Sonderprojekte

Chinesisch-Deutsches Hochschulkolleg (CDHK)
Das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg (CDHK) wurde 1998 auf Grundlage eines Staatsvertrages als Gemeinschaftseinrichtung des DAAD und der Tongji-Universität gegründet. Studierende können an folgenden drei Fakultäten im Rahmen eines dreijährigen Studiums einen Masterabschluss erwerben:

• Elektrotechnik
• Maschinenbau
• Wirtschaft/Wirtschaftsrecht

Darüber hinaus können sie an den deutschen Partnerhochschulen Ruhr-Universität Bochum, TU München, TU Braunschweig und TU Berlin einen Doppelabschluss erwerben. Insgesamt arbeitet das CDHK mit einem Netzwerk von 30 deutschen Universitäten zusammen. Pro Jahr finden 25 Blocklehrveranstaltungen namhafter deutscher Professoren am CDHK statt.
Als Partner des CDHK spielen neben dem DAAD und der Tongji-Universität vor allem die deutschen Stifterunternehmen eine tragende Rolle. Rund 25 namhafte Unternehmen finanzieren mittlerweile knapp 30 Lehrstühle. Die Lehrstühle werden von chinesischen Professoren besetzt, die in Deutschland promoviert wurden und eng mit Partnerprofessoren in Deutschland zusammenarbeiten.
Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten am CDHK in den Bereichen Aus- und Weiterbildung sowie Verbundforschung beispielhaft zusammen. Gemeinsam stellen sie eine praxisnahe Fach-Masterausbildung nach deutschen Standards sicher, in der auch interkulturelle und andere sog. soft-skills sowie die Sprachen Deutsch und Englisch eine wichtige Rolle spielen.
Der DAAD fördert das CDHK als größtes und wichtigstes Projekt der deutsch-chinesischen Hochschulzusammenarbeit aus Mitteln des Auswärtigen Amtes seit 1998.

Mehr Informationen finden Sie unter: http://cdhk.tongji.edu.cn/[1].

Chinesisch-Deutsche Hochschule für Angewandte Wissenschaften (CDHAW)
Die Chinesisch-Deutsche Hochschule für Angewandte Wissenschaften der Tongji-Universität (CDHAW) wurde 2004 als bildungspolitisches Modellprojekt zwischen dem chinesischen Bildungsministerium (MoE) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gegründet. Ziel des Projektes ist es, das deutsche Fachhochschulmodell in China einzuführen und zu etablieren. Studierende können an folgenden vier Fakultäten im Rahmen eines vierjährigen Studiums einen Bachelorabschluss erwerben:

• Mechatronik
• Fahrzeugtechnik/ Fahrzeugservice
• Gebäudetechnik
• Wirtschaftsingenieurwesen

Die Curricula werden von den chinesischen und deutschen Fachkoordinatoren gemeinsam erarbeitet, bis zu 30% der fachlichen Lehrveranstaltungen werden von Professoren und Lehrbeauftragten aus der Industrie in deutscher Sprache abgehalten. Zu diesem Zweck ist ein deutscher Sprachkurs mit bis zu 1200 Unterrichtsstunden eingeplant. Ein Konsortium von 26 deutschen Fachhochschulen begleitet das Projekt als Partner. Studierende können im Rahmen eines Aufenthaltes im vierten Studienjahr an einer der deutschen Partnerhochschulen einen Doppelabschluss erwerben.
Der DAAD fördert die CDHAW aus Mitteln des BMBF seit 2011.

Mehr Informationen finden Sie unter http://cdhaw.tongji.edu.cn/[2].

Chinesisch-Deutsche Hochschule (CDH)
Die Chinesisch-Deutsche Hochschule (CDH) an der Tongji-Universität wurde im März 2011 gegründet und vereint die drei etablierten Einrichtungen Chinesisch-Deutsches Hochschulkolleg (CDHK), Chinesisch-Deutsche Hochschule für Angewandte Wissenschaften (CDHAW) und Chinesisch-Deutsches Institut für Berufsbildung (CDIBB) unter einem virtuellen Dach, um Synergien zu nutzen und eine größere Sichtbarkeit zu erreichen. Ein wichtiges konkretes Ziel ist die Einführung durchgehender Bachelor-Master-Studiengänge mit Doppelabschluss.
Darüber hinaus dient die CDH allen deutschlandbezogenen Institutionen und Kooperationsprojekten an der Tongji-Universität als Plattform und Serviceeinrichtung. Die über 40 deutsch-chinesischen Kooperationen an der Tongji-Universität sollen durch mehr Vernetzung und Zusammenarbeit wirksamer und sichtbarer gemacht werden. Neue Initiativen sollen durch geeignete Rahmenbedingungen und Programme gefördert werden.
Der DAAD fördert die CDH aus Mitteln des BMBF seit 2011.

