Wie findet man eine passende Doktorandenstelle und welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für einen Auslandsaufenthalt? Diese und ähnliche Fragen standen im Vordergrund der dritten Research in Germany Week.

Um einen tiefen Einblick in die deutsche Forschungswelt und die Finanzierungsmöglichkeiten eines Auslandsaufenthalts zu bieten, lud die DAAD-Außenstelle neun deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen, den Chinese Scholarship Council (CSC) und zwei deutsche Professoren und Deutschland-Alumni zu dieser Veranstaltung ein.

Zielgruppe waren chinesische Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die es für eine Promotion, ein Training oder einen Postdoc nach Deutschland zieht.

Teilnehmende Partner:

  • Zentrum für Hochschulbildung der Bayerischen Staatsuniversität in China
  • Universität Bayreuth
  • CSC Nationaler Rat für Auslandsstudien
  • DAAD Deutscher Akademischer Austauschdienst Peking
  • Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung
  • Universität Hamburg
  • Helmholtz-Gemeinschaft
  • Technische Universität München
  • Universität zu Köln
  • RWTH Aachen Universität
  • Universität Jena

Die Veranstaltung, die vom 17. bis 23. April 2022 stattfand, bot dabei ein abwechslungsreiches Programm von Hochschulvorträgen über Live-Präsentationen bis hin zu persönlicher Beratung.

Deutsche Hochschulen stellen sich vor

Die Hochschulvorträge konnten bequem über eine Online-Plattform abgerufen werden. Die Präsentationen gaben einen Überblick über angebotene Spezialisierungen und offene DoktorandInnenstellen sowie deren Finanzierungsmöglichkeiten. Die Videos wurden 935-mal abgespielt.

Die Live-Präsentationen

Dieser Teil der Veranstaltung am 21. April wurde mit besonderer Spannung erwartet. Zu Beginn begrüßte Ruth Schimanowski, Leiterin der DAAD-Außenstelle Peking, das Publikum und  unterstrich dabei die vielen Vorteile eines Auslandsaufenthaltes in Deutschland. Anschließend erläuterte Frau LI Mei, Leiterin des Deutschlandprogramms des CSC, wie man sich erfolgreich um ein CSC-Stipendium bewirbt und ging auf die Fragen des Publikums ein.

Prof. Jan Weigand von der Technischen Universität Dresden gab im Anschluss Tipps zur erfolgreichen Suche eines Doktorvaters oder einer Doktormutter in Deutschland. Viele chinesische Studierende empfinden dies während ihres Bewerbungsprozesses als eine der größten Hürden.

Er schlug vor, dass Bewerbende zunächst ihre persönliche Motivation für ein Promotionsstudium ermitteln sollten. Im zweiten Schritt müsste man diese Motivation auch klar kommunizieren lernen. Zum Schluss sprach er über die Erwartungen und Anforderungen von deutschen Professoren und Professorinnen.

Im anschließenden Alumni-Austausch sprach Dr. REN Jie über seine Erfahrungen bei der Bewerbung um das CSC „High Level Public Scholarship“ und sein erfülltes Leben während seiner Promotion an der RWTH Aachen.

Dr. WANG Lei beschrieb seine Studien- und Arbeitsjahre in Deutschland. Er studierte Geistes- und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln.

Insgesamt verfolgen 693 Zuschauende die Präsentationen live.

Die Studienberatungen

Am Nachmittag des 22. April sprachen die Teilnehmenden mit den 17 Repräsentanten und Repräsentantinnen der Hochschulen im Detail über Ihre Deutschlandpläne. Die Universität Bayreuth und das bayerische Hochschulzentrum China hatten dafür Alumni aus der Wirtschaft bzw. der Medizin eingeladen. Den drei Online-Sitzungen schalteten sich insgesamt 410 Personen zu.

REN Jie, Leiterin Forschungsmarketing an der DAAD-Außenstelle, zählte am Ende der Veranstaltung 2.038 Klicks aus den verschiedensten Regionen Chinas.

“Die Veranstaltung war sehr informativ und ich traf auf einige Studierende, die sogar schon einmal in Deutschland gelebt haben“ so das Feedback eines Teilnehmers. “Professor Weigand hat uns aus der Sicht eines Doktorvaters beraten –  das war besonders hilfreich! Außerdem standen die Repräsentierenden der Hochschulen uns Rede und Antwort. Sie berieten uns äußerst ausführlich.“

Die Online-Präsentationswoche von Research to Germany findet bereits im dritten Jahr statt. Folgen Sie uns auf WeChat für weitere Informationen!

Ren Jie, DAAD-Außenstelle Peking