Anfang Dezember 2021 veranstaltete der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) in Peking die „DAAD Short Video Competition“. Chinesische Studierende und Ehemalige wurden dazu eingeladen, in kreativen Kurzvideos darzustellen, was für sie „typsich deutsch“ ist.

Nach vier Wochen freudiger Erwartung erhielt das Marketingteam des DAAD in Peking rund 14 Kurzvideos. Nun stehen die sechs besten Videos fest!

Den ersten Platz belegt der Student JI Wenning mit seinem Video “Sternenmeer”

Filmtitel Sternenmeer
Gefilmt von JI Wenning
Orte Deutschland (Hannover, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Bremen)
Drehzeitraum Oktober 2021 bis Dezember 2021
Warum ist der Inhalt „typisch deutsch“? Anfang Oktober kam ich als Austauschstudent nach Deutschland. Viele der Erzählungen über den deutschen Alltag bestätigten sich mir rasch. Daher habe ich mich in meinem Video auch auf dieses Thema konzentriert.

 

„Ich finde die Aneinanderreihung unterschiedlicher Aspekte interessant und zumindest die Diskussion um die Pünktlichkeit der Bahn ist in meinen Augen sehr typisch deutsch. Graffiti und barrierefreier Zugang werden sonst weniger oft genannt. Auch die Zusammenfassung: “Was typisch ist, liegt im Auge des Betrachters”; finde ich sehr originell.“

Ruth Schimanowski, Leiterin der DAAD-Außenstelle Peking

“Im Video werden typisch deutsche Alltagsgeschichten erzählt, die z.B. das Flaschenpfand oder lästige Zugverspätungen thematisieren. Dabei wurden altbekannte Klischees, wie Lederhosen, umgangen.”

Frau Nolden, DAAD Bonn

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Der zweite Platz

Den zweiten Platz belegen ZHOU Wenxuan und das Videoproduktionsteam: CAI Xiyu & ZHANG Han, GAO Zhuoyu, Anna Jauer und Deniz Yildiz mit ihrem Video: „Die rosigen Memoiren“.

Filmtitel Die rosigen Memoiren
Gefilmt von ZHOU Wenxuan
Drehzeitraum 21.10.2020-14.08.2021
Warum ist der Inhalt „typisch deutsch“? Was ist eigentlich deutsch? Die Wurst? Das Bier? Ist es die Ernsthaftigkeit der Deutschen? Oder ist es der Sonnenuntergang vorm Fenster, die leichte Brise am Main, die Freude am gemeinsamen „Feierabendbierchen“, der Schnee im Winter, der Schweiß im Sommer? Es ist jede Minute, die man in Deutschland verbringt. Jeder nimmt Deutschland anders wahr, und das deutsche Leben kann auf unzählige Arten interpretiert werden. „Typisch deutsch“ ist ein Klischee, denn es ist eigentlich das Leben eines jeden von uns in Deutschland: Die rosigen Memoiren, die Deutschland uns unvergesslich machen.

 

“Mir hat das Konzept des Videos gefallen. Der Fokus lag nicht auf einzelnen Aspekten, sondern auf dem „Feeling“ vom Leben in Deutschland. Jeder Person, die nicht hier aufgewachsen ist, dürften die Unterschiede, die im Video gezeigt werden, sofort auffallen.”

Frau Nolden, DAAD Bonn

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Den dritten Platz erhielt das Video, das das Wettbewerbsmotto schon im Namen trägt: “Typisch deutsch”!

Filmtitel Typisch deutsch
Gefilmt von CAI Xiyu, ZHANG Han, GAO Zhuoyu. Anna Jauer, Deniz Yildiz
Ort Osnabrück
Drehzeitraum 8.12.2021
Warum ist der Inhalt „typisch deutsch“? Wir zeigen die zwei Dinge, die uns seit unserer Ankunft in Deutschland am meisten schockiert haben: Die Currywurst hat kein Curry, aber viel Ketchup. Wenn es regnet, dann nehmen nur wir einen Regenschirm mit.

 

„Sehr witzig und so wahr! Besonders die gelben Regenjacken und das lächerlich wenige Currypulver auf der Wurst!“

Ruth Schimanowski, Leiterin der DAAD-Außenstelle Peking

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Die folgenden drei Videos teilen sich den vierten Rang.

