Veranstaltungsberichte

- DAAD-Stammtisch in Peking: „Stipendiaten treffen Alumni“
- Jubiläumstreffen: 15 Jahre „Sprache und Praxis in China“
- Treffen deutscher Stipendiaten in China — 28.-30. Oktober 2011 in Peking
- Shanghai-Tour des 15. Jahrgangs des Programms „Sprache und Praxis in China“


DAAD-Stammtisch in Peking: „Stipendiaten treffen Alumni“

Am 20. Dezember 2011 veranstaltete die DAAD-Außenstelle Peking im deutschen Restaurant „Schindlers Anlegestelle“ den letzten DAAD-Stammtisch des Jahres 2011.

Zwei Besonderheiten hatte sich die Außenstelle dafür einfallen lassen: Zum ersten Mal wurde ein Stammtisch für DAAD-Alumni und DAAD-Stipendiaten zusammen organisiert. Gleichzeitig konnte der renommierte Journalist und China-Kenner Frank Sieren für einen Gastvortrag gewonnen werden.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch den Außenstellen-Leiter Stefan Hase-Bergen folgten die rund 50 Teilnehmer bei heißen Getränken und Weihnachtsgebäck dem abwechslungsreichen und pointierten Vortrag von Frank Sieren. Seine Thesen zum Aufschwung Chinas, seiner zukünftigen Entwicklung und der Verschiebung des Kräfteverhältnisses von West nach Ost regten die Zuhörer zum Nachdenken und teilweise zum Widerspruch an.

In der anschließenden Diskussion wurden einzelne Aspekte noch einmal genauer erörtert: Das Thema Wasser als zukünftiger Engpassfaktor, der Chinas Regierung vor große Herausforderungen stellen könnte, kam dabei ebenso zur Sprache wie das Für und Wider von Regierungsformen, Chinas Innenpolitik oder ein Überdenken der Rolle von Journalisten und ihrer ethischen Grundsätze.

Beim anschließenden gemeinsamen deutschen Abendessen wurde manch ein Thema mit den Tischnachbarn noch weiter vertieft. Natürlich nutzen viele der Stipendiaten auch die Möglichkeit, sich mit den anwesenden Alumni zum Leben und Arbeiten in China auszutauschen.

Die positiven Rückmeldungen von Stipendiaten und Alumni aufnehmend, wird die Tradition des DAAD Stammtisches auch im kommenden Jahr fortgesetzt.


Jubiläumstreffen: 15 Jahre „Sprache und Praxis in China“

1996 machte sich die erste zwölfköpfige Gruppe von Stipendiaten des Programms „Sprache und Praxis in China“ auf nach Peking, um dort in insgesamt zwei Jahren Chinesisch zu lernen und eine Praxisphase in einem in China angesiedelten Unternehmen zu durchlaufen. Drei Stipendiaten aus dieser ersten Gruppe nahmen auch am Jubiläumstreffen zum 15-jährigen Bestehen des Programms vom 26.-27. November in Peking teil. Das Treffen begann vormittags mit einem intensiven Austausch zwischen den aktuell geförderten Stipendiaten (Stipendiaten der Jahrgänge 15 und 16) und einigen Alumni, die über ihre teilweise langjährigen Erfahrungen in China und Asien erzählten.

         

Am Nachmittag kamen weitere S&P-Ehemalige dazu. Unter dem Titel „Peking: Perspektiven“ gab es für die circa 50 Anwesenden Vorträge von Dr. Fred Engst, der 1952 in China geboren wurde, und dem DAAD-Alumnus und China-Korrespondenten Johnny Erling, der kurz nach der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen 1975 nach China gekommen war. Nach diesen beiden persönlichen Erfahrungsberichten, die den S&Plern unterschiedliche Phasen der neueren chinesischen Geschichte nahebrachten, berichtete die Architektin Barbara Münch in einem Vortrag über die städtebauliche Entwicklung mit einem Fokus auf die letzten 15 Jahre. Abschließend stellte Sebastian Linack, Architekt bei gmp und selbst ehemaliger S&Pler, das von der deutschen Architekturfirma gmp entworfene Nationalmuseum als ein Beispiel vor, wie „Langnasen” auch aktiv das Stadtbild Pekings mit beeinflusst haben.
Mit einem gemeinsamen Abendessen in fröhlicher Atmosphäre, bei dem sich alte Bekannte wiedertrafen und neue Kontakte geknüpft wurden, ging der erste Veranstaltungstag zu Ende.

Am nächsten Morgen beschloss der Besuch des im Frühjahr neu eröffnenten Nationalmuseums mit einer Führung durch die von drei deutschen Museen organisierte Ausstellung „Die Kunst der Aufklärung” das Jubiläumstreffen. Viele Details des Nationalmuseums sah man dabei durch die Erklärungen von Sebastian Linack am Vortag mit ganz neuen Augen.

