Shanghai-Tour für die deutschen DAAD-Stipendiaten

12. November, ein heiterer Sonntag. In der Stadt sind tausende Marathonläufer unterwegs – und die deutschen DAAD-Stipendiaten machen sich auf den Weg zu einer Erkundungstour durch Shanghai.

Um die Freundschaft und Kommunikation zwischen den chinesischen und den deutschen Studierenden zu fördern, organisierte das DAAD Informationszentrum Shanghai zusammen mit der AHK die Stadttour, mit dem Ziel, dass die gerade erst in Shanghai angekommenen deutschen Stipendiaten die Stadt besser kennenlernen.

Diesmal wurden die deutschen Studierenden aus der Jiaotong Universität, der Tongji Universität und der Fudan Universität eingeladen.

Vormittags erhielten die Studierenden bei einem Besuch des Stadtgestaltungsmuseums viele interessante Informationen über die Entwicklung und Gestaltung der Stadt Shanghai und bekamen auf diese Weise einen ersten Eindruck von der Stadt.

Danach stand die Besichtigung der AHK auf dem Programm. Die AHK ist die offizielle Assoziation der deutschen Unternehmen in China. Herr SHI Min stellte die Struktur der AHK und die Zusammenarbeit mit dem DAAD vor und die Studierenden lernten viel über die Kultur und Struktur der deutschen Unternehmen in Shanghai.

Insgesamt zeigte sich auf dieser Ein-Tages-Tour ganz deutlich, wie schnell sich eine Stadt durch Austausch und Kommunikation mit anderen Ländern entwickeln kann. Beim Abschied wurden Telefonnummern zwischen den Studierenden ausgetauscht und erste Freundschaften geschlossen.

DAAD-Alumni sind überall zu finden, sowohl an den Universitäten als auch in den Unternehmen. Das DAAD-Alumni-Netzwerk ist sehr bedeutend für die kulturelle Kommunikation zwischen China und Deutschland.

Mit neuen Kontakten und vielen neuen Informationen über die Stadt Shanghai können die Studierenden nun erfolgreich in ihren Auslandsaufenthalt starten.

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DAAD Informationszentrum Shanghai

Erstes Treffen der chinesischen Alumni der Universität Siegen in Peking

Am Freitag, den 23. Juni 2017, fand das erste Treffen der chinesischen Alumni der Universität Siegen in Peking statt. 20 Absolventen und Forscher-Alumni sowie Freunde der Universität Siegen und Kooperationspartner, von denen einige sogar aus anderen Städten wie Chengdu, Nanjing, Qingdao, Shanghai und Tianjin angereist waren, nahmen die Einladung des Alumniverbundes der Universität Siegen, dem hochschulweiten internationalen Netzwerk und der Service- und Kontaktstelle für die Alumni der Universität, wahr. Es war die erste Gemeinschaftsveranstaltung des Alumniverbundes mit dem Chinabüro der Universität Siegen in Peking.

Nach der Begrüßung durch den Kanzler der Universität Siegen, Herrn Ulf Richter, des Leiters der Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in China, Herrn Dr. Thomas Schmidt-Dörr, und der Leiterin des Chinabüros der Universität Siegen in Peking, Frau Rong Xu gab Herr Richter einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen an der Universität Siegen. Es folgten eine Vorstellungsrunde der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Möglichkeit des Austauschs der Kontaktdaten.

Anschließend gab die Abteilungsleiterin German Desk der Außenhandelskammer (AHK) und Alumna der Universität Siegen, Frau Jie Li, einen Einblick in Tätigkeiten und Vorstellung der Rolle der AHK für die wirtschaftliche Zusammenarbeit von China und Deutschland.

Nach anregenden Diskussionen lud die Universität Siegen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Den Abend verbrachten die Gäste mit Gesprächen über gemeinsame Erlebnisse in Siegen, Neuigkeiten über Bekannte aus Siegener Zeiten und dem Planen weiterer gemeinsamer Unternehmungen in China.

gruppenbild_3006Kontakt:
Alumniverbund der Universität Siegen
Dr. Susanne Padberg
E-Mail: padberg@alumni.uni-siegen.de
Tel.: +49 (0) 271 740 4912
Chinabüro der Universität Siegen
Frau Rong Xu,
E-Mail: rong.xu@zv.uni-siegen.de
Tel.: +86 10 6590 7360

“Verstehen Sie Deutsch?”: Deutschlernen mit Pfiff

PM_Verstehen_Sie_DeutschApp zum Raten und Lernen.

