Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

Neben der Forschung an Hochschulen findet sich in Deutschland eine vielfältige außeruniversitäre Forschung.

Die Max-Planck-Gesellschaft unterhält beinahe 80 Forschungsinstitute vorwiegend im Bereich der natur- und geisteswissenschaftlichen Grundlagenforschung.

In der Helmholtz-Gemeinschaft haben sich 16 große, nationale Forschungszentren zur größten deutschen Forschungsorganisation zusammengeschlossen. Die Helmholtz-Forschung soll dazu beitragen, Lebensgrundlagen des Menschen zu erhalten und zu verbessern. Dazu identifiziert und bearbeitet sie große und drängende Fragen der Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, sowie Verkehr und Weltraum.

Die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e. V. mit ihren 86 Einrichtungen legt Schwerpunkte auf nachfrageorientierter und interdisziplinärer Forschung und es besteht eine enge Vernetzung mit Unternehmen, der öffentlichen Verwaltung und den Hochschulen, für die sie Forschungsinfrastrukturen bereitstellen. Die Leibniz-Gesellschaft erbringt daneben forschungsbasierte Dienstleistungen – Vermittlung, Beratung, Transfer – für Öffentlichkeit, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

Für die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) istAußeruniversitäre Forschung Forschung für die Praxis eine zentrale Aufgabe. Die 1949 gegründete Forschungsorganisation betreibt in über 80 Forschungseinrichtungen anwendungsorientierte Forschung für die Wirtschaft und zum Vorteil der Gesellschaft. Vertragspartner und Auftraggeber sind Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie die öffentliche Hand.

Auch Bund und Länder unterhalten Forschung in Ressortbereichen, die aktuelle gesellschaftliche, technologische, bevölkerungsmedizinische und wirtschaftliche Fragestellungen aufgreifen und mögliche Handlungsoptionen für den Staat erarbeiten.

Beinahe 70% der FuE-Investitionen in Deutschland werden von der Wirtschaft getragen. Die Forschungsinteressen der Wirtschaft sind stark anwendungs- und ergebnisorientiert. Sie verfügt über eigene Forschungseinrichtungen, führt aber auch gemeinsame Projekte mit Wissenschaftsinstitutionen durch. Forschungsintensive Branchen sind die Automobilindustrie, elektrotechnische und chemische Industrie und Maschinenbau.