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Großes Treffen von Deutschland-Alumni aus Südchina in Guangzhou

Der deutsche Generalkonsul in Guangzhou und der DAAD hatten eingeladen und mehr als 120 Deutschland-Alumni waren am 1. November zu einer eitägigen Tagung ins Grand Hyatt Hotel Guangzhou gekommen. Die Gäste kamen nicht nur aus Guangzhou sondern aus ganz Guangdong sowie aus den Provinzen Fujian, Guangxi und Hainan.
Generalkonsul Helmut Lüders und der Leiter der DAAD-Außenstelle Peking, Dr. Thomas Schmidt-Dörr begrüßten die Gäste und stimmten auf das vielfältige Programm des Tages ein. Frau Professor Wang Beibei, Vertreterin der Deutschland-Alumni in Guangdong, betonte in ihrer sehr persönlichen Begrüßungsansprache die Wichtigkeit der Botschafterrolle zwischen Deutschland und China, die den Deutschland-Alumni zukommt.
Anlass des Treffens, das aus Alumni-Projektmitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde, war der 20. Geburtstag der DAAD-Außenstelle Peking. Nach Treffen in Shanghai im Juni und Peking im Oktober, war das Treffen in Guangzhou der Schlusspunkt einer kleinen Veranstaltungsreihe der DAAD-Außenstelle Peking anlässlich ihres Geburtstags.

(c)Herr Lüders, Frau Rassuli, GZ AlumniDen Auftakt des Programms machte Herr Yang Zhixin, Vizepräsident der Zhongde Metal Group; in seinem Vortrag stellte er die ehrgeizigen Pläne für den Bau einer chinesisch-deutschen Ökomodellstadt vor den Toren der Stadt Jieyang vor. Mit der Modellstadt soll nicht zuletzt demonstriert werden, dass auch in dem vielerorts von Umweltproblemen geplagten China Stahlproduktion einerseits und deutsche Umweltstandards, nachhaltiges Leben und Wirtschaften andererseits nicht im Widerspruch zueinander stehen müssen.

Im Anschluss ging es in dem Vortrag von Dr. Thomas Schmidt-Dörr um „20 Years DAAD Beijing Office – two Decades of Dynamic Sino-German Higher Education Cooperation“, die er an sieben Meilensteinen der deutsch-chinesischen Wissenschaftskooperation illustrierte.

Am Nachmittag ging es mit zwei parallel tagenden Sektionen weiter:
Die eine Sektion richtete sich insbesondere an jüngere Rückkehrer aus Deutschland und wurde gemeinsam mit der deutschen Außenhandelskammer Guangzhou organisiert. Herr Xu Jingbo von der AHK und Frau Lina Jia, von Kautex Maschinenbau in Shunde referierten zu dem Thema „Tipps für die Bewerbung und den Job-Einstieg bei deutschen Firmen“. Mehr als 30 junge Rückkehrer nahmen an dem Erfahrungsaustausch teil, der von Frau Tang Xiaodan, von der DAAD-Außenstelle Peking moderiert wurde.
In der zweiten Sektion ging es in einer Podiumsdiskussion um aktuelle Trends der deutsch-chinesischen Hochschul- und Wissenschaftskooperation in Südchina. Mit Frau Professor Xu Yao, der stellvertretenden Leiterin des International Office der Sun Yat-sen Universität, und Frau Yao Min, der stellvertretenden Leiterin des International Office der South China University of Technology saßen Vertreterinnen der beiden besten Universitäten in Südchina auf dem Podium. Der Dritte im Bunde war Herr Professor Dr. Ralf Jauch vom Guangzhou Institute of Biomedicine and Health. Alle drei Diskutanten unterstrichen die Attraktivität Deutschlands und deutscher Institutionen als Partner in Lehre und Forschung. Deutlich wurde der Trend, individuelle Kooperationen und Einzelmaßnahmen verstärkt zu bündeln und zu institutionalisieren.
    

Nach einer kurzen Pause, in der fleißig Visitenkarten und Projektvorschläge für die Zukunft ausgetauscht wurden, ging es mit dem nächsten Highlight des Tages, der Alumni-Talkshow moderiert von Frau Li Wenai vom IC Guangzhou weiter, bei der Ehemalige aus verschiedenen Arbeitsbereichen über ihre persönlichen Erfahrungen in Deutschland berichteten und über Themen, wie die Karriereplanung und der Möglichkeit von Selbstverwirklichung im Beruf diskutierten.

Gemäß des Mottos „Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehen“ aus Goethes „Faust“ schloss der formelle Teil des Programms mit einem Beitrag von Herrn Chen Zhe, der mit der Idee einer Vereinsgründung für Deutschland-Alumni in Südchina die Frage reflektierte, wie das Netzwerk der Deutschland-Alumni noch lebendiger werden könnte.

Herr Jochen Künzel, ständiger Vertreter und Leiter des Kulturreferats des Generalkonsulats, lud die Deutschland-Alumni dazu ein, sich per E-Mail an info@kanton.diplo.de für den Kulturverteiler des Generalkonsulates zu registrieren.

Bevor es dann zum abschließenden deutschen Abendessen ging, bedankte sich die neue Leiterin des DAAD-Informationszentrums Guangzhou, Frau Sanaz Rassuli, bei allen Gästen und Mitwirkenden des Deutschland-Alumnitreffens und lud die Alumni dazu ein, selbst aktiv zu werden und versprach, solche Initiativen mit Rat und Tat zu unterstützen.

Sanaz Rassuli Pourrahim / Thomas Schmidt-Dörr

Exzellenz – Fördern: 20 Jahre DAAD-Außenstelle Peking

Treffen von Deutschland-Alumni in Peking

Mit einem eintägigen Symposium im Chinesisch-Deutschen Zentrum für Wissenschaftsförderung (CDZ) feierten knapp 180 Deutschland-Alumni, Partner und Freunde des DAAD, das 20-jährige Bestehen der DAAD-Außenstelle Peking.

Dr. Thomas Schmidt-Dörr

Nach Grußbotschaften des Bildungsministeriums – Leiter des Europareferats YANG Xiaochun – der Deutschen Botschaft – Leiter des Kulturreferats Enrico BRANDT – und der Western Returned Scholars Association (WRSA) – Generalsekretär Dr. LIU Qiang, hieß der Leiter der DAAD Außenstelle Peking, Dr. Thomas Schmidt-Dörr, die Gäste zu einem abwechslungsreichen und hochkarätig besetzten Programm willkommen. Die Themen reichten von der deutsch-chinesischen Wirtschaft und den deutsch-chinesischen Hochschulbeziehungen, über einen Workshop für jüngere Rückkehrer aus Deutschland bis zu einer Paneldiskussion zum Thema Innovation. Und ein Rückblick auf die 20-jährige Arbeit der DAAD-Außenstelle Peking fehlte natürlich ebenfalls nicht.

Den Anfang machte Herr WU Yongxin, Vizepräsident für Governmental Affairs von Siemens China. Er gewährte interessante Einblicke in die Entwicklung eines internationalen deutschen Konzerns in China. Er machte deutlich, dass in einem Land wie China, in dem es viele ungeschriebenen Regeln gibt, die von Beamten ausgelegt werden, die Kommunikation und Kooperation mit Behörden und Regierungsvertretern auf allen Ebenen eine wichtige Rolle spielt. Auch Corporate Social Responsibility (CSR), das soziale Engagement von Siemens in China, ist Teil der Kommunikation mit der Regierung, aber auch mit der Öffentlichkeit.

TANG Xiaodan und Dr. YU Dahai

Abgerundet wurde der Vormittag durch einen Rückblick auf die 20-jährige Arbeit der DAAD-Außenstelle Peking von Dr. Thomas Schmidt-Dörr. Anhand von sieben Meilensteinen demonstrierte er wesentliche Entwicklungen des akademischen Austausches und der deutsch-chinesischen Hochschulbeziehungen der letzten beiden Jahrzehnte. Die DAAD-Programme mit China waren bereits 20 Jahre vor der Gründung der Außenstelle in Peking begonnen worden. Das Vertrauen, das sich der DAAD in dieser Zeit bei den Partnern in China erworben hatte, war die Grundlage für die erfolgreiche Arbeit der Außenstelle. Im Jahr 1994 gab es bereits ca. 5.000 chinesische Studierende in Deutschland und mehr als 200 Kooperationen zwischen deutschen und chinesischen Hochschulen. Dass 20 Jahre später 27.000 chinesische Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben sein würden und die Zahl der institutionellen Kooperationen die 1000er Marke überschreiten würde, hatte sicher keiner der an der Gründung beteiligten Akteure vorausgeahnt.

Nach der Mittagspause ging es in zwei parallel laufenden Sektionen weiter: Einer Sektion zum aktuellen Stand der deutsch-chinesischen Hochschulbeziehungen und einem Workshop für jüngere Rückkehrer aus Deutschland.