Technisch innovativ, unterhaltsam – und wertvoll für alle, die mit Deutschlernern arbeiten: Die neue App “Verstehen Sie Deutsch?” des Alumniportal Deutschland bietet unter anderem 1.000 deutsche Redewendungen, monatlich neue Quizfragen und didaktisch wertvolle Anwendungsbeispiele, alles werbefrei und kostenlos.

Häufig werden in Gesprächen Redewendungen oder kuriose Wörter verwendet, ohne dass ihre ursprüngliche Bedeutung und Herkunft hinterfragt wird. Dabei ist in diesen Volksweisheiten und Alltagsbeschreibungen oftmals viel Wahrheit und Erfahrung verborgen, sodass es sich wirklich lohnt mehr darüber zu erfahren.

Die App „Verstehen Sie Deutsch?“ bietet die Möglichkeit, über 1000 deutsche Redewendungen und besonders schöne oder kuriose deutsche Wörter spielerisch als Quiz kennenzulernen und deren ursprüngliche Bedeutung zu verstehen. Die Redewendungen und Wörter werden dabei auch durch konkrete Beispiele veranschaulicht.

Verstehen Sie Deutsch? Viel Spaß beim Ausprobieren!
https://www.alumniportal-deutschland.org/landingpages/quiz-app-verstehen-sie-deutsch-en/

Thomas Schmidt-Dörr

Ostasiatisches Alumnitreffen “Designing Resilient Cities for the Future“ in Taipei

Gruppenbild am 18.11. 2016

© DAAD

Die Resilienz von Städten in Zeiten großer Herausforderungen durch demographischen und klimatischen Wandel – dieses  Thema stand im Zentrum des Alumnitreffens vom 17. –  20. November 2016 in Taipei. Die Veranstaltung war die erste zum Fachgebiet Stadtplanung und Architektur und brachte mehr als fünfzig Deutschland-Alumni aus China, Japan, Korea und  Taiwan zusammen. Ein Ziel des Treffens war, einen Grundstein für ein regionales Fachnetzwerk „Urbanismus“ zu legen.

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Prof Tseng Tzu-Feng, Präsident der ‘Friends of the DAAD Taiwan” und Initiator des Treffens bei der Begrüssung der Teilnehmer im Deutschen Institut Taipei. In der Mitte stehend die Leiterin des DAAD-Informationszentrums Taipei, Dr. Stefanie Eschenlohr. © DAAD

Zum „Soft Opening“ der Veranstaltung lud Martin Eberts, der Direktor des Deutschen Instituts Taipei, die Alumni in die deutsche Auslandsvertretung ein, die im 33. Stock des „101“-Wolkenkratzers ihren Sitz hat  – und an diesem Abend einen wunderbaren Blick auf das nächtliche Taipei bot. Der Abend begann mit einer spektakulären Darbietung der Street Dance-Gruppe  Yuanshan Floor Boys, eine der vielen Tanzgruppen, die abends und an Wochenenden den öffentlichen Raum in Taipei beleben.

Der darauf folgende  Vortrag der an der National Taiwan Normal University lehrenden Kunsthistorikerin Candida Syndikus thematisierte die Architektur des „101“ – inwieweit ist  C.Y. Lees ikonischer Bau Beispiel für eine genuin chinesische Ästhetik und Formensprache im Gegensatz  zur „westlichen“ Architektur? Ein weiterer „softer“ Vortrag von Prof Jeffrey Lee, an der TU München ausgebildeter Architekt, bot  einen Überblick über die Geschichte der taiwanischen Architektur. Er zeigte, wie die Architektur  über die Jahrhunderte von unterschiedlichen in- und ausländischen Bautraditionen beeinflusst wurde, die sich jedoch immer an die schwierigen klimatischen Gegebenheiten Taiwans anpassen mussten.