Das Jubiläumstreffen bot für alle Teilnehmer eine gute Möglichkeit, den Kontakt zu anderen Ehemaligen zu stärken. Die neuen Stipendiaten wurden gut in das S&P-Netzwerk mit eingebunden. Einige der Alumni kündigten schon ihre Teilnahme für das fünfjährige Jubiläumstreffen der deutschen DAAD-Alumni in China im April des nächsten Jahres in Peking an.

 


Treffen deutscher Stipendiaten in China — 28.-30. Oktober 2011 in Peking

120 deutsche Stipendiaten des DAAD und des China Scholarship Council (CSC) aus ganz China fanden sich vom 28. bis 30. Oktober auf Einladung des DAAD zum Stipendiatentreffen in Peking ein.

Eröffnet wurde das Treffen am Freitagabend mit einem Empfang in der Deutschen Botschaft Peking mit Grußworten von Dr. Hardy Böckle, Leiter des Kulturreferats der Deutschen Botschaft Peking, Stefan Hase-Bergen, Leiter der DAAD-Außenstelle Peking sowie Herr Chang Quansheng, stellvertretender Direktor der Abteilung „Studieren in China“ des CSC und einem anschließenden Abendbuffet.

Am Samstagvormittag erwarteten die Stipendiaten nach einer Begrüßung und Vorstellung der Arbeit des DAAD in China durch die stellvertretende Leiterin der DAAD-Außenstelle Peking, Dorothea Leonhardi, zwei Fachvorträge zu den Themen „Arbeitsmarkt in China: Chancen und Strategien für deutsche Absolventen“ durch Nora Binder, Leiterin der HR-Abteilung der AHK Peking und „Mein Leben als Feind – Erfahrungen eines Chinakorrespondenten“ durch den Ost-Asien Korrespondenten der Frankfurter Rundschau, Bernhard Bartsch. Über die eigenen Jobperspektiven in China, vor allem aber über die zukünftige Entwicklung Chinas wurde im Anschluss an die Vorträge heftig diskutiert.

Am Nachmittag besuchten die Stipendiaten das Stadtplanungsmuseum und den Platz des Himmlischen Friedens, die historische Straße vor dem Qianmen und das „Künstlerviertel 798“. Bei einem gemeinsamen Abendessen hatten die Teilnehmer ausreichend Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und weitere Kontakte zu knüpfen. Dabei entstanden auch Ideen für weitere zukünftige Aktivitäten, wie etwa ein regelmäßiger Stammtisch.

Den Abschluss des Treffens bildete am Sonntag ein Brunch für die ca. 50 DAAD-Stipendiaten, bei dem die Möglichkeit bestand, mit verschiedenen Alumni aus Kultur und Wirtschaft ins Gespräch zu kommen und von ihnen mehr über das Leben und Arbeiten in China zu erfahren.

Der Erfolg des diesjährigen Stipendiatentreffens und die Bedeutung einer derartigen Veranstaltung hat sich auch dieses Jahr wieder in den fröhlichen Gesprächen, lebhaften Diskussionen und der Kontaktfreude unter den Stipendiaten gezeigt.

 


Shanghai-Tour des 15. Jahrgangs des Programms „Sprache und Praxis in China“

2010 konnte China wieder beachtliche Wachstumsraten von über 10% und wachsenden inländischen Wohlstand vorweisen und auch die Prognosen für 2011 sind positiv. Diese Zuversicht in die bleibende Bedeutung Chinas als Wachstumsmarkt der Zukunft war bei den Unternehmensbesuchen während der traditionellen Reise der Stipendiaten des S&P-Programmes in das Wirtschaftszentrum Shanghai zu spüren. Diese fand für die 11 Stipendiaten vom 10. – 14.01.2011 direkt im Anschluss an das erste Semester statt.

Bei den Besuchen von insgesamt 14 kleinen und mittleren Unternehmen sowie Großunternehmen und Institutionen hatten die Stipendiaten die Gelegenheit, Informationen direkt von Experten über Chancen und Herausforderungen, mit denen die Unternehmen konfrontiert sind, zu bekommen und zu diskutieren, konzentrierte Eindrücke zu sammeln und Einblicke in verschiedene Branchen zu gewinnen sowie Kontakte zu knüpfen. Aufgrund der Bedeutung des Großraums Shanghai für deutsche Unternehmen stellte die Reise eine wichtige Ergänzung zu den in Peking stattfindenden Unternehmensbesuchen dar und hinterließ, besonders auch durch den herzlichen Empfang bei den Unternehmen, bei allen bleibende Eindrücke.