Von der Beratung der chinesischen Gesundheitsbehörden bis zur Entsendung von Medizinerinnen und Medizinern an Krankenhäuser in Wuhan, die Expertise des deutsch-chinesischen Alumnifachnetzwerks ist gefragt. (26.03.2020)

Solidarität unter Medizinerinnen und Medizinern aus der Psychiatrie und Psychosomatischen Medizin: DCAPP-Projektpartner Prof. Zhao Xudong (ganz links im Bild) schickt drei Mitarbeiter zur Unterstützung aus Shanghai nach Wuhan

Die deutsch-chinesische Wissenschaftskooperation kann einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zur Lösung globaler gesellschaftlicher Probleme leisten. Das hat sich bereits mehrfach an der Arbeit der 2017 ins Leben gerufenen Deutsch-Chinesischen Alumnifachnetze (DCHAN) gezeigt. Nun sind DCHAN-Mitglieder aktiv an der psychologischen Krisenintervention in China beteiligt.

Das nunmehr über tausend Mitglieder fassende BMBF-geförderte Expertennetzwerk vereint deutsche und chinesische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Fachkräfte und Stakeholder aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft beider Länder. Mit der Unterstützung des DAAD forschen und arbeiten sie gemeinsam an aktuellen Themen aus sieben Fachbereichen, so u.a. im Bereich der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie.

Expertenwissen auf diesem Gebiet ist in China derzeit sehr gefragt. Aufgrund der Corona-Pandemie stehen dort Millionen von Menschen unter Quarantäne; in der Stadt Wuhan allein sind es 11 Millionen. Gerade zu Beginn der Epidemie waren die Ressourcen für die medizinische Versorgung knapp und die Krankheitsverläufe schwerwiegend. Die chinesische Bevölkerung, betroffene Patientinnen und Patienten, Angehörige und insbesondere das eingebundene medizinische Personal müssen mit extremen Emotionen von Panik, Schock, Verwirrung, Wut, Trauer, Schuld und Hilflosigkeit umgehen. Diese akute Krisensituation führt zu vielen psychosomatischen und psychologischen Beschwerden. Auch diese müssen im Krisenmanagement adressiert werden.

Autorin: Cécile Jeblawei

DCAPP-Gruppenfoto mit deutschen und chinesischen Projektpartnerinnen und -partnern

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Am 30. März berichtet die Humboldt-Stiftung über eine Hilfsaktion ihrer chinesischen Alumni nach Deutschland.