In der Sektion zur deutsch-chinesischen Hochschulzusammenarbeit kamen zunächst die beiden wichtigsten vom DAAD gegenwärtig geförderten Hochschulprojekte zu Wort und berichteten aus laufenden Forschungen. Prof. Dr. XIE Libin leitet das Chinesisch-Deutsche Institut für Rechtswissenschaften an der China University of Polictical Science and Law, das vom DAAD als „Exzellenzzentrum“ aus Mitteln des Auswärtigen Amtes unterstützt wird. Prof. XIE ist Verfassungsrechtler und sein Thema war der gegenwärtige Stand der chinesischen Verfassungsreform und deren Perspektiven – vor dem Hintergrund des parallel tagenden 4. Plenums des 18. Zentralkomitees der KP Chinas ein an Aktualität kaum zu überbietendes Thema.

Als Zweiter im Bunde sprach Prof. Dr. HUANG Liaoyu, Direktor des Zentrums für Deutschlandstudien (ZDS) an der Peking Universität. Das ZDS wird vom DAAD als eines von weltweit 15 Zentren für Deutschland- und Europastudien ebenfalls aus Mitteln des Auswärtigen Amtes unterstützt. Gemeinsam mit den Partnern an der Freien Universität und der Humboldt Universität Berlin, hat das ZDS im Sommer 2014 einen interdisziplinären Workshop zum Thema „Zeitenwenden“ ausgerichtet. Pointiert wie immer kommentierte Prof. HUANG aktuelle Forschungsergebnisse über die Erforschung des Ersten Weltkriegs aus dem Blickwinkel eines chinesischen Deutschlandforschers.

Der zweite Schwerpunkt des Panels galt dem Stand und den Zukunftsaussichten der deutsch-chinesischen Hochschulzusammenarbeit. Mit der Tsinghua Universität und der Peking Universität berichteten die beiden chinesischen Top-Universitäten über ihre Zusammenarbeit mit deutschen Partnern. Beide Universitäten arbeiten mit zahlreichen deutschen Hochschulen zusammen. Die Tsinghua Universität setzt dabei insbesondere, wie aus dem Bericht von Frau Dr. LI Yuhong, stellvertretende Direktorin des International Office, deutlich wurde, auf den Ausbau und die Vertiefung der Kooperation mit der RWTH Aachen zu einer strategischen Partnerschaft. Die Peking Universität, so berichtete Frau LI Yun, stellvertretende Abteilungsleiterin für die Kooperationen mit Deutschland, setzt gegenwärtig eher auf eine Diversifizierung mit verschiedenen Partnern.

 

Trainer YOU Zhiqiang während des Workshops

„Erfolgreicher im Beruf: Besser Kommunizieren und Verhandeln“ war das Thema des als Sektion 2 veranstalteten Workshops für junge Rückkehrer aus Deutschland, für den sich etwa 50 Ehemalige angemeldet hatten. Moderiert von Frau TANG Xiaodan, die an der DAAD-Außenstelle Peking für die Alumniarbeit zuständig ist, und Herrn YOU Zhiqiang, Senior HR Recruiting Manager von Audi China, ging es darum, unter welchen Gesichtspunkten Firmen Mitarbeiter auswählen und wie man seine eigene Karriere fördern kann. Er sprach Punkte an wie Interesse am Job, Motivation, Erwartungshaltung, sowie die eigenen Fähigkeiten und Begabungen. Im zweiten Abschnitt des Workshops hatten die Teilnehmer die Gelegenheit individuelle Fragen vorzubringen.

Höhepunkt und Abschluss des Nachmittagsprogramms war eine Paneldiskussion zum Thema „Innovation– China auf dem Weg zur Spitze“. Unter der Moderation von Herrn Helmut SPITZL, Wissenschaftsattaché der österreichischen Botschaft, diskutierten der Direktor des Institute of Policy and Management der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. MU Rongping, Dr. YU Dahai, vormaliger Vorstand des Evonik-Konzerns und Managing Director der Dr. Yu Consulting and Investment GmbH, sowie Herr CAO Yi, Managing Partner Source Code Capital.

Von links: Prof. Dr. MU Rongping, Dr. YU Dahai, CAO Yi und Helmut SPITZL

Nach dem Willen der chinesischen Regierung soll China in zehn Jahren zu einem innovativen Land werden. Dann sollen in China nicht nur Innovationen angewandt werden, die anderswo erfunden worden sind, sondern China soll bis dahin zu einem Standort werden, der zu den Treibern weltweiter Innovation zählt. In der Diskussion ging unter anderem um eine Standortbestimmung – wo steht China heute? Diese Frage kann kaum jemand kompetenter beantworten als Prof. MU, dessen Institut zu den führenden Thinktanks in China zählt, die sich im Auftrag der Regierung mit dem Monitoring der Entwicklung des Wissenschaftsstandorts China und der Messung von Innovation befassen. Als Innovationsland verortet Prof. MU China gegenwärtig im Mittelfeld, zielstrebig den Weg zur Spitze weiter verfolgend. Die Erfolge, die China bereits erzielt habe, könne man bei einem Vergleich mit den anderen BRICS Ländern deutliche sehen. Statistische Erhebungen belegen, dass China als einziges dieser Länder nicht nur wirtschaftliche Erfolge zu verzeichnen hat, sondern auch einen Aufstieg im Innovationsranking.

Wichtige Indikatoren, an denen dies festzumachen sei, umfassen u.a. die hohe Anzahl der jährlichen PhD-Absolventen oder die staatlichen Investitionen in den R&D Bereich, und – auf der Outputseite – die gestiegene Anzahl von Patentanmeldungen und wissenschaftlichen Zitationen. Eine große Herausforderung sah er darin, die Effizienz des chinesischen Innovationssystems zu steigern.

Dr. YU stimmte der Analyse von Prof. MU zu. Aus seiner langjährigen Tätigkeit bei Evonik, einem der führenden, weltweit tätigen deutschen Chemieunternehmen, wies er darauf hin, dass Innovation zu stark mit wissenschaftlichem und technischem Fortschritt gleichgesetzt werde. Ein kritischer Punkt sei das Innovationsmanagement, denn gute Ideen allein sind noch keine Innovation. Die Innovation entstehe erst durch die Umsetzung in die Praxis. Dies zu erreichen und sicher zu stellen, sei Aufgabe von Innovationsmanagement; jede neue Idee benötige einen Befürworter in der Führungsspitze, damit ein Unternehmen oder eine Institution deren Umsetzung verfolgt.

Großes Verbesserungspotential gibt es in China auch im Bereich der Finanzierung von Start-Ups. Gerade für private Gründungen fallen die großen Banken als Geldgeber weitgehend aus. Günstiger sei die Situation für Start-Ups im IT-Bereich und auf Gebieten wie Internetmarketing und-sales, berichtete Herr CAO, in denen der Venture Capital Markt in China sehr dynamisch sei. Junge Unternehmer und Entwickler müssten nicht mehr nur auf privates Kapital oder persönliche Beziehungen zurückgreifen, sondern könnten mit überzeugenden Geschäftsmodellen ihre innovativen Vorhaben finanzieren.

Zum Abschluss erinnerte Moderator Helmut Spitzl an die zwischen Deutschland und China bestehende Innovationspartnerschaft und dem von den beiden Regierungen jüngst in Berlin für 2015 vereinbarten deutsch-chinesischen Jahr der Innovation. Dieses wird sicher Gelegenheiten bieten, sich weiter mit diesem interessanten und wichtigen Thema zu befassen.

Bevor das Alumnitreffen zum 20-jährigen Bestehen der DAAD-Außenstelle Peking bei gutem Essen und regen Gesprächen seinen Abschluss fand, bedankte sich Frau Ruth SCHIMANOWSKI, stellvertretende Leiterin der DAAD-Außenstelle Peking bei allen Mitwirkenden für ihre Beiträge und den Pekinger Deutschland-Alumni für die anregenden Gespräche und Diskussionen.

Thomas Schmidt-Dörr

Alumni-Treffen in Hunan erfolgreich abgeschlossen

Round Table DiscussionRound Table DiscussionHunan Alumni-Ausschuss

Changsha – Die für Kultur bekannte, vor über 2000 Jahren gegründete Stadt, wurde am 20. September 2014 zum Schauplatz des dritten Deutschland-Alumni -Treffens der Provinz Hunan. Die stellvertretende Leiterin der DAAD Außenstelle Peking, Ruth Schimanowski, und die Ansprechpartnerin für die Deutschland-Alumni in Hunan, Professorin Liu Xiaoyan, empfingen zusammen die insgesamt 40 Teilnehmer des Treffens.

Das regionale Alumni-Treffen bietet einerseits die Möglichkeit zum Austausch und Wiedersehen, ist aber auch dazu gedacht, nützliche Informationen aus verschiedensten Bereichen an die Teilnehmer weiterzugeben. Bei diesem Treffen standen folgende Themen im Fokus:

Medizin – Der leitende Arzt, der ophthalmologischen (augenärztlichen) Abteilung des Changshaer Xiang Ya Krankenhaus, Dr. Xiao Bayi, machte die Alumni darauf aufmerksam, Augenkrankheiten vorzubeugen. Er analysierte Gründe für das Auftreten von Augenkrankheiten in der heutigen Zeit und ging darauf ein, wie man rechtzeitig vorsorgen, bzw. Gegenmaßnahmen treffen kann. Außerdem berichtete er darüber, wie das Xiang Ya Hospital die populäre App WeChat nutzt, um Informationen zu Augenkrankheiten sowohl Patienten zu vermitteln als auch einem breiten noch unbetroffenen Publikum zugänglich zu machen.