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Prof. LIN Chin-Rong, Vize-Bürgermeister von Taipei bei seiner Keynote-Speech: “Resilient Cities: Taipei Strategies”. © DAAD

Eine der Stärken der Veranstaltung war, dass die akademische Welt mit der Welt der Architektur- und Stadtplanungsbüros und Stadtverwaltungen zusammentraf. In der Sektion “Views from inside“ stellten Dr. Thomas Kreitsch von Smart City Cologne-Projekt und Dr. Chin-Rong Lin, Vize-Bürgermeister von Taipei, den gegenwärtigen Stand  und die Zukunftsvisionen ihrer Städte vor. Für Dr Kreitsch hat sich die weite Reise nach Taiwan gelohnt: „Es war eine unglaublich anregende Veranstaltung,  in jeder Hinsicht – ich nehme viele Ideen mit nach Hause“, urteilte er.

Erfreulich war, dass 13 Teilnehmer aus der VR China nach Taiwan gekommen waren. Viele von ihnen haben den DAAD-geförderten Doppel-Masterstudiengang Urban Design der Tongji University und der TU Berlin absolviert und arbeiten jetzt in Firmen im Shanghaier Raum.

Beim Abendessen am 18.11. 2016

Beim Abendessen © DAAD

Seoul, Köln und Taipei und standen im Mittelpunkt der Plenar-Vorträge des ersten Tages – wobei Prof Lee Seog-Jeongs Beitrag eindringlich schilderte, wie schwierig sich in Seoul ein Paradigmenwechsel in der Stadtplanung gestaltet, weg vom investorengetriebenen „Tabula Rasa-Konzept“ hin zur „urbanen Regenerierung“, die die sozialen Gefüge eines Stadtviertels respektiert und einbezieht. „Co-Design“, „bottom-up planning“ , „placemaking“ sind Ideen, die die Stadtplaner und Architekten heute umtreiben, und genau diese Themen wurden am zweiten Tag von Prof Bernd Streich (TU Kaiserlautern), und seinem Schüler Christian Dimmer, der heute an der Waseda University in Tokyo lehrt, zur Diskussion gestellt.

In weiteren 18 Beiträgen in den drei Panels „Resilient Cities”, „Sustainable Architecture“,  „Transforming Cities in East Asia”, deren Abstracts und Präsentationen auf der Homepage des DAAD-Informationszentrums Taipei zur Verfügung stehen, hatten die Alumni Gelegenheit, sich in kleineren Gruppen über ihre Forschung  bzw. Arbeitsschwerpunkte auszutauschen  und sich kennenzulernen.

Exkursion zu Cloud Gate Theatre in Tamshui, 19.11. 2016

Exkursion zum Cloud Gate Theatre in Tamshui. © DAAD

Dieser Aspekt  war den Organisatoren des Treffens besonders wichtig. Das Treffen soll die Initialzündung zu einem länderübergreifenden Netzwerk sein – denn „noch wichtiger als fachliche Gemeinsamkeiten, sind Gemeinsamkeiten in der wissenschaftlichen  Kultur“, wie es Marc Wolfram formulierte.  Unter seiner Regie wurde zum Abschluss der Konferenz ein Austausch im „World Cafe“-Format durchgeführt, in dem sich die Alumni über  Inhalte und zukünftigen Formate der Zusammenarbeit austauschen konnten.

Bei einem Alumni-Treffen von Architekten und Stadtplanern darf natürlich eine Exkursion in die Umgebung  nicht fehlen. Das Ziel des Ausflugs am Samstagnachmittag war die neue Spielstätte des weltberühmten Cloud Gate Theaters, die vor zwei Jahren im Küstenort Tamshui nördlich von Taipei eröffnet wurde. Die interessante Führung, der Ausblick von der Anhöhe aufs Meer, die Bootsfahrt über den Tamshui-Fluss und das abschließenden Abendessen im Bali Water Front-Restaurant wird den Teilnehmern hoffentlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Dr. Stefanie Eschenlohr

Neue Ausgabe der Alumni-Info: Dezember 2016

captureDie Dezember-Ausgabe der „Alumni-Info“ ist da. Wieder finden Sie in unserem elektronischen Magazin Berichte über Alumni-Events und aktuelle Nachrichten aus der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China im Hochschulbereich.

