Digitale DCHAN-Konferenz ermöglicht Austausch

Zum Abschluss der Deutsch-Chinesischen Alumnifachnetzwerke (DCHAN) fand im März eine Konferenz in digitaler Form statt. Ziel war es, die Projektergebnisse der sieben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Alumnifachnetzwerke mit China-Bezug an deutschen Hochschul- und Forschungsinstitutionen und des Begleitvorhabens beim DAAD vorzustellen sowie (angehenden) China-Expertinnen und -Experten eine Gelegenheit zum Austausch zu bieten. Unterabteilungsleiter Maennel vom BMBF bezeichnete dabei das DAAD-Begleitvorhaben als sehr wichtigen Faktor für den Erfolg von DCHAN.

Am ersten Tag bot das Eröffnungsinterview mit Frau Dr. Margot Schüller vom GIGA - German Institute for Global and Area Studies einen guten Einstieg in die Diskussion zum Thema „Deutsch-Chinesische Wissenschaftskooperation gestalten“. Sie hob das gegenseitige Verständnis für- und Wissen voneinander als entscheidende Basis für die Zusammenarbeit hervor.

Die Alumnifachnetzwerke gaben abwechslungsreich in Form von Kurzfilmen, Live-Interviews und Statements umfassende Einblicke in ihre Beiträge zur deutsch-chinesischen Vernetzung sowie in ihre Projektergebnisse und luden zum Austausch über aktuelle und künftige Rahmenbedingungen und Potentiale der Zusammenarbeit in Wissenschaft und Wirtschaft ein. Die Plattform „SpatialChat“ bot anschließend Gelegenheit zum Networking mit den Fachnetzbeteiligten und Teilnehmenden.

Der zweite Tag begann mit einer Podiumsdiskussion. Außenstellenleiterin Ruth Schimanowski aus Peking und Vertreterinnen und Vertreter der Fachnetze (Dr. Sigrun Abels von der TU Berlin, Tim Biermann von der RWTH Aachen sowie Prof. Dr. Michael Henke vom Fraunhofer Institut IML) diskutierten die Bedingungen vertrauensvoller und nachhaltiger Wissenschaftskooperation zwischen Deutschland und China. Frau Schimanowski betonte die Bedeutung der Alumni, deren Erfahrungen und interkulturelle Kompetenzen in internationaler Zusammenarbeit unabdingbar sind und die Begeisterung für das Partnerland weitergeben. „Es hat sich gezeigt: Die Fachnetzwerke sind ein Türöffner – nur gemeinsam und interdisziplinär lassen sich die globalen Herausforderungen angehen!“, so Prof. Henke in seinem Fazit.

Drei parallele Workshops boten abschließend die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch über Besonderheiten, Herausforderungen und Chancen der deutsch-chinesischen Wissenschaftskooperation.

Das große Interesse der über 100 Teilnehmenden aus Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland und China war erneut ein Beleg für den hohen Bedarf an Austausch unter den Akteurinnen und Akteuren der Zusammenarbeit mit China.

Das DCHAN-Begleitvorhaben wird am 31. Juli 2021 mit der Veröffentlichung einer Abschlusspublikation enden. Fünf der sieben Fachnetze werden in einer weiteren Phase Förderung des BMBF für ihre Vernetzungsaktivitäten und deutsch-chinesische Alumniarbeit erhalten.

Q&A mit der Keynote-Speakerin Dr. Margot Schüller​

 

Podiumsdiskussion mit Außenstellenleiterin Ruth Schimanowski und Vertreterinnen und Vertretern der Fachnetze