Arbeitswelt – In der heutigen Gesellschaft wird immer mehr Wert auf Innovation gelegt. Die Einhaltung des Urheberrechts, kann die Entwicklung neuer Ideen um ein Vielfaches steigern. Forscher und Beschäftigte anderer Industriezweige müssen dieses Recht verstehen und mit der Materie vertraut sein. Deshalb teilte Dr. Yu Ling, Humboldtianerin und Professorin an der Law School der Hunan University, ihr Fachwissen mit den Alumni und ließ sie an ihren Erfahrungen teilhaben.

Alumni-Arbeit – Die Entwicklung und der Ausbau des Deutschland-Alumni Netzwerks, ist eine der Aufgaben des APD (Alumniportal Deutschland) und des DACH-(Deutschland-Alumni China) Projekts. Frau Jiang Ying, Trainerin der AHK Peking, und Frau Tang Xiaodan, DAAD Außenstelle Peking, berichteten über diese Aufgabe Die Hunaner Alumna Liu Xiaoyan übernahm die Moderation der anschließenden Debatte. In den entstandenen Gruppendiskussionen wurden Aspekte der Kommunikation und der Durchführung von Veranstaltungen thematisiert. Zahlreiche regionalen Alumni brachten eigene Vorschläge und Anregungen ein, woraus dann das Hunaner Alumni-Komitee entstanden ist.

„Wandel durch Austausch“- Dieses Motto ist nicht nur Ziel der jahrelangen Arbeit des DAAD, es ist auch die Botschaft des vielfältigen Austauschs zwischen Deutschland und China. Die Alumni arbeiten mit Hingabe an der Umsetzung dieses Leitgedankens und freuen sich, dass das Alumni-Netzwerk dieses Vorhaben in Zukunft noch stärker fördern wird.

TANG Xiaodan


Austausch • Wandel • Verbinden − Regionales Alumni-Treffen 2014 in Shanghai

Als weltweit größte akademische Förderorganisation hat sich der DAAD in seiner Arbeit stets an seinem Motto „Wandel durch Austausch“ orientiert. Die DAAD-Außenstelle Peking wurde 1994 eingerichtet, und im Verlauf der 20 Jahre ihres Bestehens haben sich ihre Aufgaben und Arbeitsgebiete unablässig erweitert und vertieft. So betreut die DAAD-Außenstelle neben Stipendienprogrammen auch das Marketing für den Hochschulstandort Deutschland und die deutschen Hochschulen sowie das Projekt Deutschland-Alumni China. Im Rahmen dieser drei großen Arbeitsfelder tritt die DAAD-Außenstelle Peking ununterbrochen für die Intensivierung des personellen und akademischen Austausches zwischen China und Deutschland ein und ist zugleich ein wichtiges Bindeglied für die Freundschaft beider Länder.

In diesem Jahr wird die Außenstelle Peking die Ausrichtung einer Reihe von Jubiläumsveranstaltungen übernehmen. Die erste dieser Veranstaltungen fand am 14. Juni im Rahmen des diesjährigen Regionaltreffens der Alumni in Shanghai an der Fudan-Universität statt, zu der über 100 Deutschland-Alumni aus Hochschulen, Unternehmen und kulturellen Organisationen sowie chinesische und deutsche Ehrengäste erschienen waren.

Begrüßt wurden die Anwesenden durch den Hauptveranstalter des Treffens, den Leiter der DAAD-Außenstelle Peking Herrn Dr. Thomas Schmidt-Dörr, der in seiner Eröffnungsrede einen Überblick über den Wandel der DAAD-Außenstelle im Verlauf der vergangenen 20 Jahre gab. Weitere Grußworte wurden vom Vorsitzenden der Vereinigung der DAAD-Alumni in der Shanghai Overseas Returned Scholars Association (SORSA), Herrn Sheng Huanye, und dem Direktor des Foreign Affairs Office der Fudan-Universität Prof. Zhu Chouwen gehalten.

Anschließend eröffneten Herr Prof. Dr. Jiang Feng, Vorsitzender des Hochschulgremiums an der Shanghai International Studies University sowie Frau Dr. Schmidt vom Wirtschaftsreferat des Deutschen Generalkonsulats in Shanghai die Veranstaltung mit Beiträgen aus jeweils akademischer und wirtschaftlicher Perspektive: Herr Prof. Jiang, der viele Jahre in Deutschland gelebt und gearbeitet hat, stellte sein persönliches Verständnis des Begriffs „Universität“ sowie die darin inbegriffene Bedeutung und Verantwortung vor. Die durchaus philosophische Rede ließ den Zuhörern Raum für eigene Überlegungen. „Sind die goldenen Jahre im China-Geschäft schon vorbei?“ – diese Frage wird beständig in den deutschen Medien debattiert. Von der Makroperspektive der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen ausgehend, bot Frau Dr. Schmidt vom Deutschen Generalkonsulat Shanghai den Teilnehmern eine objektive Analyse der Problematik. Darüber hinaus betonte sie, dass die Investitionszusammenarbeit beider Länder keine Einbahnstraße, sondern vielmehr ein gemeinsames Wachstum nach dem Prinzip des beiderseitigen Profits seien werde.

Um den Alumni aus Hochschulen und Unternehmen geeigneten Raum für Information und Debatten zu bieten, gliederte sich das Programm in zwei parallel stattfindende Vortragssektionen:

Sektion „Trends und Perspektiven der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit in Hochschule und Forschung“: Frau Feng Yiping von der Tongji-Universität, Herr Prof. Jin Guangyao von der Fudan-Universität, Herr Prof. Dr. Feng Xiao von der Chinesisch-Deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften (CDHAW) an der Tongji Universität sowie Herr Prof. Chen Bin, Vizepräsident der University of Shanghai for Science and Technology (USST) stellten den Anwesenden Modellbeispiele für Kooperationen auf Universitätsniveau sowie deutsch-chinesische Studienprogramme aus Shanghai vor und teilten ihre Analysen und Erfahrungen.

Sektion „Career Talks“: Frau Annabelle Cao, Leiterin der Bosch China Talent Acquisition, sowie Herr Dr. Li Ruicheng, Präsident der SAP-Labore China, waren mit ihren Teams erschienen, um den jungen Rückkehrer aus Deutschland die Talentstrategien und Möglichkeiten der Karriereentwicklung in ihren Unternehmen vorzustellen.

Career TalksCareer Talks

Viele Deutschland-Alumni haben in Deuschland eine strenge Ausbildung durchlaufen und kehren nun für ihre Karriere nach China zurück. Dabei verteilen sie sich auf verschiedene Organisationen und Arbeitsbereiche in ganz China, einige von ihnen trete auch als Existenzgründer auf. Frau Prof. Zhang Kejing von der Donghua Universität, Herr Dr. Feng Jing von Evonik Degussa (China) sowie der Unternehmensgründer Herr Zhou Yitian tauschten sich mit den anwesenden Alumni zu den Themen „Unternehmen, Talente, Selbsteinschätzung, Karrieremöglichkeiten und Unternehmensgründung“ aus.

Zum Abschluss der Veranstaltung resümierte der Leiter des DAAD-Informationszentrums Shanghai, Herr Thomas Willems, seine fünfjährigen Arbeit in Shanghai. Herr Willems wird in diesem Sommer nach Deutschland zurückkehren, weshalb er seinen Vortrag unter den prägnanten Titel „Jetzt ist Schluss“ stellte.

Das DACH-Regionaltreffen in Shanghai gehört zu einer Veranstaltungsreihe der DAAD-Außenstelle Peking anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums. Die Reihe wird mit Veranstaltungen in Peking und Guangzhou im zweiten Halbjahr fortgesetzt.

Alumni-TalkshowAHK

Tang Xiaodan

Regionales Treffen der Deutschland-Alumni in Lanzhou 2014

Mitten durch das Zentrum der Provinzhauptstadt Lanzhou fließt majestätisch der Gelbe Fluss: Hier hat das diesjährige, erste regionale Deutschland-Alumni-Treffen stattgefunden. Fast 70 Alumni von der Lanzhou Universität sowie vom Institut für Moderne Physik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (IMP-CAS) versammelten sich an diesem regnerischen Frühsommernachmittag. Eingeladen hatten der DAAD, vertreten durch die stellvertretende Leiterin der Pekinger Außenstelle, Ruth Schimanowski, und der regionale Ansprechpartner der Deutschland-Alumni, Li Honghai. Der ehemalige Präsident der Universität Lanzhou und ebenfalls Deutschland- Alumnus, Prof. Li Fashen, begrüßte die Anwesenden und hieß alle herzlich willkommen.

