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Literaturhinweise
- Definition - Formen wissenschaftlichen Arbeitens von
Caroline Blank
BIBLIOGRAPHIE
Faulstich,
Werner u. Ludwig Hans-Werner (1978) Arbeitstechniken für Studenten
der Literaturwissenschaft, Tübingen [PAB FAULS]
Führer,
Beatrix et.al. (1985) Examensbrevier für Fremdsprachensrudenten,
München [ADN EXAME]
Grund,
U. u. Heinen, A. (1995) Wie benutze ich eine Bibliothek, München
[ALO GRUND]
Gudjons,
Herbert (1990) Leitfaden zur Erstellung von Referaten, Klausuren,
Examens- und Diplomarbeiten, in: PÄDAGOGIK 9/90, S.30-34
Jacob,
Rüdiger (1997) Wissenschaftliches Arbeiten, Opladen [ADN JACOB]
Kliemann,
Horst (1970) Anleitungen zum wissenschaftlichen Arbeiten, Freiburg
[ADN KLIEM]
Krämer,
Walter (2. Aufl. 1993) Wie schreibe ich eine Seminar-, Examens-
und Diplomarbeit?, Stuttgart [ADN KRAEM]
Naef,
Regula (4. Aufl. 1975) Rationeller Lernen lernen, Weinheim
Preißner,
A. (1994) Wissenschaftliches Arbeiten, München
[ADN PREIS]
Rösner,
H. J. (1977) Die Seminar- und Diplomarbeit, München [ADN ROESN]
Seidenspinner,
Gundolf (9. Aufl. 1994) Wissenschaftliches Arbeiten, München [ADN
SEIDE]
Sesink,
Werner (2. Aufl. 1994) Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
ohne und mit PC, München [ADN SESIN]
Theisen,
M. R. (7. Aufl. 1993) Wissenschaftliches Arbeiten, München [ADN
THEIS]
Was ist wissenschaftliches Arbeiten?
Jacob
(1997), S. 11ff:
- „verschiedene erlernbare Techniken
zur Lösung bestimmter Probleme“ (S.11)
Informationverarbeitung: Beschaffung, Aufnahme, Auswertung
Informationsvermittlung: schrift, mündlich, Hilfsmittel
Seidenspinner
(1994), S. 9ff:
- nachvollziehbare Auseinandersetzung
mit einem bestimmten Thema (s.9)
Objektivität und Ehrlichkeit
Begriffserlärung und Begriffsverwendung
Überprüfbarkeit der Methoden
(soweit möglich) Vollständigkeit
Übersichtlichkeit
Sesink
(1994), S. 8ff
- „auf der Grundlage wissenschaftlicher
Erkenntnisse...in Auseinandersetzung mit den wissenschaftlichen
Auffassungen anderer sich...Gedanken zu machen und diese
in einer für andere verständlichen Form darzustellen“ (S.
9)
- „Fähigkeit zur Theoriebildung“
(S. 10)
Objektivitätsanspruch
Realitätsgehalt
Geltung außerhalb der Innenwelt des Individuums
Preißner
(1994), S. 1-3
- dient der Kommunikation unter
Wissenschaftlerinnen (S. 3)
systematisch
vollständig
objektiv
allgemeingültig
überprüfbar
Formen
wissenschaftlichen Arbeitens
Protokoll: Ergebnisprotokoll,
Verlaufsprotokoll, Mitschrift bei Vorlesungen
Referat/Vortrag: Infopapier/Thesenpapier
Übungs-/Seminar-/Hausarbeit:
in Gruppen oder allein
Klausur
Magister-/Diplomarbeit
Dissertation, Habilitationsschrift
Das
Protokoll
- Aufzeichnung über Übung, Seminar,
Konferenz, Diskussion etc.