Mehr Informationen finden Sie unter http://cdh.tongji.edu.cn/[3].

Zentrum für Deutschlandstudien (ZDS)
Das Zentrum für Deutschlandstudien (ZDS) an der Peking-Universität beschäftigt sich als fächerübergreifende und fakultätsunabhängige Einrichtung in Forschung und Lehre interdisziplinär mit Deutschland. Das ZDS kooperiert eng mit der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der FU Berlin. Im Mittelpunkt steht die deutschlandbezogene Ausbildung von Masterstudenten aus den Sozial- und Geisteswissenschaften, die sich in einer Zusatzausbildung aus der Perspektive ihrer jeweiligen Fächer mit Deutschland beschäftigen. In einem einjährigen Studienaufenthalt an einer der deutschen Partnerhochschulen können sie ihre breitgefächerten Deutschland-Kenntnisse vertiefen. Zusammen mit den Berliner Partnern arbeiten die Mitglieder des ZDS darüber hinaus an dem gemeinsamen Forschungsprogramm „Kulturelles Gedächtnis und Globalisierung – Deutsche Kultur und Gesellschaft in der Perspektive der europäischen Aufklärung und der Entwicklungsdynamik der modernen chinesischen Gesellschaft“.
Das ZDS ist eines von 20 Zentren für Deutschland- und Europastudien weltweit und wird vom DAAD seit 2005 gefördert.

Mehr Informationen finden Sie unter www.zds.peku.edu.cn[4].

Deutsch-Chinesisches Institut für Rechtswissenschaften (DCIR) in Nanjing
Das Deutsch-Chinesische Institut für Rechtswissenschaften (DCIR) an der Nanjing-Universität ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Universität Göttingen und wurde 1989 gegründet. Im Mittelpunkt steht ein dreijähriger Masterstudiengang mit einem einjährigen Studienaufenthalt in Göttingen, der mit einem Doppelabschluss absolviert werden kann (Magister Juris in Göttingen und Master of Law in Nanjing). Daneben finden umfassende Forschungen statt, an denen sich zunehmend auch junge deutsche Juristen beteiligen. Das DCIR veranstaltet regelmäßig auch wissenschaftliche Konferenzen und gibt viele Publikationen z.T. auch in deutscher Sprache heraus. Durch mehrfache Bücherspenden des DAAD besitzt das DCIR inzwischen die bei weitem größte Bibliothek zum deutschen Recht in China.
Der DAAD fördert das DCIR u.a. durch eine Langzeitdozentur, begleitende Kurzzeitdozenturen, Bücherspenden und Stipendien.

Mehr Informationen finden Sie unter www.deutschchinesischesinstitut.uni-goettingen.de[5].

Chinesisch-Deutsches Institut für Rechtswissenschaften (CDIR) in Beijing
Das 2005 gegründete Chinesisch-Deutsches Institut für Rechtswissenschaften (CDIR) an der China University for Political Science & Law (CUPL) ist ein Projekt der CUPL mit fünf deutschen Partnerhochschulen (Universität Freiburg, Universität Frankfurt, LMU München, Universität Hamburg und Universität Köln). Das Institut fördert den Kontakt zwischen der chinesischen und der deutschen Rechtswissenschaft im Bereich der juristischen Ausbildung, der Forschung und des Aufbaus des chinesischen Rechtssystems. Chinesische Studierende können in einem dreijährigen Masterstudiengang inklusive einem einjährigen Aufenthalt in Deutschland einen Doppelabschluss erwerben (deutscher LLM und Master in Rechtsvergleichung der CUPL).
Der DAAD fördert das CDIR u.a. durch einen Fachlektor und durch Stipendien.

Mehr Informationen finden Sie unter http://www.jura.uni-freiburg.de/institute/asien/projekte/chinesisch-deutsches-institut-fur-rechtswissenschaft-an-der-cupl[6]

Endnotes:
  1. http://cdhk.tongji.edu.cn/: http://cdhk.tongji.edu.cn/
  2. http://cdhaw.tongji.edu.cn/: http://cdhaw.tongji.edu.cn/
  3. http://cdh.tongji.edu.cn/: http://cdh.tongji.edu.cn/
  4. www.zds.peku.edu.cn: http://www.zds.peku.edu.cn/
  5. www.deutschchinesischesinstitut.uni-goettingen.de: http://www.deutschchinesischesinstitut.uni-goettingen.de
  6. http://www.jura.uni-freiburg.de/institute/asien/projekte/chinesisch-deutsches-institut-fur-rechtswissenschaft-an-der-cupl: http://www.jura.uni-freiburg.de/institute/asien/projekte/chinesisch-deutsches-institut-fur-rechtswissenschaft-an-der-cupl