Die Stipendien bieten ausländischen Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, ein Forschungs- oder Fortbildungsvorhaben an einer staatlichen bzw. staatlich anerkannten deutschen Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung durchzuführen.
Das Ziel ist die Förderung von Promotionsvorhaben entweder in der Form eines:
- Forschungsvorhabens an einer deutschen Hochschule mit dem Ziel einer Promotion im Heimatland (Sandwich-Modell) oder eines
- Forschungsvorhabens an einer deutschen Hochschule mit dem Ziel einer Promotion in Deutschland.
Um ein DAAD-Forschungsstipendium können sich sehr gut qualifizierte Hochschulabsolventen bewerben, die ihr Studium spätestens zum Zeitpunkt des Stipendienantritts mit dem Diplom oder Master abgeschlossen haben. Doktoranden, die eine Promotion in ihrem Herkunftsland anstreben, müssen über eine entsprechende Zulassung an ihrer Heimatuniversität verfügen.
Zum Zeitpunkt der Bewerbung sollte in der Regel der letzte Abschluss nicht länger als sechs Jahre, bei Doktoranden der Beginn der Promotion nicht länger als drei Jahre zurückliegen.
Eine schriftliche Zusage über die wissenschaftliche Betreuung in Deutschland, die ausdrücklich auf das Vorhaben des Bewerbers Bezug nimmt, und die Bereitstellung eines Arbeitsplatzes durch das Gastinstitut muss den Bewerbungsunterlagen in der Regel beigefügt werden. Ist der Abschluss der Promotion an der deutschen Gasthochschule vorgesehen, muss diese Zusage vom Doktorvater bzw. der Doktormutter stammen.
Bewerber, die im Rahmen eines strukturierten Promotionsangebots zu promovieren beabsichtigen, sind gehalten, von Seiten des Studienganges eine Aufnahmebestätigung oder mindestens einen Nachweis vorzulegen, dass sie für eine Aufnahme in Frage kommen.
Wichtigstes Auswahlkriterium ist neben den bisherigen Studienleistungen ein überzeugendes und gut geplantes Forschungs- oder Fortbildungsvorhaben für den Deutschlandaufenthalt, das mit einem wissenschaftlichen Betreuer am vorgesehenen deutschen Gastinstitut abgestimmt ist. Die Auswahlsitzung findet im Juni/Juli in Peking statt.
Es wird erwartet, dass Bewerber entweder Deutschkenntnisse (TestDaF 4×4) oder Englischkenntnisse (IELTS 5,5 oder TOEFL iBT 80) nachweisen können. Der DAAD entscheidet im Einzelfall, ob vor Beginn des Forschungsstipendiums ein (für den Stipendiaten kostenloser) Deutschkurs ermöglicht werden kann. Zur Verbesserung der Deutschkenntnisse wird der netzbasierte Sprachkurs „Deutsch-Uni Online (DUO)“ empfohlen. Für Stipendiaten mit mehr als sechsmonatiger Förderdauer übernimmt der DAAD die Kursgebühren für sechs Monate ab Erhalt der Stipendienzusage. Außerdem können Stipendiaten mit einer Förderdauer von mehr als sechs Monaten beim DAAD einen Zuschuss zu einem selbstgewählten stipendienbegleitenden Deutschkurs beantragen. Weitere Informationen dazu werden mit der Stipendienzusage mitgeteilt.
Bewerber, die sich zum Zeitpunkt der Bewerbung länger als ein Jahr in Deutschland aufhalten, können nicht berücksichtigt werden.
Besonderer Hinweis für Mediziner: Die Internetseite des DAAD „Additional Information on DAAD Research Grants for applicants from medical fields“ informiert über spezielle Bewerbungsvoraussetzungen und Stipendienbedingungen.
Die Förderdauer beträgt – in Abhängigkeit von dem Vorhaben und der Arbeitsplanung des Bewerbers bei einer Vollpromotion in der Regel drei, in Ausnahmefällen vier Jahre, und beim Sandwich-Modell 7 – 24 Monate.
Die Durchführung der gesamten Promotion in Deutschland wird nur dann gefördert, wenn es hierfür besondere förderungspolitische Gründe gibt. Solche liegen z.B. vor, wenn im Heimatland keine vergleichbaren Forschungs- und Betreuungsmöglichkeiten vorhanden sind oder wenn die mehrjährige Förderung in Deutschland aus inhaltlichen Gründen erforderlich ist. Auch wenn die Förderung einer Vollpromotion beabsichtigt ist, werden Förderungszusagen zunächst längstens für ein Jahr ausgesprochen. Verlängerungen sind davon abhängig, ob die bisherige Stipendienzeit als erfolgreich bewertet wird.
Der DAAD zahlt eine monatliche Stipendienrate von 1.000 Euro. Darüber hinaus zahlt der DAAD eine Reisekostenpauschale und die Krankenversicherung in Deutschland. Bei Aufenthalten von mehr als sechs Monaten Dauer werden eine Studien- und Forschungsbeihilfe und gegebenenfalls Mietbeihilfen und Familienzuschläge gewährt. Über die Finanzierung eines Sprachkurses wird im Einzelfall entschieden.
Bei Promotionen nach dem “DAAD-Sandwich-Modell” können – falls bereits im Erstantrag beantragt – Reisekosten der Betreuer übernommen werden.
Bewerbungstermin ist der 31. März eines jeden Jahres bei der DAAD Außenstelle Peking. Bewerber, die sich parallel um ein Stipendium des China Scholarship Council (CSC) bewerben / beworben haben, können nicht berücksichtigt werden.
Auf einen Blick:
• Zielgruppe:
Chinesische Nachwuchswissenschaftler, die einen Promotionsaufenthalt in Deutschland anstreben
• Altersgrenze:
Zum Zeitpunkt der Bewerbung sollte der letzte Abschluss nicht länger als sechs Jahre zurückliegen. Bei Doktoranden sollte der Beginn der Promotion nicht länger als drei Jahre zurückliegen
• Sprachkenntnisse:
Deutsch: TestDaF 4×4 oder Englisch: IELTS 5,5 oder TOEFL iBT 80
• Stipendiendauer:
7-24 Monate (Sandwich-Modell), 36 (in Ausnahmen bis zu 48) Monate (Vollpromotion in Deutschland)
• Stipendienhöhe:
1.000 Euro plus Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung plus 825 Euro Reisekostenpauschale plus Studienbeihilfe plus gegebenenfalls Mietbeihilfe und Familienzuschläge
• Bewerbung:
31. März, einzureichen bei der DAAD Außenstelle Peking
Weitere Informationen
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