Drei Jahre ist es her, dass das letzte Treffen der Deutschland-Alumni in Lanzhou stattgefunden hat. Zu Beginn der Veranstaltung lernten sich die Teilnehmer in einer Vorstellungsrunde zunächst näher kennen: Die ältere Generation, aus verschiedenen Fachrichtungen stammend und die spätere Elite der Forschung und Lehre darstellend, waren ebenso vertreten wie die jungen Rückkehrer aus dem Ausland. Dr. Xiao Guoqing, Direktor des IMP-CAS, sowie Stephan Müller, International Sales Process Manager bei „Netzsch Pumps Lanzhou“, der einzigen deutschen Firma in Lanzhou, stellten die enge Kooperation und Entwicklung zwischen der Stadt Lanzhou und Deutschland im Bereich Wissenschaft und Forschung bzw. Wirtschaft und Handel vor. Die Kooperation zwischen CAS und der deutschen Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) begann vor 37 Jahren. Die entsprechenden wissenschaftlichen Kooperationen reichen von Lebenswissenschaften bis Festkörperphysik, von Grundlagenforschung bis hin zur angewandten Entwicklung. Der Familienbetrieb „Netzsch Pumpen“ hat sich bereits vor elf Jahren in Lanzhou nieder gelassen. Stephan Müller beschrieb die Entwicklung und Erweiterung von Netzsch in der Stadt.

Im Programmpunkt „Alumni diskutieren“ erinnerten sich Dr. Yang Bao vom Cold and Arid Regions Enviromental & Engineering Institute der CAS, Yang Xue, Dozentin an der Deutschabteilung der Lanzhou Universität und Prof. Du Guanghua des IMP-CAS gemeinsam mit den Alumni an ihre Zeit in Deutschland. Sie berichteten von ihren persönlichen Gefühlen und Erfahrungen, über ihr Auslandsstudium in Deutschland und ihre Rückkerhr in die Arbeitswelt in China. Darüber hinaus diskutierten die Alumni noch, wie künftig der Austausch und der Kontakt zwischen den Deutschland-Alumni in dieser Region weiter gefördert werden kann. Li Honghai und Prof. Wang Tieshan trugen mit ihren Ratschlägen und Ideen zur Diskussion bei. Jiang Ying, Senior Manager der AHK,erläuterte das Projekt Alumniportal Deutschland (APD), eine interaktive Kommunikationsplattform im Internet für weltweite Deutschland-Alumni mit Informationen und Möglichkeiten zur Kontaktsuche.

Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Abendessen unter dem Motto: „So ein schöner gemeinsamer Abend wie dieser bleibt unvergesslich.” 。

Tang Xiaodan

Regionales Alumni-Treffen 2013 in Chengdu

„Gemeinsam mit dem Generalkonsulat Chengdu hat der DAAD am 16. November das letzte regionale Alumni-Treffen des Jahres ausgerichtet. Deutschland-Alumni aus Sichuan, Chongqing und Yunnan waren der Einladung gefolgt und wurden in Chengdu von Konsul Dr. Gerold Amelung, dem Leiter der DAAD-Außenstelle Peking Herr Dr. Thomas Schmidt-Dörr und dem regionalen Ansprechpartner für Alumni in Chongqing Prof. Li Daxue begrüßt. Dr. Amelung nahm dabei mit treffenden Worten vorweg: „Ich kann sagen: Begegnungen mit Deutschland-Alumni gehören für mich persönlich immer zu den erfreulichsten Terminen hier in China. Auch wenn man sich dabei zum ersten Mal begegnet: Man hat immer gleich das Gefühl, unter alten Freunden zu sein.“

„Frei nach dem Motto „Es gibt kein größeres Glück auf Erden als Freunde, und nichts beglückt uns mehr als ein Gespräch“ diente eine Diskussionsrunde dazu, sich gemeinsam an die Zeit in Deutschland, aber auch die Phase der Rückkehr nach China und des Berufseinstiegs zu erinnern. Auf dem Podium saßen hierzu drei Deutschland-Alumni aus Finanzwesen, Architektur und Kunst: Frau Yu Lijun von der Chengdu (Sichuan-Tibet) Stock Exchange Corporation, Herr Xie Xudong, Geschäftsführer von Xin Zhu Honghu Real Estate, sowie Prof. Zhang Wenkun vom Musikkonservatorium Sichuan.

„Hereinholen und hinausgehen“ war stets ein Anliegen aller Deutschland-Alumni. Diesem Grundsatz folgend sprach Dr. Xu Zhi von der Southwestern University ofFinanceand Economics zur Energiewende in Deutschland und aktuellen Entwicklungen in China. Wie sich soziale Medien zur weiteren Vernetzung der Alumni nutzen lassen und mit welchen Mitteln Alumni-Arbeit in Zukunft gestaltet werden könnte besprachen nacheinander Frau Jiang Ying von der AHK und der Leiter der DAAD-Außenstelle Peking Dr. Schmidt-Dörr.

Die angeregten Unterhalten fanden beim abschließenden Abendbankett ihren Höhepunkt: Im Rahmen des sorgfältig vom Generalkonsulat Chengdu geplanten Abends schwelgten die Alumni sodann nicht nur in gemeinsamen Erinnerungen, sondern auch in lange entbehrter deutscher Küche.

„Wir waren die Glücklichen“ – Vor 60 Jahren gingen die ersten Studierenden aus der Volksrepublik China zum Auslandsstudium nach Deutschland

„Für die jährlichen Kosten eines Studierenden im Ausland mussten 20 Bauern ein ganzes Jahr hart arbeiten. Wir waren die Glücklichen, die im Ausland studieren konnten, und uns war bewußt, wie wichtig unsere Aufgabe war.“ Mit diesen Worten erinnerte Frau Chen Hanli bei der Begrüßung der Ehrengäste am 19. Oktober an die Umstände kurz nach der Gründung der Volksrepublik China. Ministerpräsident Zhou Enlai selbst hatte zu den über 1000 jungen Menschen gesprochen, bevor diese zu ihrer Ausbildung zu Fachkräften für den sozialistischen Aufbau in befreundete Länder reisten. Die meisten studierten in der ehemaligen Sowjetunion, aber 33 Studierende reisten 1953 mit der Eisenbahn über Moskau und Berlin nach Leipzig. Dort lernten sie zunächst an der Arbeiter- und Bauernfakultät ein Jahr Deutsch, bevor sie ihr Fachstudium an verschiedenen Universitäten der DDR aufnahmen. „Wir haben die in uns gesetzten Erwartungen nicht enttäuscht, mit ganzer Kraft studiert und das Studium mit guten Leistungen abgeschlossen“, sagt der Gruppenälteste Herr Tang Weicheng, der u.a. für das Ministerium für Wissenschaft und Technologie und dreimal als Botschaftsrat viele Jahre in Bonn tätig war. „Jeder von uns hat nach der Rückkehr nach China wertvolle Beiträge in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für die Entwicklung des Landes geleistet. Darauf können wir stolz sein.“

In den folgenden Jahren wurde jedes Jahr eine Gruppe junger Studierender nach Deutschland geschickt, insgesamt waren es knapp 200 Personen. Die von den Absolventen bekleideten Positionen sind beeindruckend und waren ein verlässliches Fundament vor allem auch für die deutsch-chinesischen Beziehungen. Wie der langjährige Botschafter a.D. in Deutschland Herr Professor Mei Zhaorong sowie die ehemalige stellvertretende Leiterin der internationalen Abteilung des ZK der KPCh, Frau Huan Guoying, sind die Leipziger Alumni Zeitzeugen der deutsch-deutschen Geschichte – die persönlichen Gespräche während den Feierlichkeiten hatten für die stellvertretende Leiterin der DAAD-Außenstelle Peking, Frau Ruth Schimanowski, eine faszinierende historische Dimension. Die hervorragenden Deutschkenntnisse zeugen bis heute von der Intensität des Auslandsaufenthaltes und der tiefen Verbindung zu Deutschland.

Herr Doktor Lu Junqin von der Deutschabteilung des WRSA, die auf Anregung einiger Leipziger Alumni in den 80er Jahren gegründet worden war, überbrachte in einer kurzen Ansprache herzliche Grüße. Erst lange nach dem Mittagessen verabschiedeten sich die über 80 Alumni voneinander, sprachen sich die besten Wünsche für Gesundheit und die Familie aus mit der Hoffnung, sich bald wiederzusehen und die gemeinsamen Erinnerungen weiter zu pflegen.

Ruth Schimanowski

Regionales Alumni-Treffen in Wuhan 2013

Das dritte DACH-Regionaltreffen dieses Jahres fand am 19. Oktober in Wuhan statt. Eingeladen waren Deutschland-Alumni der Provinzen Hubei, Hunan, Henan und Jiangxi. Wuhan, Standort vieler bedeutender Hochschulen und Forschungseinrichtungen, zeigte sich bei goldenem Herbstwetter von seiner besten Seite. Die mehr als 40 Teilnehmer wurden vom Leiter der DAAD-Außenstelle Peking, Herrn Dr. Thomas Schmidt-Dörr, und von Herrn Li Yunzhong begrüßt.