-
Dokumentation des Verlaufs und der Ergebnisse, für Beteiligte und
Aussenstehende
Kopf:
welche Veranstaltung
Protokoll
der Sitzung/Übung/des Seminars:
Lachen ist gesund
wann
vom: 31. 2. 1999
wo
Laurel & Hardy-Universität,
Lachstadt
welches Thema
Thema der Sitzung:
Männerwitze sind doof
Leiterin der Veranstaltung
Leiterinnen: Bette
Midler, John Cleese
Teilnehmerinnen
Buster Keaton, Mr
Bean, Alice Schwarzer,
Hillary
Clinton, Monica Lewinski, Groucho
Marx...
Protokollantin
Alice Schwarzer
Ende:
Unterschrift des Protokollanten
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Ergebnisprotokoll
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Mischform
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Verlaufsprotokoll
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Inhalt |
Hypothesen und Schluß-folgerungen
(keine Diskussion), Ergebnisse |
sinngemässe Wiedergabe
der Diskussion, die wichtigsten Gedanken, (gegliedert und
geordnet von der Protokollantin) |
Verlauf der Diskussion
mit den einzelnen Beiträgen (mit/ohne Namen), chronologisch
geordnet |
| Vorteil
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Kürze, Übersichtlichkeit
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Übersichtlichkeit, relative
Genauigkeit |
Ausführlichkeit, absolute
Genauigkeit |
| Nachteil
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Nachvollziehbarkeit
kann nicht garantiert werden |
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Länge, Unübersichtlichkeit,
kein Unterschied wichtig/ unwichtig |
| Form |
- objektive Wiedergabe,
keine eigene Meinung (falls gefordert, deutlich absetzen -
„ergänztes Protokoll“)
- alle Literaturhinweise
müssen vollständig sein (erfordert Bibliographierarbeit)
- erkennbar strukturierte
Form |
Mitschrifttechniken
Funktion:
Fixierung von Gehörtem, mehr Sinne sind bei der Informationsaufnahme
beteiligt
Form: DIN
A 4-Blätter in einem Ordner, funktionierendes Schreibwerkzeug
zu
den Notizen im Ordner werden geheftet Handouts, Thesenpapiere, Zeitungsausschnitte etc. alles was zu diesem Thema gehört
Kennzeichnung der einzelnen Blätter der Notizen (z.B. Cleese/Midler/31.2..99/1)
Übersichtlichkeit: Absätze, Blätter einseitig beschriften,
pro Kapitel ein Blatt, breiter Rand für eigene Kommentare,
Fragen, etc.
Abkürzungen,
eigene oder „offizielle“ (Tip: am Anfang der Vorlesung ein gesondertes
Blatt für Abkürzungen dazuheften)
Beispiele
für die Einteilung von Notizseiten
I.
Notizen der Vorlesung/des Vortrags/des Referates
II.
Schlagwörter, Zusammenfassungen, Überschriften
III.
eigene Gedanken, Fragen, Querverweise
Inhalt:
Hauptpunkte (Kapitelüberschriften/Schlagwörter), Grundaussagen
Schlüsselwörter dazu, stichwortartige Erklärungen
Namen, Zahlen Daten
Begriffe, die man nicht versteht (später nachschlagen)
Fragen zu den Ausführungen/Verständnisfragen
Überarbeiten:
am besten am gleichen Tag
Klärung von Unverstandenem, Ergänzung von Lücken
klare Strukturierung, logische Anordnung (eventuell selbst
Überschriften machen)
Ordnen in Haupt- und Nebeninformationen (Unterstreichen,
Klammern, etc.)
zu jedem Hauptgedanken eigene Formulierungen finden (hat
man denn alles richtig verstanden?)