Unter dem folgenden Link können Sie die neue Alumni-Info als PDF-Datei herunterladen:
Chinesische Sprachversion
Deutsche Sprachversion

“Nachhaltiges Wirtschaften – nachhaltiger Konsum“: Knapp 120 Teilnehmer bei der Deutschland-Alumnikonferenz in Qingdao am 26. November

© DAAD

© DAAD

Die Konferenz wurde gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der DAAD-Außenstelle in Peking für Deutschland-Alumni in der Provinz Shandong ausgerichtet. Mit dem höchst aktuellen Thema aus dem Bereich der deutsch-chinesischen Umweltpartnerschaft “Nachhaltiges Wirtschaften – nachhaltiger Konsum“ wurde ein breites Publikum aus der Wirtschaft, staatlichen Behörden, akademischen Institutionen, Firmen und Einzelpersonen angesprochen.

Frau ZHANG Xiaohui von dem Research & Development Department of the China Environmental United Certification Center referiert zu “Nachhaltiger Konsum – Wie? Was? Und Warum?“ © DAAD

Frau ZHANG Xiaohui referierte zu “Nachhaltiger Konsum – Wie? Was? Und Warum?“ © DAAD

Die Veranstaltung hat gleichermaßen von den spannenden Vorträgen der Experten wie auch von den persönlichen Erfahrungsberichten der Alumni und den Diskussionen der Teilnehmer profitiert.

Im Anschluss an die Begrüßung der Teilnehmer durch Frau Ruth Schimanowski für den DAAD sowie Herrn Sebastian Prantz und Frau Wang Yi für die GIZ stellte Frau Zhang Xiaohui vom Research & Development Department des China Environmental United Certification Center das Zertifizierungsverfahren Ihres Zentrums vor.

Herr PAN Weisen, stellvertretender Direktor des Tianjin Sustainable Supply Chain Management Centers, zeigte Entwicklungen im Bereich der Öffentlichen Beschaffung anhand von Erhebungen in einem Bezirk der nordchinesischen Hafenstadt Tianjin auf. © DAAD

Herr PAN Weisen zeigte Entwicklungen im Bereich der Öffentlichen Beschaffung anhand von Erhebungen in einem Bezirk der nordchinesischen Hafenstadt Tianjin auf. © DAAD

Herr Pan Weisen, stellvertretender Direktor des Tianjin Sustainable Supply Chain Management Centers präsentierte beeindruckende Zahlen, die das Umdenken von Stadtentwicklern und Behörden hin zu mehr umweltfreundlichen Produkten und Ausstattungen belegen.

In anschließenden Panel-Diskussion erinnerten sich die Deutschland-Alumni unter anderem wie sie die von deutschen Haushalten praktizierte Mülltrennung beeindruckt hat. Dadurch fühlten sie sich in ihrer Einschätzung gestärkt, dass Deutsche generell ein großes Umweltbewusstsein haben – in China sei sowohl bei der Regierung, aber vor allem auch bei den Firmen und den Konsumenten das Bewusstsein für Nachhaltigkeit erst in den letzten Jahren gewachsen. Der Anlass für die Rückkehr nach China waren bei vielen Alumni persönliche Gründe, wobei Einigkeit darüber herrschte, dass berufliche Karrieren in China wesentlich abwechslungs- und chancenreicher verlaufen.

Engagiert moderierte Frau WANG Yi das Panel der drei Deutschland Alumni Herr QIAO Zhuhui, Frau ZHOU Ying und Herr FEI Yuqi. © DAAD

Engagiert moderierte Frau WANG Yi von der GIZ (2. v.l.) ein Panel mit drei Deutschland-Alumni: Herr QIAO Zhuhui, Frau ZHOU Ying und Herr FEI Yuqi. © DAAD

Ruth Schimanowski

Weitere Information über die GIZ in China finden Sie hier.