Li Yunzhong ist nicht nur Ansprechpartner des DAAD für Deutschland-Alumni in Hubei, sondern auch ein großer Aktivposten der deutsch-chinesischen Beziehungen in Wuhan. Beginnend in der zweiten Hälfte der 80er Jahre hat er die Städtepartnerschaft zwischen Wuhan und Duisburg maßgeblich mitgestaltet. Als Organisator von Kulturveranstaltungen mit Deutschlandbezug trägt er immer wieder zur Bereicherung des kulturellen Lebens in Wuhan bei. Schließlich war er auch – gemeinsam mit Prof. Dong von der Tongji Medizinischen Fakultät der HUST – Mitinitiator des Stammtisches der Deutschland-Alumni in Wuhan, der mehrmals jährlich stattfindet.

Der erste Höhepunkt des abwechslungsreichen Programms war eine Paneldiskussion mit vier Alumni unterschiedlichen Fach- und Berufshintergrunds, welche die persönlichen Erfahrungen der Alumni aus ihren Deutschlandaufenthalten reflektieren sollte. Die Diskussionsleitung übernahm Frau Tang Xiaodan von der DAAD-Außenstelle Peking. Das Themenspektrum reichte von deutsch-chinesischen interkulturellen Erfahrungen über Probleme, mit denen die Alumni nach ihrer Rückkehr nach China zu kämpfen hatten, bis hin zu Tipps für angehende Auslandsstudierende sowie gerade zurückgekehrte Deutschland-Alumni. Gesprächspartner waren Herr Xu Gongjin, Direktor der Brauereischule Hubei, Frau Wei Chen, Deutschlehrerin an der Mittelschule Nr. 1 der Central China Normal University, Herr Dr. Wang Haihao vom Wuhan Tongji Hospital sowie Herr Li Yunzhong.

Nach einer Pause ging es mit zwei Fachvorträgen weiter. Zunächst stellte Herr Dr. He Hong die Helmholtz-Gemeinschaft und ihre Kooperationen in China vor. Herr He, der selbst Deutschland-Alumnus ist, aus Hubei stammt und an der Huazhong University for Science and Technology studiert hat, hat das Pekinger Büro der Helmholtz-Gemeinschaft aufgebaut, das vor Kurzem seinen 10. Geburtstag feiern konnte. Als zweiter Redner sprach Prof. Ouyang Chenxi vom Wuhan Union Hospital über die Entwicklung der Translationalen Medizin in China, einem noch weitgehend neuen Fachgebiet.

Zum Abschluss des Tagungsprogramms stellte Herr Dr. Schmidt-Dörr die Ergebnisse einer Online-Befragung unter chinesischen Deutschland-Alumni dar, die Anfang 2013 durchgeführt wurde, und stellte Überlegungen an, wie der DAAD in Zukunft mit dem DACH-Netz zusammenarbeiten könnte. Dies lieferte reichlich Stoff für Diskussionen, die beim nachfolgenden gemeinsamen Abendessen in angenehmer, freundschaftlicher Atmosphäre fortgesetzt wurden.

Thomas Schmidt-Dörr

Abendessen mit Freunden – Treffen von Deutschland-Alumni in Hefei

Mehr als 40 Deutschland-Alumni aus Hefei waren am 24. September 2013 zu einem Regionaltreffen zusammengekommen, um einen gemeinsamen Abend in bester Stimmung zu verbringen. Begrüßt wurden die Teilnehmer vom Leiter der DAAD-Außenstelle Peking, Thomas Schmidt-Dörr, der zu Besuchen der Universität Hefei und der University of Science and Technology of China (USTC) nach Hefei gekommen war. Die lokale Organisation des Treffens wurde von Herrn Hong Lei vom Deutschland-Zentrum der Universität Hefei tatkräftig unterstützt.

Die Mehrheit der Teilnehmer und auch der DACH-Alumni in Hefei insgesamt steht mit der Universität Hefei in Verbindung. Diese pflegt dank der Partnerschaft zwischen der Provinz Anhui und dem Bundesland Niedersachsen seit 1986 rege Kooperationsbeziehungen mit einer ganzen Reihe von niedersächsischen Fachhochschulen. Die Spannweite der Zusammenarbeit reicht dabei vom Hochschullehreraustausch bis hin zu gemeinsamen Doppelabschlussprogrammen. Diese langjährige Zusammenarbeit spiegelte sich in ihrem ganzen Facettenreichtum auch in den anwesenden Deutschland-Alumni wider.

Thomas Schmidt-Dörr

Großer Andrang beim Sommerfest des DAAD und der WRSA 2013

Am 7. September war es wieder soweit: Der historische Siheyuan der Western Returned Scholars Association (WRSA) öffnete seine Tore für das traditionelle gemeinsame Sommerfest des DAAD und der Abteilung der Rückkehrer aus Deutschland und Österreich der WRSA. In „kaiserlicher“ Atmosphäre und bei bestem Pekinger Herbstwetter trafen sich 200 Pekinger Deutschland-Alumni. Gerne wären noch sehr viel mehr Alumni zu dem beliebten Fest gekommen, das bereits zu einer Pekinger Institution geworden ist. Aufgrund von Auflagen des Brandschutzes musste die Zahl der Teilnehmer aber leider begrenzt werden.

Die gut gelaunten Gäste wurden von der Präsidentin der Abteilung der Rückkehrer aus Deutschland und Österreich der WRSA, Frau Professor Li Xiaoxin, dem Leiter der DAAD-Außenstelle Peking, Herr Dr. Thomas Schmidt-Dörr und der stellvertretenden Leiterin der Kulturabteilung der deutschen Botschaft, Frau Catrin Czyganowski, begrüßt.

Bei Bier und deutschem Essen kam schnell beste Laune auf. Die musikalische Begleitung durch Studierende der Capital Medical University und ein von Frau Tang Xiaodan von der DAAD-Außenstelle charmant moderiertes Kennenlernspiel trugen ihren Teil zum Gelingen des Festes bei.

Der DAAD und die WRSA haben sich besonders gefreut, unter den Teilnehmern des Sommerfestes auch viele junge Deutschland-Rückkehrer begrüßen zu können. Die Integration dieser Rückkehrer in das Netzwerk der Deutschland-Alumni in China liegt beiden Organisationen besonders am Herzen.

Weitere Fotos sind auf den Seiten der Gruppe „Deutschland-Alumni China“ im Alumniportal Deutschland (APD) zu finden (www.alumniportal-deutschland.org – Registrierung notwendig).

Regionales Alumni-Treffen in Hangzhou 2013

Der Tang-Dichter Bai Juyi schrieb einst über Hangzhou: „Voll Nostalgie erinnere ich mich der Region südlich des Jangtse, insbesondere aber der Stadt Hangzhou.“

Als Hauptstadt der Provinz Zhejiang ist Hangzhou nicht nur für seine Sehenswürdigkeiten berühmt, sondern auch für seine namhaften Bildungseinrichtungen – seit jeher hat die Stadt unzählige Talente und Berühmtheiten hervorgebracht. Und so verwundert es nicht, dass am 18. Mai 2013 mehr als 60 Deutschland-Alumni verschiedener Fach- und Arbeitsbereiche aus ganz Zhejiang der Einladung zu einem regionalen Alumni-Treffen folgten. Nach einer Begrüßung durch Herrn Dr. Thomas Schmidt-Dörr, Leiter der DAAD-Außenstelle Peking, nutzten auch die Ehrengäste Prof. Huang Dongsheng, Direktor des Volkskrankenhauses der Provinz Zhejiang, Prof. Fan Jieping, stellvertretender Generalsekretär der Zhejiang Universität, sowie der ehemalige Vizepräsident derselben, Prof. Feng Pei’en, die Gelegenheit für Grußworte.

Es folgte eine Alumni-Talkshow, in deren Rahmen Herr Prof. Huang Dongsheng und Frau Prof. Li Yuan von der Zhejiang Universität sowie Herr Wan Jun, Geschäftsführer von Yiwu Zeyu Investment, Erfahrungen aus ihrer Zeit in Deutschland sowie nach ihrer Rückkehr nach China Revue passieren ließen. Die geteilten Erinnerungen riefen breite Zustimmung hervor, und schnell wurde das Gespräch um persönliche Erlebnisse des Publikums ergänzt. Die Sprecher ließen es sich dabei nicht nehmen, relevante Empfehlungen für zukünftige Deutschlandaufenthalte und die Rückkehr von Alumni in ihre Heimat auszusprechen.

Nachdem sich die Alumni auf Anregung von Frau Pan vom International Office der Zhejiang in einer kurzen Vorstellungsrunde näher kennenlernen konnten, ging Herr Prof. Fan Jieping auf die „Zhejiang-Universitäts-Woche“ ein, die im vergangenen Jahr mit großem Erfolg in Berlin stattfand und Einblicke in die chinesische Bildung und Kultur bot. Zudem sprach Herr Prof. Qiu Limin vom Institut für Energietechnik der Zhejiang Universität und Vorsitzender der Zhejiang University Young Professor Association (YPA) über seine langjährigen Fachkooperationen mit deutschen Partnern und die Aktivitäten der YPA. Anschließend präsentierte Herr Dr. Schmidt-Dörr zukünftige Tendenzen und Entwicklungen der Alumni-Arbeit in China, bevor Frau Tang Xiaodan die Gruppe „Deutschland-Alumni China“ auf dem Alumni-Portal Deutschland (APD) vorstellte.