Definitionen der unverstandenen Begriffe hinzufügen
Referat/Infopapier/Thesenpapier
Referat:
(meist schriftlich vorformulierter) Vortrag
MÜNDLICHE verständliche Vermittlung (ZUHÖRERperspektive)
Form:
zwei Meinungen
1. Vorbereitung in Stichworten damit der Vortrag nicht zu
schnell und zu monoton wird,
eigene Formulierungen
sind verständlicher (Faulstich 1978)
2. Text vorher schriftlich ausformuliert für die Kontrolle
der Seminarleiterin, muß hinterher sowieso schriftlich
abgegeben werden (Sesink 1994)
Länge: ca. 30 min oder 3x 15 min
Vortragstechniken
1. das Publikum anschauen, nicht
mit den Augen auf dem eigenen Text kleben, laut und deutlich sprechen
2. Literaturangaben, Namen,
Daten, Zahlen an der Tafel anschreiben oder mit dem Overhead-Projektor
an die Wand werfen (Tabellen etc.), vorher oder wenn sie aktuell
sind (NICHT nach einem Kapitel)
3. NIE mit dem Rücken zum Publikum
reden, (erster Schritt: Tafelanschrift, zweiter Schritt: Tafelanschrift
erklären)
4. am Anfang das Thema, die
Fragestellung und die eigene Strukturierung des Referates erläutern
5. nach jeder inhaltlichen Einheit
(Kapiteln) eine kurze Zusammenfassung geben (wiederholen der Hauptaussagen
ERLAUBT und NOTWENDIG)
6. zur Unterstützung und Zusammenfassung
des Referates ein Thesenpapier und/oder Infopapier verteilen
Infopapier:
Zusammenfassung des Referates in Schlagzeilen, enthält meistens
auch die Tafelanschriften oder Overheadfolieninhalte, das ist KEIN
Thesenpapier
Thesenpapier:
enthält die eigene Meinung der Autorin in Form von (am besten für
die Diskussion provokanten) Thesen
- kurze einfache Aussagesätze
(wir brauchen keine Erklärung oder Argumentation, das wird mittels
des Referates und der Diskussion darüber abgehandelt)
- am besten Methode á la Luther:
durchnumerieren, das ist übersichtlich und man kann sich in der
Diskussion drauf beziehen (z.B.: Ich finde These 4 nicht
besonders stichhaltig, weil...)
Arbeitsmethoden
zur Erstellung eines Referates
Materialsuche
(in Bibliotheken) und Auswertung:
- Schlagwortkatalog, Systematischer
Katalog, Autoren- und Titelkatalog
- Sammeln, Prüfen (Gudjons 1990),
- Lesen ----- Verarbeitung
1. Exzerpt (Beispiel Gudjons 1990, S.32)
2. Abstract
3. Kopie (VORSICHT!!)
4. eigenen Sach- und Schlagwortkatalog mit Literaturverweisen
und Zitaten anlegen
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EXZERPT
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ABSRACT |
REGISTERKARTEN |
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S. |
Autorin, Titel, Quelle
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Autorin, Titel, Quelle
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Stich-/Sach-/ Schlagwort
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1
3
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das steht alles bei
Gudjons [Gott sei Dank]
auch der Abstract (S.32)
ist aber nicht so bei Jacob (Jacob 1997) |
1. Inhalt des Textes:
Fakten, Thesen, Hypothesen
2. wichtige Zitate (mit
Seitenangabe)
3. Infos zur Autorin
4. eigene Bemerkungen
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wo gefunden? (Quelle)
Zitat (auch mit Verweis
auf andere Quellen)
Verweis auf ein anderes
Stichwort |
Manuskripterstellung:
- schriftliches Brainstorming
----- Mindmapping
- nach Sichtung des Materials
----- grobe Gliederung
(eventuell mehrere Möglichkeiten)
- Gliederung Punkt für Punkt
abarbeiten:
ein Satz = ein Gedanke/ ein Abschnitt
= ein Thema
einfache Wortwahl trotzdem abwechslungsreich (Synonymenwörterbuch)
maßvolle Verwendung von Zitaten
Illustrationen, Tabellen etc. sind manchmal besser als Beschreibungen
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