Female Leadership – Leading myself towards my career: Workshop für Alumnae

© DAAD

© DAAD

In allen Ländern und Kulturen der Welt sind Frauen nach wie vor in Führungspositionen unterrepräsentiert. Je höher die Führungsposition, desto niedriger die Anzahl der Frauen. Angesichts dieser Ausgangslage, die Frauen weltweit über alle Kulturgrenzen hinweg miteinander verbindet, ist es besonders wichtig, dass sich Frauen untereinander austauschen, Strategien entwickeln und sich gegenseitig unterstützen. Um dies zu ermöglichen, hat das DAAD IC-Büro gemeinsam mit Dr. Inga-Lena Darkow, Senior Managerin bei BASF, eine Workshop-Reihe entwickelt, die jungen Frauen bei ihrer Karriere helfen soll. Frau Dr. Darkow hatte, bevor sie als Managerin bei BASF angefangen hat, jahrelang in der akademische Forschung gearbeitet und weltweit Forschungsprojekte durchgeführt. Weil sie die Zusammenarbeit mit Studierenden vermisste und als Frau in ihrer führenden Management-Position noch  immer eine Seltenheit war, hat sie bereit erklärt, diese Workshop-Reihe zusammen mit dem DAAD ins Leben zu rufen. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Hamburg Liaison Office. Dort fand auch die Auftakt-Veranstaltung statt.

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© DAAD

Nach einer ersten Vorstellungsrunde gab Frau Dr. Darkow einen Überblick über die Situation weiblicher Berufstätiger weltweit unter besonderer Berücksichtigung der Lage in China. Anschließend hatten die Frauen die Möglichkeiten, in kleinen Gruppen über individuelle Erfahrungen zu diskutieren. Besonders am Herzen lagen den Teilnehmerinnen der Umgangs mit den unterschiedlichen Erwartungen an Frauen und Männer, sowie die unfaire Behandlung in Bewerbungsgesprächen (Frauen werden noch immer nach Heiratsabsichten und Familienplanung gefragt, Männer nicht). Die Referentin ging dabei intensiv auf die Frage ein und diskutierte mögliche Lösungen und Verhaltensalternativen. Besonders deutlich wurde, dass viele Frauen vor allem, wenn sie jung sind, ihre eigene Stärken nicht gezielt nach außen darstellen können, so dass sie nicht als so kompetent wahrgenommen werden, wie sie sind. Insgesamt erhielt der englischsprachige Workshop ein durchgehend sehr positives Feedback. Die Frauen waren dankbar. Der nächste Workshop findet am 19. November statt.

Perspektiven verändern Wahrnehmungen – Deutschland-Alumni trafen sich in Peking

Welche chinesische Persönlichkeit ist bei Deutschen am bekanntesten? Welche deutsche Stadt wurde in den 30er Jahren von chinesischen Studierenden „Mingxing“ genannt? Wann kamen die ersten Chinesen zur Ausbildung nach Deutschland? Woran denken Deutsche, wenn sie an China denken? Halten Chinesen die Deutschen für pragmatisch und flexibel? Die Antworten zu diesen Fragen finden Sie am Ende des Beitrags.

Die Mitwirkenden der Veranstaltung

Die Mitwirkenden der Veranstaltung v.l.n.r.: Gong Yingxin, Thomas Schmidt-Dörr, Li Xiaoxin, Jannis Pähler, Li Xuetao, Chen Lesheng. Bild: Li Xiaoxin

Bei der großen Alumni-Tagung am 3. September gab es viele interessante Fragen und Fakten rund um das Thema „China und Deutschland – gegenseitige Wahrnehmung“. Die DAAD-Außenstelle Peking hatte gemeinsam mit der Deutschland-Abteilung der Western Returned Scholars Association (WRSA) eingeladen und 190 Deutschland-Alumni waren an einem wunderschönen Spätsommernachmittag in das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Wissenschaftsförderung (CDZ) gekommen.

Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier.