Das Netzwerk der Deutschland-Alumni in Zhejiang, so der überzeugende Eindruck dieses gelungenen Treffens, wird durch die tatkräftige Unterstützung der Alumni in Hangzhou auch weiterhin wachsen und gedeihen.

Tang Xiaodan

Deutschland-Alumni Treffen in Xi’an 2013 — Regionale Deutschland-Alumni QQ-Gruppe initiiert

In der langen Geschichte Chinas erscheint die Tang-Dynastie in vielerlei Hinsicht als eine Blütezeit. Zeugnisse aus dieser Zeit sind in Xi’an, der Hauptstadt der Tang-Kaiser, bis heute an vielen Stellen sichtbar. Stolz ist man in Xi’an nicht nur auf die große Geschichte, sondern auch auf die zahlreichen Universitäten und Forschungseinrichtungen, die die Stadt zu einem der führenden Hochschul- und Forschungsstandorte in China machen.

Xi’an zeichnet sich auch durch sehr aktive Deutschland-Alumni aus. Bei einem von der DAAD-Außenstelle Peking organisierten Treffen am 13. April war dies bereits an dem herzlichen Empfang zu spüren. Es war kein Zufall, dass die beiden Fachvorträge dieses Nachmittags von besonders aktiven Deutschland-Alumni gehalten wurden: Prof. Gu Ying von der Northwest University und Prof. Zhang Zhenxi von der Xi’an Jiaotong University. Prof. Gu ist ein Management Spezialist und Ehemaliger der Konrad-Adenauer-Stiftung: Er berichtete über deutsch-chinesische Unterschiede im Management-Bereich. Prof. Zhang Zhenxi als ehemaliger DAAD-Stipendiat, der im Bereich optische Technologien / Medizintechnik beschäftigt ist, teilte seine Erfahrungen aus seiner mehr als zehnjährigen Zusammenarbeit mit deutschen Partnern.

Aber der Reihe nach: Zunächst wurden die gut 40 Teilnehmer des Treffens vom Leiter der DAAD-Außenstelle Peking, Dr. Thomas Schmidt-Dörr, und von Professor Wen Aijun von der Xidian Universität begrüßt, der zugleich regionaler Ansprechpartner für Deutschland-Alumni in der Provinz Shaanxi ist.

Im Mittelpunkt des Programms stand eine von Frau Tang Xiaodan, die an der DAAD-Außenstelle Peking für Alumniarbeit zuständig ist, moderierte Alumni-Talkshow. Mit Prof. Zhang Xiaoying von der Northwest Agriculture and Forestry University of Science and Technology, Frau Dr. Duan Lijie von der Fremdsprachenuniversität Xi‘an, Prof. Yang Gang von der Xidian University und Frau Hu Ting von CNR Yongji Xinshisu Elelctric Equipment Co. saßen Alumni mit unterschiedlichen Fachgebieten und beruflichem Hintergrund auf dem Podium und berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen in Deutschland und ihrem beruflichen Weg in China. Es dauerte nicht lange, bevor der Funke übersprang und auch zahlreiche Gäste im Publikum ihre Erfahrungen einbrachten.

Um die zukünftige Gestaltung des Alumni-Networkings ging es in Präsentationen von Thomas Schmidt-Dörr sowie von Frau Jiang Ying von der Außenhandelskammer in Peking, die mit dem Alumniportal Deutschland

(Alumniportal Deutschland) ein von der deutschen Regierung gefördertes weltweites Social Media Netzwerk für Deutschland-Alumni vorstellte.

Die Frage, wie man die Kommunikation zwischen den chinesischen Deutschland-Alumni erleichtern kann, kam sowohl in Xi’an als auch in einer Online-Umfrage unter chinesischen Deutschland-Alumni zur Sprache, die die DAAD-Außenstelle Peking Anfang 2013 durchgeführt hat. Prof. Wen Aijun hat hier die Initiative ergriffen und eine regionale Deutschland-Alumni QQ-Gruppe initiiert (QQ-Gruppe Nr.: 257644092). Sein Ziel ist es, die Kommunikation zwischen Deutschland-Alumni so direkt und einfach wie möglich zu machen und das Netzwerk der Deutschland-Alumni hierdurch weiter zu stärken. Xi’an ist beispielgebend!

gez. Thomas Schmidt-Dörr

Den Bericht der Xi’an Jiaotong University finden Sie hier.

Treffen der Deutschlandalumni in der Region Dongbei 2012

Am 7. Dezember 2012 organisierte die DAAD-Außenstelle Peking gemeinsam mit dem Generalkonsulat in Shenyang ein Alumni-Treffen für die Region Dongbei. Generalkonsul Jens-Peter Voss und der Leiter der DAAD-Außenstelle Dr. Thomas Schmidt-Dörr begrüßten über 70 Alumni aus den Provinzen Heilongjiang, Liaoning und Jilin. Generalkonsul Voss hob in seiner Begrüßungsrede die zunehmend intensive Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und kulturelle Bildung hervor. Nicht zuletzt das neu eingeweihte Generalkonsulat in Shenyang unterstreiche diese Entwicklung und demonstriere die Bedeutung der Region Dongbei für Deutschland. Dr. Schmidt-Dörr betonte, dass die drei Provinzen nicht nur Heimat zahlreicher Deutschlandalumni, sondern auch ein zentrales Herkunftsgebiet zukünftiger Austauschstudenten seien.

Auf der Halbtagsveranstaltung stellte zunächst Frau Esther Londrigo von BMW Brilliance Automotive Ltd. die Arbeit von BMW in Shenyang vor und erläuterte dabei das Rekrutierungsverfahren sowie Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten. Interessierte konnten noch vor Ort einen Bewerbungsbogen ausfüllen.

Als besonderer Gast referierte Prof. Li Rundong, Direktor der School of Energy and Environment der Shenyang Aerospace University, zu Abfall- und Kreislaufwirtschaft chinesischer Großstädte. Aufgrund des starken Bezugs zum privaten Alltagsleben stieß der Vortrag auf breites Interesse.

In den Diskussionsrunden tauschten sich die Anwesenden über Erfahrungen in Deutschland und Eindrücke nach ihrer Rückkehr aus. Herr Liu Huan aus Harbin, Herr Liu Jianwei aus Shenyang sowie Herr Zhou Bozhuo erklärten sich zudem bereit, die Alumni-Arbeit tatkräftig zu unterstützen und als zusätzliche Ansprechpartner in der Region zu fungieren.

Schließlich umrissen Frau Jiang Ying von der deutschen Handelskammer das Alumniportal-Deutschland APD sowie Dr. Schmidt-Doerr das DAAD-Alumniprogramm, bevor die Veranstaltung im informellen Austausch bei einem gemeinsamen Abendbuffet ihren Abschluss fand.

Treffen von Deutschland-Alumni in Qingdao 2012

Am 09. November 2012 versammelten sich in der wunderschönen Hafenstadt Qingdao ca. 60 Deutschlandalumni und Deutschland-Freunde von der Universität Qingdao, der Technischen Universität Qingdao, der Technischen Universität Shandong und anderen akademischen Einrichtungen zum diesjährigen Alumni-Treffen des DAAD. Im Gegensatz zu früheren Veranstaltungen stand neben dem gemeinsamen Abendessen zunächst eine halbtägige Vortragsreihe und Diskussionsrunde auf dem Plan.

Herr Liu Yue von der Abteilung für internationale Zusammenarbeit und Austausch der Ocean University of China gab zunächst einen detaillierten Überblick über den aktuellen Stand der Kooperationen und Programme zwischen der Ocean University und deutschen Hochschulen. Anschließend hielt Frau Shi Yunlin vom Qingdao Sino-German Ecopark Development Co., Ltd. einen Vortrag zu den Entwicklungskonzepten und -trends des Sino-German Ecopark, der bei den Alumni auf großes Interesse stieß und zu regen Diskussionen führte. Im Anschluss ließen Dr. Cao Yanwei, Luo Yi und Wang Kuizhi ihre persönlichen Erfahrungen aus der Studienzeit in Deutschland sowie ihre Eindrücke nach der Rückkehr nach China Revue passieren.

Der stellvertretende Leiter des „Institute of Mechanical and Electronic Technology“ der technischen Universität Shangdong, Dr. Wang Chenglong, erklärte, dass die Region Shandong und im Besonderen die Stadt Qingdao die Heimat vieler Deutschland-Alumni sei, die Zahl der Alumni-Veranstaltungen aufgrund der fehlenden Ansprechpartner aber sehr niedrig ausfalle. Der Vizedekan des chinesisch-deutschen Instituts der Technischen Universität Qingdao wiederum versprach, das Alumniprogramm des DAAD auch zukünftlich mit ganzer Kraft zu unterstützen und erklärte spontan seine Bereitschaft, als Ansprechpartner für Deutschlnd-Alumni in der Region Shandong zu fungieren. Diesem Appel folgend, boten sich auch Dr. Wang Chenglong und Frau Masen als Kontaktpersonen für die Region Qingdao an.

