Die Berichte der Außenstellen vermitteln ein komplexes Bild von der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und insbesondere von der hochschulpolitischen Lage in den jeweiligen Ländern. Die Berichte für das Jahr 2021, darunter auch der der Außenstelle Peking, sind letzten Monat erschienen. (deutsche Sprache)

Die Aufgabe der Außenstellen besteht vor allem in dem optimalen Einsatz der Fördermittel für die jeweilige Region sowie in der Konzeption neuer Programme und deren Abstimmung mit den ausländischen Partnern. Dabei arbeiten sie eng mit den Deutschen Botschaften sowie anderen deutschen Mittlerorganisationen zusammen. Die Außenstellen verfolgen außerdem die politische, wirtschaftliche, soziale und vor allem hochschulpolitische Situation im jeweiligen Gastland. Die jährlichen Berichte der Außenstellen ergänzen somit den Jahresbericht des DAAD aus dem Blickwinkel des Auslandes.

Ruth Schimanowski, die Leiterin der Außenstelle in Peking, beschreibt auf den Seiten 133-143 die Situation im Reich der Mitte.

„Die Volksrepublik hält weiterhin an der Zero-Covid Politik fest. Für ausländische Studierende, Lehrkräfte und Forschende ebenso wie für chinesische Personen, die im Ausland arbeiten oder Familie haben, ist die fehlende internationale Mobilität eine große Belastung. Die Einreisebedingungen haben den akademischen Austausch in eine Schieflage gebracht.“

2021 hat der DAAD 345 (online) Förderungen nach China vergeben. Auf der anderen Seite vergab konnten 1.849 chinesische Personen von ein Stipendium nach Deutschland freuen.

Dr. Michael Harms, Stellvertretender Generalsekretär des DAAD, spricht in seinem Kommentar zur Ausgabe 2021 über den besonderen Beitrag, den der akademische Austausch zu einem konstruktiven Dialog auch auf diplomatischer Ebene zwischen Deutschland und dem Ausland leistet:

Der DAAD setze auf „Wandel durch Austausch“ – gerade in schwierigen Kontexten. Dafür fänden sich im Band 2021 viele eindrückliche Beispiele. Doch mit Ländern zu kooperieren, in denen andere Rechtssysteme und Werteordnungen herrschen, bringe auch die Verantwortung mit sich, eigene Interessen einzubringen und für ein freiheitlich-demokratisches Wertefundament einzustehen.

Eine Weltweite Zusammenarbeit spiele vor allem in der Bewältigung zweier großer Herausforderungen eine zentrale Rolle, die 2021 fast überall auf der Welt die öffentliche Wahrnehmung dominierten: die Coronapandemie und der Klimawandel. Zu diesen zentralen Themen fördere der DAAD seit 2021 insgesamt acht sogenannte Globale Zentren, die das Ziel haben, Forschende weltweit zu vernetzen und den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu fördern. Die vier anderen Globalen Zentren fokussierten sich auf das Thema Gesundheit und Pandemievorsorge.

Lesen Sie den Außenstellenbericht 2021 hier.

Der Jahresbericht des DAAD

Im Jahr 2021 hat der DAAD inklusive der EU-Programme mehr als 134.900 Deutsche und Ausländer rund um den Globus gefördert und ist damit die weltweit größte Förderorganisation seiner Art. Außerdem trägt der DAAD zur Internationalisierung der deutschen Hochschulen bei, unterstützt Entwicklungsländer beim Aufbau ihrer Bildungssysteme und fördert die Germanistik und die deutsche Sprache im Ausland. Sein Berliner Künstlerprogramm (BKP) zählt zu den international renommiertesten Stipendienprogrammen für Künstlerinnen und Künstler.

Hier können Sie den aktuellen Jahresbericht 2021 herunterladen.