Nach einer Begrüßung durch Professor Chen Lesheng im Namen des CDZ, folgte ein Grußwort von Jannis Pähler, seit diesem Herbst Kulturreferent an der Deutschen Botschaft Peking. Er unterstrich die Verbindung des Themas der Veranstaltung mit dem Motto des Deutsch-Chinesischen Jugend- und Austauschjahres „Austausch. Freundschaft. Zukunft“. Für die deutsche Bundesregierung sei es von großem Interesse das gegenseitige Verständnis von Deutschen und Chinesen auszubauen und gemeinsam an der Lösung der großen globalen Zukunftsfragen zu arbeiten.

Es folgte die Begrüßung durch die beiden Veranstalter: Frau Professor Li Xiaoxin, Vorsitzende der Deutschland-Abteilung der WRSA und Dr. Thomas Schmidt-Dörr, Leiter der DAAD-Außenstelle Peking. Beide betonten die langjährige Tradition der Zusammenarbeit zwischen beiden Organisationen und dankten dem CDZ für seine Unterstützung.

Das fachliche Programm umfasst zwei Vorträge mit anschließender Diskussion und wurde von Frau Gong Yingxin moderiert, der Leiterin des Buchinformationszentrums Peking (BIZ).

Im dem ersten Vortrag stellte Dr. Thomas Schmidt-Dörr ausgewählte Ergebnisse der Huawei-Studie 2016 „Deutschland und China – Wahrnehmung und Realität“ vor. Es handelt sich um eine sozialwissenschaftliche Untersuchung, die bereits zum dritten Mal im Auftrag von Huawei Deutschland durchgeführt worden ist. Grundlage ist eine Befragung der deutschen und chinesischen Bevölkerung sowie von deutschen und chinesischen Entscheidern in Wirtschaft und Politik. Chinesen wie Deutsche bekommen dasselbe Set von Fragen vorgelegt, die sich um das Wissen und die Wahrnehmung des jeweils anderen Landes, seiner Menschen und Kultur drehen. Das Resultat ist ein Kaleidoskop der Dinge, die Chinesen über Deutschland und die Deutschen wissen und denken und darüber, was die Deutschen über China und die Chinesen. Die vorgestellten Auszüge aus der Studie reichten von der Frage aus welchen Gründen das jeweils andere Land besucht wird oder wie Deutsche und Chinesen andere Länder wahrnehmen bis hin zu brandaktuellen Fragestellungen nach der Grundhaltung in Deutschland und China zu digitaler Innovation oder den Charaktereigenschaften die sich Deutsche und Chinesen gegenseitig zuschreiben.

Eine historische Perspektive nahm im zweiten Vortrag Professor Li Xuetao ein, Direktor des Global History Institute der Beijing Foreign Studies Universtity. „Drei Generationen chinesische Auslandsstudenten in Deutschland“ lautete der Titel seines Vortrags, den er mit vielen historischen Fotos und Textdokumenten illustrierte. Die Distanz bzw. Nähe zwischen China und Deutschland drücke sich unter anderem auch in der für die Reise ins jeweils andere Land benötigten Zeit aus. Ein weiteres Zeichen sind die Kommunikationswege und -frequenz von Briefen mit mehrwöchiger Laufzeit über Fax hin zu Telefonen und der Instant-Kommunikation mit Smartphones. Beides hat sich im Lauf der Zeit fundamental gewandelt.

In der abschließenden Diskussion machten viele Alumni von der Möglichkeit Gebrauch, ihre persönlichen Erfahrungen einzubringen. Das kulturelle Selbstverständnis wie auch die Schärfung der Selbstwahrnehmung durch Aufenthalte in einer fremden Umgebung wurden dabei unter anderem thematisiert.

Anschließend begann das eigentliche Sommerfest, das bei herrlichem Sommerwetter im Innenhof des Wissenschaftszentrums stattfand und bei dem sich bei deutschem Essen und chinesischem Bier rasch Biergartenatmosphäre breit machte.