Frau Jiangying von der deutschen Handelskammer stellte das onlinebasierte Alumninetzwerk „Alumniportal Deutschland“ (APD) vor. Dr. Schmidt-Doerr, Leiter der DAAD-Außenstelle Peking, gab den Alumni einen kurzen Überblick über das Alumni-Programm des DAAD in China und betonte, dass der DAAD die hiesigen Alumni animieren wolle, über das „Von Alumni für Alumni“ – Programm noch mehr Veranstaltungen in den persönlichen Fachbereichen in Eigenregie durchzuführen und so auch die Kommunikation untereinander zu verbessern.

Den Abschluss des Alumnitreffens bildete das gemeinsame Abendessen. In lockerer Atmosphäre kamen die Alumni ins Gespräch, schwelgten in Erinnerungen an ihre Zeit in Deutschland und freuten sich bereits auf zukünftige Treffen dieser Art.

Sommerfest des DAAD und der Deutschabteilung des Verbandes chinesischer Akademiker 2012

Sommerfest 2012Am 15. September fand das gemeinsam vom DAAD und der Deutschabteilung des Verbandes Chinesischer Akademiker (WRSA) organisierte alljährliche Sommerfest statt. Im frisch restaurierten Innenhof des WRSA-Anwesens in der Nähe der verbotenen Stadt versammelten sich rund 200 Deutschlandalumni aus den verschiedensten Fachbereichen, Vertreter der deutschen Botschaft und Partner des DAAD in Peking. Der Vizepräsident der WRSA, Dr. Lu Junqin hieß als Hausherr die Gäste herzlich willkommen und gratulierte Dr. Schmidt-Dörr zu seiner Rückkehr als Leiter der Außenstelle des DAAD in Peking.

Dr. Schmidt-Dörr lobte die langjährige enge Zusammenarbeit des WRSA und des DAAD, und bedankte sich bei den chinesischen Deutschlandalumni für die Unterstützung der Arbeit des DAAD. Als Vertreter der deutschen Botschaft ging der Leiter des Kulturreferates der deutschen Botschaft in Peking, Herr Dr. Hardy Böckle, insbesondere auf das bevorstehende 40-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Deutschland ein und sprach tiefe Dankbarkeit für den Beitrag der Alumni zur Entwicklung der deutsch-chinesischen Kooperation in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Bildung aus.

An die jüngeren Alumni gerichtet, äußerte er die Hoffnung, dass diese sich nun nach Kräften für die Entwicklung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit sowie im Technologietransfer zwischen beiden Ländern einsetzen werden.

Im Anschluss kamen alte und neue Bekannte im klassisch chinesischen Innenhof bei typisch deutschen Gerichten zu angeregten Gesprächen zusammen, und das diesjährige Sommerfest der Deutschlandalumni fand bei bestem Pekinger Spätsommerwetter seinen abendlichen Ausklang.

40 Jahre diplomatische Beziehungen – Großes Alumni-Treffen des DAAD in Peking

Eröffnung am Freitagabend„Deutschland und China. 40 Jahre Wandel durch Austausch“ – unter diesem Thema veranstaltete der DAAD in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Deutschlandstudien (ZDS) an der Peking-Universität vom 1.-3. Juni 2012 ein großes Alumni-Treffen. Der stellvertretende Vorsitzende des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses, Prof. Lu Yongxiang (AvH-Alumnus) sowie der deutsche Botschafter in Peking, Dr. Michael Schaefer, hoben im Rahmen der feierlichen Eröffnung am Freitagabend vor den 250 chinesischen und deutschen Alumni in ihren Grußworten die hervorragende Entwicklung der deutsch-chinesischen Beziehungen in den letzten vier Jahrzehnten heraus. Der Vizepräsident der Peking-Universität, Prof. Li Yansong, sowie die Generalsekretärin des DAAD, Dr. Dorothea Rüland, ergänzten diese positive Einschätzung noch mit dem speziellen Blick auf die akademische Zusammenarbeit.

Die Eröffnungsfeier war zugleich auch der Anlass für Stefan Hase-Bergen, sich nach fünf Jahren als Leiter der DAAD-Aussenstelle in Peking zu verabschieden und allen Partnern und Freunden für die hervorragende Zusammenarbeit zu danken. Zuvor hatten Botschafter Dr. Schaefer und Generalsekretärin Dr. Rüland sein Wirken gewürdigt.

Botschafter Dr. SchaeferDie Vorträge am Samstag wurden durch die Rede von Botschafter Dr. Schaefer eröffnet. Er ging der Frage nach, wie sich die Beziehungen von Deutschland und China derart erfolgreich entwickeln konnten und entwarf die Vision einer noch engeren „nachbarschaftlichen“ Partnerschaft. Die akademische Zusammenarbeit stand im Mittelpunkt des Vortrags von Xi Ru, Referatsleiterin im chinesischen Bildungsministerium. Sie bezeichnete die erfolgreiche Kooperation im Bildungssektor als wichtigen Baustein der Stärkung gegenseitigen Verständnisses und Vertrauens. Prof. Ernst-Ulrich von Weizsaecker, Co-Präsident des International Resource Panels, faszinierte die Zuhörer mit seiner Vorstellung einer nachhaltigen Umwelt durch die Entkoppelung von Wohlstand und Ressourcenverbrauch. Prof. Lian Yuru, Politikwissenschaftlerin der Peking-Universität, untersuchte die Beziehungen beider Länder aus dem speziellen Blickwinkel einer chinesischen Wissenschaftlerin. Der stellvertretende Präsident von VW China, Dr. Jörg Mull, erläuterte die erfolgreiche wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China sowie die weiteren Chancen und Herausforderungen für deutsche Unternehmen in China. Schließlich diskutierte Dr. Wang Ge, Wissenschaftlerin an der China Academy of Social Sciences, die Rolle der Aufklärung in China angesichts der vor kurzem beendeten großen deutschen Ausstellung in Peking „Die Kunst der Aufklärung“.

Die Redner des Tages

Die Zuhörer waren sehr interessiertIn einem anschließenden Podiumsgespräch berichteten Prof. Liu Fangben, emeritierte Germanistik-Professorin an der Pekinger Fremdsprachen-Universität, sowie der Journalist Johnny Erling anekdotisch von ihren ersten Begegnungen im jeweils anderen Land in den siebziger Jahren.

Das Treffen endete mit einem gemeinsamen Ausflug am Sonntagvormittag nach Badachu, wo noch einmal beim Spaziergang zu Tempeln und in der Natur Gelegenheit zu vielfältigen Gesprächen bestand.

Rede von Botschafter Dr. Schaefer

Rede von Dr. Weizsäcker

Rede von Dr. Mull

Rede von Dr. Lian Yuru (Chinesisch)

Rede von Dr. Wang Ge

Präsentation von Fr. Wu Fei

DAAD-FOM Alumni-Treffen

DAAD-FOM Alumni-TreffenAm 07. April fand in Peking ein Treffen von Deutschland-Alumni der Fachhochschule für Ökonomie und Management Essen (FOM) statt. Die FOM führt an den Standorten Tai’an und Taiyuan eigene Studiengänge durch. Viele der Studierenden gehen zu einem Studienaufenthalt nach Essen. Nach ihrem Abschluss arbeiten die meisten in China in internationalen Unternehmen (viele davon mit Deutschland-Bezug), etliche studieren auch weiter in Masterstudiengängen in Deutschland oder arbeiten in Deutschland. Zu dem Treffen in Peking, das vom DAAD und der FOM gemeinsam durchgeführt wurde, kamen rund 60 Alumni. Fast alle sprachen sehr gut Deutsch und konnten den auf Deutsch gehaltenen Reden u.a. von DAAD-Außenstellenleiter Stefan Hase-Bergen, der Koordinatorin des Studienprogramms Frau Liu Lin und dem fachlichen Leiter des Studienprogramms, Prof. Elmar Schmitz (beide FOM) sowie auch dem Fachvortrag von Dr. Michael Haederle (FOM-Studiengangsleiter in Tai’an) problemlos folgen. Die Alumni zeigten sich sehr am Aufbau eines FOM-Netzwerks von Deutschland-Alumni interessiert, da sie sich davon v.a. fachliche Kontakte, nützliche Karrierebeziehungen und ein breites soziales Netzwerk mit Bezug zu Deutschland und der FOM versprechen.

Nanjing-Universität: Alumni-Treffen bei einem wichtigen Partner

2012 Nanjing Alumni-TreffenDie Nanjing-Universität ist für den DAAD eine der wichtigsten Partnerhochschulen in China. Der DAAD fördert an dieser Hochschule, die zu den besten des Landes zählt, unter anderem zwei Lektorate (Germanistik und deutsche Sprache) und zwei Langzeitdozenturen, eine am renommierten Deutsch-Chinesischen Institut für Rechtswissenschaften und eine im Bereich der Klimaforschung an der School of Geography & Oceanology. Nur an der Tongji-Universität in Shanghai werden mehr deutsche Lehrkräfte vom DAAD in China gefördert.

Am 27. März besuchte der Leiter der DAAD-Außenstelle Peking die Nanjing-Universität, um DAAD-Langzeitdozent Prof. Bernd Wünnemann sowie dem stellvertretenden Leiter der School of Geography & Oceanology, Prof. Lu Huayu, die Urkunde für die DAAD-Spende eines Seismik-Gerätes zu überreichen.

