Von 2007-2011 hat der China Scholarship Council (CSC) im Rahmen des sogenannten „Regierungsstipendien-Programms für Auslandsaufenthalte Graduierter an exzellenten Universitäten“ jährlich bis zu 5.000 Stipendien für ein Voll- oder „Sandwich”-Studium für einen weltweiten Promotionsaufenthalt an Studierende von zuletzt 60 chinesischen Spitzenhochschulen vergeben. Diese Hochschulen verpflichteten sich, nach einem Quotensystem jährlich zwischen 10 und 300 Studenten über das Programm ins Ausland zu schicken. Seit 2008 wurde das Programm um weitere 1.000 Stipendien aufgestockt, die an die sog. „211-Hochschulen” gingen.
In den fünf Auswahlrunden dieser Förderphase war Deutschland das zweitbeliebteste Zielland mit einem Anteil von ca. 10,8% aller vergebenen Stipendien, hinter den USA (43,3%). Mit deutlichem Abstand auf den folgenden Plätzen liegen UK (9,9%), Japan (8,7%) und Kanada (7,4%).
2011 konnte Deutschland seinen Anteil gegenüber dem Vorjahr von 611 auf 708 Stipendien um 16% steigern. Mit Ausnahme vom Jahr 2009 ist der Anteil der Stipendien für Deutschland kontinuierlich gestiegen (im Gegensatz z.B. zu USA und UK mit nur geringem Anstieg, wenn überhaupt). V.a. bei den Vollpromotionen ist der Anstieg signifikant und hat Deutschland 2011 mit 545 Stipendien zum beliebtesten Zielland für Stipendiaten gemacht, die in Deutschland promovieren wollen.
Ab 2012 beginnt eine neue Förderperiode des CSC mit 6.000 Stipendien jährlich, davon 3.500 Stipendien für eine Sandwich-Promotion von Bewerbern der „211-Hochschulen” sowie 2.500 Stipendien für eine Vollpromotion für Bewerber aller Hochschulen, von Institutionen außerhalb der Hochschulen sowie auch von Kandidaten, die im Ausland sind (z.B. Master-Absolventen ausländischer Hochschulen).
Tabelle: Die zehn beliebtesten Zielländer von 2007-2011 (nach Zahlen vom CSC)