Hier noch die Antworten auf die eingangs gestellten Fragen:
Aus der Huawei-Studie 2016: Bei der chinesischen Persönlichkeit, die Deutschen spontan am häufigsten einfällt, handelt es sich um Mao Zedong (54%). Wenn Deutsche an China denken, fällt 34% spontan die wirtschaftliche Stärke des Landes ein? 62% der für die Studie befragten Chinesen halten die Deutschen für eher flexibel und pragmatisch.
Wie Professor Li Xuetao vortrug handelte es sich bei den ersten Chinesen, die zur Ausbildung nach Deutschland kamen, Militärstudenten; der Austausch begann in den 1860er Jahren. Die Stadt München zählt in China zu den bekanntesten deutschen Städten; ihr chinesischer Name lautet “Munihei” ( 慕尼黑). Vor rund 80 Jahren war das noch anderes. Unter den chinesischen Studierenden in Deutschland firmierte München in den 1930er noch als “Mingxing“ (明星).

Ruth Schimanowski

Die gesamte Huawei-Studie 2016 finden Sie hier

Treffen für Deutschland-Alumni in Peking am 3.9.2016: „Austausch, Freundschaft, Zukunft“

Alumni_LogoDie Veranstaltung steht unter dem Motto des Deutsch-Chinesischen Schüler- und Jugendaustauschjahres „Austausch, Freundschaft, Zukunft“.  Wir freuen uns auf Fachvorträge, die die gegenseitige Wahrnehmung in Deutschland und China thematisieren und auf eine rege Diskussion.

Das Treffen wird gemeinsam von der Abteilung der Rückkehrer aus Deutschland und Österreich der Western Returned Scholars Association (WRSA) und der DAAD-Außenstelle Peking organisiert und ist mit dem traditionellen Sommerfest der beiden Organisationen verbunden.

Die Anmeldung für das Treffen ist nur über unsere Alumnidatenbank möglich:  (http://www.daad.org.cn/home/alumni/online-datenbank). Dort sind auch weitere Informationen zu dem Treffen zu finden. Angemeldete Deutschland-Alumni erhalten Ende August per E-Mail eine offizielle Einladung, die allein zum Einlass bei der Veranstaltung berechtigt.

„Und der Gewinner ist ….“

Foto:DAAD

Foto:DAAD

Die knapp 100 Teilnehmer des dritten Alumni-Stammtisch, zu dem die DAAD-Außenstelle Peking und die Deutsche Handelskammer Nordchina in Kooperation mit dem Alumniportal Deutschland (APD) gemeinsam eingeladen hatten, rätselten engagiert und versuchten die vielen Quiz-Fragen rund um die Fussball-EM in Kleingruppen zu lösen. Der 7. Juli war im Vorfeld des Halbfinales zwischen Deutschland und Frankreich und vor allem bevor Deutschland ausgeschieden ist, ein glücklicher Termin. Die Stimmung auf der Dachterrasse des Drei Kronen Restaurants in Sichtweite des Pekinger Fussballstadions war ausgelassen und herzlich. Man fieberte den Preisen des Quiz und der Tombola entgegen und konnte gleichzeitig bei gekühltem Bier und deutscher Küche viele neue Alumni kennenlernen und den Abend genießen.

Der nächste Pekinger Alumni-Stammtisch findet am 9. September statt. Der Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben.

Registrieren Sie sich in unserer Datenbank bzw. folgen Sie uns auf Wechat, dann bleiben Sie immer rechtzeitig informiert!

Ruth Schimanowski

Fotos: DAAD

Große Tombola beim Alumni-Stammtisch Shanghai

featuredAm Abend des 1. Juli luden das DAAD IC-Büro Shanghai und die AHK zum mittlerweile achten Alumni-Stammtisch in Shanghai ein, diesmal im Hamburg House in der Baotun Road. Anlässlich der neuen Location hatten DAAD und AHK eine Tombola organisiert mit zahlreichen Preisen, die von attraktiven DAAD-Werbegeschenken, über Bildbände bis zu Weinflaschen und Getränkegutscheine für das Hamburg Haus reichten. Susanne Günther, Leiterin des IC-Büros, moderierte die Tombola. ZHU Jingjing, Project Manager bei der AHK, spielte Glücksfee und zog die Visitenkarten der Alumni, die diese bei der Anmeldung abgegeben hatten, aus einem Weinkübel.

