China ist und bleibt für Deutschland ein wichtiger Forschungspartner. Angesichts zunehmender globaler Herausforderungen gilt es, gemeinsam internationale Lösungen zu entwickeln. Dies ist sieben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Deutsch-Chinesischen Alumni​​fachnetzwerken (DCHAN) eindrucksvoll gelungen.

Die soeben veröffentlichte Abschlusspublikation des Begleitvorhabens beim DAAD gibt Einblicke in die Praxis fachlicher Kooperation deutscher und chinesischer Alumni, die von 2017 bis 2021 verstetigt und nachhaltig ausgebaut wurde. Anhand von Best-Practice-Beispielen zu gelungener Vernetzungsarbeit verdeutlicht sie die Wirksamkeit fachlich ausgerichteter Maßnahmen und gibt vielfältige Anregungen für die künftige internationale interdisziplinäre Zusammenarbeit.

So betont beispielsweise Prof. Michael Henke, Projektleiter des Fachnetzes für Logistik „ALUROUT“ die Potenziale der deutsch-chinesischen Wissenschaftskooperation: „Impulse für Zusammenarbeit lassen sich für die Digitalisierung der Wirtschaft setzen, aber auch hinsichtlich des sozialen und soziotechnischen Wandels, vor dem unsere Gesellschaften stehen.“

Die Fachnetze konnten zahlreiche weitere Mitglieder – erfahrene und neue Akteurinnen und Akteure der deutsch-chinesischen Kooperation aus Wissenschaft und Wirtschaft – für ihre Expertennetzwerke gewinnen. Darüber hinaus haben sie verdeutlicht, wie die Einbindung von Alumni internationale Zusammenarbeit initiieren, festigen und nachhaltig gestalten kann. „Vertrauen wird gebildet, wenn Menschen persönlich miteinander in Kontakt kommen. Daran führt kein Weg vorbei.“, so Tim Biermann, Projektleiter des DCHAN-Engineering-Fachnetzes. Die Projekte zeigen: Alumni mit Erfahrung im und Begeisterung für das Partnerland spielen oft eine zentrale Rolle als Türöffner, Brückenbauer und interkulturelle Vermittler.

Das DCHAN-Begleitvorhaben beim DAAD endet am 31. Juli 2021. Fünf der sieben Fachnetze werden durch das BMBF bis 2023 weiter gefördert, die Administration liegt beim DLR-Projektträger.