Am Abend desselben Tages veranstaltete die DAAD-Außenstelle Peking ein Treffen mit Deutschland-Alumni der Nanjing-Universität. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Vizepräsident Prof. Pu Lijie, selbst Deutschland-Alumnus. Der an der Nanjing-Universität forschende renommierte Wissenschaftler Prof. Chen Hongyuan, Mitglied der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und ebenfalls Deutschland-Alumnus, berichtete in seiner Ansprache vom positiven Einfluss Deutschlands auf seine wissenschaftliche Arbeit.

In seinem Festvortrag berichtete Prof. Wünnemann von seiner spannenden Arbeit im Bereich Klimaforschung an Seen in China und von seinen Forschungsergebnissen. An dem Treffen nahmen auch der ehemalige Generalsekretär des DAAD Dr. Christian Bode und seine Frau teil, die auf Grund einer Einladung des chinesischen Bildungsministeriums in Nanjing waren.

2012 Nanjing Alumni-Treffen Das Treffen war mit 75 Teilnehmern sehr gut besucht, auch, weil die Hochschule sehr enge Kontakte nach Deutschland unterhält, vor allem mit der Universität Göttingen sowie der FU Berlin. Darunter waren erfreulich viele junge Alumni, die zum Teil gerade erst von einem Studienaufenthalt in Deutschland zurückgekehrt waren und nun weiterstudieren. Damit ist auch für die Zukunft ein erfreulich großes Potential für eine weitere enge Zusammenarbeit der Nanjing-Universität mit deutschen Hochschulen und dem DAAD gegeben.

DAAD-ZDS Diskussion über pädagogische Konzepte 2011

Zum vierten Mal veranstalteten die DAAD-Außenstelle Peking und das Zentrum für Deutschlandstudien an der Peking-Universität am 4. Juni eine Podiumsdiskussion, in diesem Jahr zum Thema: „Unterschiedliche Wege zum Erfolg – Pädagogische Konzepte in China und Deutschland“.

Die Frage nach den richtigen pädagogischen Konzepten wird auch in China intensiv diskutiert. So berichtete der Erziehungssoziologe Prof. Qin Mingrui (Peking-Universität), wie sehr Kinder unter dem Druck des chinesischen Prüfungssystems leiden. Bernd Ordnung (Deutsche Botschaftsschule Peking) erläuterte, wie sich in Deutschland der Unterricht durch ein stärkeres Eingehen auf das Individuum weiter entwickelt habe. Dabei hätten pädagogische Konzepte auch immer einen direkten Bezug zum Menschenbild einer Gesellschaft.

Die ca. 80 Teilnehmer diskutierten engagiert mit. China brauche das bestehende strenge Prüfungssystem und den damit verbundenen Konkurrenzkampf, um eine Auslese der Besten zu gewährleisten. Lu Yincheng (ein älterer Alumnus aus dem Publikum) brach jedoch eine Lanze für die Kinder und schloss sein bewegendes Plädoyer mit den Worten: „Save our children!“

Lokal Alumni-Treffen 2011 organisiert von der IC Guangzhou und der IC Shanghai

2011 Alumni Lokaltreffen in Haikou2011 Alumni Lokaltreffen in NanningDie DAAD Informationszentren (IC) in Guangzhou und Shanghai richteten in der ersten Jahreshälfte 2011 drei lokale Alumni-Veranstaltungen aus. Am 25. Mai und am 3. Juni veranstaltete das IC Guangzhou in Nanning bzw. in Haikou Treffen für die Deutschland-Alumni aus den Provinzen Guangxi respektive Hainan. Der Attaché des Generalkonsulats Guangzhou, Herr Wolfgang Ernst Kessler nahm jeweils an den beiden Veranstaltungen teil. Auf den Veranstaltungen stellte der Leiter des DAAD-IC Guangzhou, Thomas Korytko, und seine Kollegin Peng Ling die Arbeit des DAAD und die Alumni-Arbeit vor. Der deutsch-österreichische Zweig der Western Returned Scholars Association (WRSA) in Guangxi betonte, in Zukunft enger mit dem DAAD zusammenarbeiten zu wollen und vor Ort vermehrt Veranstaltungen für Alumni zu organisieren. Wegen des DAAD Aufbaustipendiums waren beim, Treffen in Haikou viele junge Alumni am . Einige der Alumni haben bereits mit Vorbereitungen für die Gründung eines lokalen Alumnivereins begonnen.

DAAD 2011 Alumni Lokaltreffen in Lanzhou

2011 Alumni Lokaltreffen in LanzhouAm 8. Juni 2011 kamen über 50 Deutschland-Alumni zusammen, darunter viele Alumni aus den naturwissenschaftlichen Fachbereichen der Lanzhou Universität, des CAS-Forschungszentrums für neuere Physik, Humboldtianer, und viele jüngere Teilnehmer, die ein DAAD-CAS-Stipendium erhalten hatten. . Daneben nahmen dank der Weiterleitung der Einladung durch die GIZAlumni des gemeinsamen Programms der CDG und InWent am Treffen teil. Der lokale Ansprechpartner und Leiter der Handelskammer Gansu, Herr Li Honghai, unterstützte die Außenstelle maßgeblich bei der Organisation und trug so zum guten Gelingen der Veranstaltung bei.

DAAD 2011 Alumni Lokaltreffen in Zhengzhou

Am 14. Mai 2011 versammelten sich 60 Deutschland-Alumni aus ganz Henan in Zhengzhou. Die Anwesenden arbeiten in verschiedenen Branchen wie z.B. als Dozenten der Zhengzhou und der Henan Univertät of Science and Technology, Beamte von Regierungsstellen, Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes wie des Provinz-Fernsehsenders und des staatlichen Stromnetzbetreibers sowie weitere Unternehmensvertreter und Selbstständige. Neben der Möglichkeit alte Bekannte wieder zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen, bot die durch Herrn Professor Hou Weiyan vom Akademischen Auslandsamt der Zhengzhou University mit organisierte Veranstaltung eine gute Plattform, Alumni auch zur eigenen Organisation von Stammtischen zu aktivieren.

DAAD 2011 Alumni Lokaltreffen in Hefei

Am 6. April veranstaltete der DAAD zum ersten Mal ein lokales Alumni-Treffen der Provinz Anhui in Hefei. Verschiedene Gründe verhalfen dem Treffen hier zu großem Erfolg: Zunächst gilt die University of Science and Technology of China in Hefei als nationales Zentrum der theoretischen Naturwissenschaften und unter den Teilnehmern waren daher viele namhafte Wissenschaftler mit Deutschland-Erfahrung. Außerdem gibt es an der Hefei Universität, die eine praxisorientierte Ausbildung anbietet, verhältnismäßig viele Deutschland-Alumni. Der Rektor der Universität,Prof. Cai Jingming, hat an der Universität Jena im Fach Biologie promoviert und arbeitet seit Jahren daran, gemeinsam mit anderen Deutschland-Alumni in verschiedenen Fachbereichen der Hefei Universität, das deutsche Modell der Fachhochschule hier einzuführen. Besonders unterstützten auch der verantwortliche des Akademischen Auslandsamts, Herr Prof. Wu Ke, und Herr Hong Lei vom Deutschlandzentrum Anhui das Treffen. Unter den Anwesenden waren auch Vertreter des Aufsichtskommittees der Entwicklungszone Anhui sowie Vertreter der Wissenschaftsrunde Anhuis.

DAAD 2011 Tianjin Alumni-Treffen und 36. Jubiliäum der Deutschfakultät der TJFLU

2011 Tianjin Alumni-TreffenAm 31. März, genau zum 36. Jubiläum der Deutschfakultät der Tianjin Foreign Studies University (TJFSU), veranstaltete der DAAD gemeinsam mit der TJFSU ein Treffen für Absolventen der Jahrgänge 1975-2007 des Instituts sowie für DAAD- und Deutschland-Alumni. Fast alle der 220 Teilnehmer verfügen über Studien- oder Berufserfahrung in Deutschland. Die Veranstaltung bot allen eine großartige Gelegenheit, alte Bekannte nach vielen Jahren wieder zu treffen, weshalb die Atmosphäre besonders herzlich war. Der Dekan der Deutschfakultät der TJFSU, Herr Prof. Dong Wenbo, moderierte die Veranstaltung, auf der Vertreter von Studierenden und Lehrkörper des Instituts für westliche Sprachen der TJFSU, der Leiter der DAAD-Außenstelle Peking, Herr Hase-Bergen, sowie der Dekan der Deutschabteilung der Beijing Normal University, Prof. Zhu Jin, Ansprachen hielten. Auch der stellvertretende Leiter des Goethe-Instituts Peking, Herr Sebastian Vötter, sowie der Leiter des Repräsentanzbüros der Deutschen Außenhandelskammer in Tianjin, Herr Christof Fakazas, nahmen an dem Treffen teil.

Die Berichte des Peking Bio-Symposium 10 2010

Better City Better Life 2010 Shanghai

2010 Berichte Alumni-Treffen