Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis und -Förderpreis in Shanghai verliehen

Im Rahmen des Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) an der Tongji Universität in Shanghai, an dem mehr als 1.000 Germanisten aus der ganzen Welt teilnahmen, wurde am 25. August der diesjährige Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis und -Förderpreis verliehen.

Christian Müller/DAAD

Verleihung des Grimm-Preises durch Prof. Dr. Margret Wintermantel an Prof. Dr. Paulo Astor Soethe und Dr. James Meja L. Ikobwa am 25. August in Shanghai © Christian Müller/DAAD

Der brasilianischen Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Paulo Astor Soethe nahm den renommierten Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis aus den Händen von DAAD-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel entgegen. Der Preis ist dotiert mit 10.000 Euro und verbunden mit einem einmonatigen Forschungsaufenthalt in Deutschland.

DAAD_Präsidentin Wintermantel mit den Presiträgern Paulo Soethe (l.) und James Ikobwa. © Y. vom Hagen

DAAD_Präsidentin Wintermantel mit den Presiträgern Paulo Soethe (l.) und James Ikobwa.
© Y. vom Hagen

Mit dem Jacob- und Wilhelm-Grimm-Förderpreis, den der DAAD seit 2011 an Nachwuchswissenschaftler aus den Bereichen Germanistik und Deutsch als Fremdsprache verleiht, wurde in diesem Jahr der kenianische Germanist Dr. James Meja L. Ikobwa ausgezeichnet. Neben einem Forschungsaufenthalt in Deutschland ist dieser Preis mit einem Preisgeld von 3.000 Euro verbunden.

© DAAD

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Paulo Astor Soethe gilt in der Literaturwissenschaft als herausragender Forscher zum Werk von Thomas und Heinrich Mann sowie ihrer „brasilianischen Familiengeschichte“ (ihre Mutter kam aus Brasilien). Dem Alumnus des DAAD und der Alexander von Humboldt-Stiftung gelingt es, spezifisch lateinamerikanische Bezüge zur deutschen Literatur und Sprache zu erschließen und das Fach so für neue Positionen zu öffnen. Neben seiner fachlichen Leistung betont die Jury sein sprachenpolitisches Engagement, mit dem er sich unter anderem für die angemessene sprachliche Begleitung der Internationalisierung der brasilianischen Hochschulen und entsprechend breite Fremdsprachenangebote für Studierende aller Fächer einsetzt.

Der mit dem Jacob- und Wilhelm-Grimm-Förderpreisaus gezeichnete James Meja L. Ikobwa arbeitet als Dozent an der Deutschsektion der University of Nairobi, Kenia, und hat sich durch seine akademischen Leistungen und sein Engagement für deutsche Sprache und Germanistik in Kenia bereits Verdienste erworben. Daneben bemüht er sich als regionaler Koordinator des GANAA-Alumnivereins um die überregionale Vernetzung einer jungen Generation von Germanisten in seiner Heimatregion und war Mitorganisator der ersten regionalen Germanistentagung Ostafrikas im Mai 2013.

Hintergrund
Mit dem Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis und -Förderpreis zeichnet der DAAD Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland aus, die sich neben ihrer fachlichen Leistung in besonderer Weise für die internationale Zusammenarbeit in den Fachbereichen Germanistik und Deutsch als Fremdsprache engagieren. Vergabejury ist der Beirat Germanistik des DAAD, der den DAAD in allen Belangen der Förderung von Germanistik und Deutsch an Hochschulen berät. Die Preise werden mit Mitteln des deutschen Auswärtigen Amtes finanziert.

Weitere Informationen im Internet:
https://www.daad.de/der-daad/daad-aktuell/de/36708-auf-deutsch-brasilianischer-spurensuche-grimm-preistraeger-paulo-astor-soethe/

Dr. Thomas Schmidt-Dörr