Anlässlich des 50. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Deutschland ist Deutschland Gastland der 23. China Annual Conference und der China Education Expo (CEE). Der Veranstalter CEAIE und der DAAD haben dazu die “CACIE 2022 Country of Honor Series Activities” ins Leben gerufen. Das erste Highlight der Serie ist der deutsch-chinesische Expertendialog zum Thema Bildung.

Am 11. Oktober 2022 wird das 50-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China gefeiert.

1972 nahmen die Bundesrepublik Deutschland und die Volksrepublik China offiziell diplomatische Beziehungen miteinander auf. Seither ist viel geschehen und die Verbindungen zwischen beiden Ländern haben sich stark intensiviert. Heute sind ca. 6000 deutsche Unternehmen in China tätig und schaffen insgesamt rund 1 Millionen Arbeitsplätze. Jedes Jahr studieren mehr als 40.000 chinesische Studierende in Deutschland.

Deutschland in diesem Jahr Ehrengast der 23. China Annual Conference und der CEE. Um die fruchtbaren diplomatischen Beziehungen zu feiern, haben die CEAIE und der DAAD die “CACIE 2022 Country of Honor Series Activities” ins Leben gerufen. Das erste Highlight der Serie stellt der deutsch-chinesische Expertendialog zum Thema Bildung.

Dr. Klaus Birk, Leiter des DAAD-Programms, und Dr. JIANG Feng, Sekretär des Parteikomitees der Shanghai International Studies University (SISU) sprechen per Video über das erfolgreiche Engagement beider Länder in der Bildungs- und Forschungskooperation und wagen einen Blick in die Zukunft: Wie können weiterhin innovative Wege gefunden werden, die bilaterale Zusammenarbeit auszubauen?

Die beiden Experten werden die Feierlichkeiten per Videodialog eröffnen und sprechen über ihre Erfahrungen und Visionen der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit.

Sehen Sie sich hier den Videodialog an:

Expertendialog im Vorfeld der CEE

Expertendialog im Vorfeld der CEE

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In ihren Videobotschaften werfen Herr Birk und Herr JIANG einen Blick zurück auf die Errungenschaften aus einem halben Jahrhundert Bildungskooperation. Sie eruieren, wie Bildungspolitik in einer sich schnell verändernden Welt auf die Bedürfnisse von Gesellschaft und Wirtschaft reagieren sollte:

Besonders betroffen von der Epidemie, hat die Digitalisierung Arbeits- und Kommunikationsweise der Universitäten sowie der Studierenden und Lehrenden stark verändert und durchdrungen. Deshalb steht die Bildungspolitik nun vor der Herausforderung, sich mit Ideenreichtum diesen neuen Entwicklungen anzupassen.

Aus ihrer jeweiligen Perspektive erläuterten die beiden Experten ebenfalls Fragen zur Beziehung zwischen Technologie und Bildung, die sowohl China als auch Deutschland gemein haben.

Die deutsch-chinesische Bildung- und Forschungskooperation überzeugt durch starke Qualitätsausrichtung und hoher Projektreichweite. Das prestigeträchtigste und sichtbarste Projekt darunter ist das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg (CDHK) an der Tongji-Universität. Hier erhielten bisher mehr als 3000 deutsche und chinesische Studierende innerhalb der (Doppel-)Masterausbildung in den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften ihr Abschlusszeugnis.

Die breit etablierte und eng verknüpfte berufliche und angewandte Hochschulbildung kennzeichnet eine weitere starke Triebkraft der deutschen Wirtschaft. Die Professoren an den deutschen Fachhochschulen verfügen sowohl über eine langjährige Berufserfahrung als auch über umfangreiche akademische Forschungskompetenzen. Die engen Beziehungen dieser Hochschulen zu Wirtschaft und Industrie ermöglichen den Studierenden bereits während des Studiums, in Unternehmen und Betrieben praktische Erfahrungen zu sammeln. China plant, dieses Modell auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen und in der Milliardenrepublik einzuführen.

Die Zukunft der bilateralen Bildungszusammenarbeit scheint vielversprechend und die Menschen in China und Deutschland werden von ihr profitieren. Der DAAD hofft, dass Studierende und Forschende so bald wie möglich wieder in die Volksrepublik einreisen dürfen. Denn ohne direkte Kommunikation wird der Austausch erschwert.

Auch brauche es Brückenbauer zwischen China und Deutschland, die in der jeweils anderen Kultur gelebt haben, sie verstehen, schätzen und anderen über sie erzählen. Nur so könne ein der Wunsch zum Austausch langfristig in beide Ländern verankert werden.

Shi Jia, DAAD-Außenstelle Peking

 

Weiterführende Links:
Der DAAD auf der CEE 2021

50 Jahre Diplomatische Beziehungen – ein Rückblick