Filmtitel Tausendmal gewünscht
Gefilmt von WANG Shiqi, YANG Yufeng, YUAN Ruoheng
Ort Zimmer von WANG Shiqi
Drehzeitraum 02.12.2021
Warum ist der Inhalt „typisch deutsch“? Während unseres Aufenthalts an der Universität Duisburg-Essen haben die Deutschen einen sehr höflichen Eindruck auf uns gemacht. Jeden Tag wurden wir in verschiedenen Situationen auf verschiedene Weise begrüßt und uns wurde stets Gutes gewünscht. Deswegen finden wir es typisch deutsch, dass man täglich „bewünscht“ wird.

 

„Wir machen uns keine Gedanken darüber, wie oft wir im Alltag jemandem etwas wünschen. Daher finde ich finde es schön, dass gerade diese Tatsache hier mit Beispielen dargestellt wird. Herrlich umgesetzt.“

Frau Nolden, DAAD Bonn

 

Tausendmal gewünscht

Tausendmal gewünscht

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Filmtitel Essen und Naseputzen
Gefilmt von Deutschen Schülern der Klasse A2 der Beijing Haidian Foreign Language Experimental School
Ort Peking
Drehzeitraum 10.12.2021
Warum ist der Inhalt „typisch deutsch“? Seit vier Monaten lernen wir Deutsch und dabei sind uns natürlich auch verschiedene kulturelle Unterschiede aufgefallen. Besonders hat uns die geräuschvolle Art der deutschen, sich die Nase zu putzen, imponiert. Dass man vor jedem Essen „Guten Appetit“ zu sagen hat und auch erst mit dem Verspeisen anfangen darf, wenn sich jeder etwas aufgetan hat, ist uns auch neu. “Naseputzen und Essgewohnheiten” sind die kleinen Unterschiede, die aufgrund ihrer Häufigkeit eine große Wirkung haben. Mit dem Video wollen wir unsere Zuschauer vor allem zum Lachen bringen.

 

„Ich finde es ist eine nette Idee, sich zwei Themen auszusuchen und sie in den Fokus zu stellen. Besonders das „Gesundheit!“ ist wirklich sehr typisch deutsch. Die Umsetzung ist mit den sicher geringen Kapazitäten der Sprachschule dennoch gut gelungen.“

Frau Nolden, DAAD Bonn

Essen und Naseputzen

Essen und Naseputzen

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Filmtitel Typisch deutsch in Changsha
Gefilmt von Studierenden und Lehrenden des Fachs Deutsch an der Lakeshore University
Ort Changsha
Warum ist der Inhalt „typisch deutsch“? Uwe Brutzer und seine Frau Dorothee Brutzer kommen aus Deutschland und helfen mit Ihrer Bäckerei Hörgeschädigten, indem sie sie zu Bäckerinnen und Bäckern ausbilden. Mit ihrer Einsatzbereitschaft und Ihrem leckeren Backwerk prägen sie seit 20 Jahren das Bild der Deutschen in der Region.

 

„Beeindruckend und in der Tat mit vielen deutschen „Wahrzeichen“ wie Brötchen und Brot. Wenn soziales Engagement damit zu etwas typisch Deutschem wird – wunderbar. Tolles Vorbild!“

Ruth Schimanowski, Leiterin der DAAD-Außenstelle Peking

„Brot ist sowieso typisch deutsch. Im Video wird die Geschichte des deutschen Ehepaars in der Stadt Changsha erzählt. Ihre Hilfe gegenüber Hörgeschädigten finde ich großartig!“

Frau Nolden, DAAD Bonn

Typisch deutsch in Changsha

Typisch deutsch in Changsha

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Hinweis: Das Ehepaar Brutzer wird im April 2022 nach Deutschland zurückkehren. Die Nachricht hatte einen beeindruckenden Effekt: Die Bewohner Changshas strömten in die kleine Bäckerei, um sich zu verabschieden und noch einmal in den Genuss der deutschen Backkunst zu kommen. Daher waren die Brutzers leider nicht für ein Interview verfügbar. Wir hoffen jedoch, mithilfe des Videos zu zeigen, wie die Liebe zum Brot Menschen aus zwei Kulturen vereinen kann!

Machen Sie mit!

Falls Sie die Deadline des Videowettbewerbs verpasst haben, ist die kein Grund zur Sorge! Die DAAD-Außenstelle plant 2022 weitere Veranstaltungen dieser Art. Wenn sie teilnehmen möchten oder Fragen haben, schreiben Sie gerne eine E-Mail mit Namen, Adresse und Handynummer an: study@daad.org.cn