßig als beste Hochschule der Volksrepublik ab und erreichte im gerade erschienenen Times Higher Education Ranking den 20. Rang weltweit. "Die Tsinghua-Universität ist eine langjährige Partnerinstitution der TUM in China. Seit der ersten Abkommensunterzeichnung im Jahr 1994 haben wir zahlreiche Forschungskooperationen aufgebaut“, so das Verbindungsbüro der TUM Beijing.

Mit der Flaggschiff Partnerschaft verfolgt die TUM mehrere wichtige Ziele: In der Forschung soll die Zusammenarbeit bei Zukunftsthemen wie Mobilität, Umwelt, Maschinenintelligenz, Luft- und Raumfahrt sowie Intelligent Manufacturing gestärkt werden. Gerade junge Studenten und Studentinnen sollen zum Austausch in Lehre und Kultur animiert werden. Die langfristige deutsch-chinesische Zusammenarbeit fokussiert in besonderer Weise auch auf die Tsinghua International Graduate School (SIGS) im südchinesischen Innovationshub Shenzhen. Schlussendlich soll dieser Standort auch als Plattform für die Etablierung einer TUM Shenzhen einzurichten. Weitere Kooperationsformate sind für 2021 bereits in Planung. „Zurzeit planen wir einen Doppelmasterabschluss im Bereich Intelligent Manufacturing“, äußerte das TUM Beijing.

TUM-Präsident Hofmann betont: „Die großen Zukunftsfragen können nur interdisziplinär und in internationaler Verschränkung beantwortet werden. Wir freuen uns, dass zwei herausragende Weltuniversitäten auf einer über viele Jahre gewachsenen Vertrauensbasis nun ihre Stärken strategisch bündeln.“

Schon jetzt erhalten TUM Angehörige durch das 2006 gegründete Verbindungsbüro in China aktive Unterstützung bei der Anbahnung neuer und der Intensivierung bestehender Kooperationen. So hilft das Büro aktiv bei Wissensaustausch und Zusammenarbeit und er Forschung.

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