Promotion in Deutschland

Promotion in DeutschlandDeutschland ist ein Wissenschafts- und Forschungsstandort der Spitzenklasse. Die Universitäten stehen mit ihrer thematischen und methodischen Vielfalt traditionell im Zentrum der deutschen Forschungslandschaft und sind eng mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen verbunden. Diese Voraussetzungen bieten ein ideales Umfeld für eine Promotion in Deutschland. In der 2005 beschlossenen Exzellenzinitiative zeigen sich die Bemühungen, durch nachhaltige Förderung deutsche Hochschulen zu Leuchttürmen des Universitäts- und Wissenschaftsbereichs werden zu lassen und deren Internationalisierung zu unterstützen. Beispielsweise werden im Rahmen der Exzellenzinitiative eine Reihe von Graduiertenschulen gefördert, deren Fokus auf der Ausbildung des internationalen wissenschaftlichen Nachwuchses liegt.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) unterstützt Akademiker, die beabsichtigen, in Deutschland zu forschen oder sich in ihrem Studienbereich weiterzubilden.
Weitere Informationen finden Sie unter "Stipendienangebote für Chinesen".
Auf der Seite „FAQs zur Bewerbung um DAAD-Stipendien“ werden zahlreiche Fragen zum Bewerbungsverfahren beantwortet.

Das Promotionsstudium, in dessen Rahmen eine Forschungsarbeit (Dissertation) angefertigt wird, endet mit der Verleihung des Doktortitels. Die Dauer der Promotion ist abhängig von dem jeweiligen Forschungsthema; in der Regel sind es etwa zwei bis fünf Jahre. Es gibt viele attraktive Möglichkeiten, an deutschen Hochschulen zu promovieren. Grundsätzlich kann man zwischen zwei Optionen wählen:

1. Die freie, sehr weitgehend selbstbestimmte Arbeit an der Dissertation („Lehrlingsmodell“) oder

2. die Einbindung in ein Promotionsprogramm, das eine Strukturierung vorgibt („strukturierte Promotion“).

Option 1: Zunächst müssen Sie einen Hochschulprofessor (Doktorvater oder Doktormutter) finden, der Ihre Forschungsarbeit betreut. Da kein Hochschullehrer dazu verpflichtet ist, jeden Doktoranden anzunehmen, muss Ihre Forschungsidee überzeugend sein. Informieren Sie sich frühzeitig, an welcher Hochschule und bei welchem Professor Sie mit Ihrem Forschungsschwerpunkt am besten aufgehoben sind. Bei der Recherche helfen Ihnen die Webseiten des DAAD www.daad.de/promotion und www.phdgermany.de, der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz unter www.hochschulkompass.de und der Research Explorer unter www.daad.de/research-explorer.

Option 2: Es gibt ganz unterschiedliche Programme, in deren Rahmen Sie in Deutschland promovieren können. Die wohl wichtigsten sind:

  • Graduiertenkollegs
  • Graduate Schools
  • Internationale Promotionsprogramme

Graduiertenkollegs werden an Universitäten eingerichtet, um den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Hier sind die Dissertationen in ein umfassendes Forschungsprogramm eingebettet. Das Programm wird von mehreren Wissenschaftlern getragen und ist meist interdisziplinär ausgerichtet. Auf der Homepage der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finden Sie unter www.dfg.de/gk eine Liste mit den Graduiertenkollegs, die zurzeit gefördert werden.

Einige Bundesländer haben überwiegend englischsprachige Graduate Schools gegründet, die im Unterschied zu den Graduiertenkollegs dauerhafte Einrichtungen der jeweiligen Universität sein sollen. Dort werden hoch qualifizierte Nachwuchsforscher individuell intensiv betreut.

Promotion in Deutschland

Daneben gibt es eine ganze Reihe von Internationalen Promotionsprogrammen. Deutsche Hochschulen bieten zurzeit mehr als 800 international ausgerichtete Studiengänge an. Diese „International Bachelor, Master and Doctoral Programmes in Germany“ zeichnen sich durch ein hohes akademisches Niveau und gut strukturierte Studienprogramme mit einer intensiven Betreuung und Studienberatung aus. Die Unterrichtssprache ist meist Englisch, doch es werden auch studienbegleitende Deutschkurse angeboten. Etwa die Hälfte der Studierenden in diesen Studiengängen stammt aus dem Ausland. Bei der Suche nach diesen strukturierten Promotionsprogrammen hilft die Seite www.daad.de/international-programmes.

Auch speziell für Doktoranden gibt es Angebote, die in besonderem Maße auf die Bedürfnisse ausländischer Interessenten zugeschnitten sind. Zu nennen sind hier insbesondere die Graduiertenschulen der Exzellenzinitiative, die International Max Planck Research Schools (IMPRS) sowie die im Rahmen des Programms PhD-Net geförderten bi-nationalen Promotionsprogramme. Sie eröffnen besonders begabten deutschen und ausländischen Studierenden die Möglichkeit, sich an wissenschaftlichen Exzellenzzentren im ganzen Bundesgebiet auf die Promotionsprüfung vorzubereiten. Sie bieten eine intensive fachliche Betreuung, meist englischsprachige Lehrveranstaltungen und in vielen Fällen auch besondere Fördermöglichkeiten.