Es waren wieder weit über 100 Deutschland-Alumni gekommen, so dass der Keller des Hamburg Houses bis auf den letzten Platz gefüllt war. Das erste Bier/ Kaltgetränk ging wie immer aufs Haus. Jeder Alumni, der sich bei seiner Ankunft am Eingang registrierte, hatte einen Gutschein bekommen. Wer wollte, konnte auch etwas essen. Das Restaurant hatte speziell für diesen Abend eine Speisekarte mit typisch deutschen Gerichten zusammengestellt. Die Alumni lernten einander durch einen eigens eingerichteten wechat-account (Wer hat noch in xyz studiert?) oder im Vorbeigehen kennen. Außerdem musste sich, wer bei der Tombola einen Preis gewann, kurz vorstellen – egal ob auf Deutsch oder Chinesisch. Auch dadurch kam es zu vielen neuen Begegnungen. Kurz: es war hen renao und sehr gemütlich.

Der Hauptgewinn der Tombola, ein Getränke-Gutschein des Hamburg Hauses im Wert von 580,- RMB, ging an Prof. SHENG Huanye, ehemaliger Vize-Präsident der Jiaotong Universität und jetziger Vize-Präsident der SORSA (Shanghai Overseas Returned Scholars Assiciation) – ein DAAD-Alumnus aus der Zeit, als der DAAD gerade anfing, in China zu wirken. Susanne Günther versicherte, sie sei selbst am meisten überrascht, dass ausgerechnet er, ein sehr guter und alter Freund des DAAD, den Hauptpreis gewonnen habe. Das sei zu schön, um wahr zu sein. Aber er sei ein echter Glückspilz. ZHU Jingjing, die Glücksfee, sei absolut neutral. Bis zu diesem Abend war sie Prof. SHENG noch nie begegnet.

Am Ende der Tombola herrschte ausgelassene Stimmung und viele äußerten den Wunsch, beim nächsten Mal einige Spiele durchzufühen. Wir werden gerne darüber nachdenken. Falls Sie selbst Spiel-Vorschläge für uns haben, wären wir Ihnen sehr dankbar: shanghai@daad.org.cn.

Der Stammtisch findet alle zwei Monate statt. Der nächste Termin ist am 09.09.16, wieder ab 18:30 Uhr im Hamburg House, Baotun Road 399.

Registrieren Sie sich in der Online Datenbank für Alumni auf der Internetseite des DAAD in China (http://www.daad.org.cn/home/alumni/online-datenbank), dann erhalten Sie automatisch alle Einladungen zum Stammtisch und zu anderen Alumni-Veranstaltungen.

 

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“Female Leadership Careers” – Workshop, nur für Deutschland-Alumnae

Frauen in Führungspositionen sind noch immer eine Minderheit. Grundsätzlich gilt: je höher die Position, desto weniger Frauen. Deshalb veranstaltete das DAAD IC-Shanghai zusammen mit dem Hamburg Liaison Office einen Workshop nur für Frauen, in dem es darum ging, die besonderen Herausforderungen zu diskutieren, denen Frauen in Führungspositionen und auf dem Weg dahin begegnen.

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© DAAD

Am 25. Juni, einem Samstagnachmittag, luden das IC-Shanghai und das Hamburg Liaison Office in den Konferenzraum des Hamburg Hauses ein. 20 junge Frauen, alle Deutschland-Alumnae, waren gekommen und tauschten sich zunächst bei Kaffee, Keksen und Sandwiches aus. Die Referentin PD Dr. Inga-Lena Darkow, jetzt Senior Managerin bei BASF im Bereich Global Business Analytics, hatte früher weltweit an verschiedenen Universitäten gearbeitet und vermisste den Kontakt zu Studierenden, nachdem sie in die Wirtschaft gewechselt war. Sie hatte sich Anfang des Jahres an das IC-Büro gewandt, woraus die Idee zu dieser Veranstaltung entstanden war. Ziel des Workshops war es, junge weibliche Berufstätige zusammenzubringen, die eigenen Erfahrungen zu reflektieren und neue Karriere-Strategien zu entwickeln.

Nach einer Vorstellungsrunde stellte Frau Darkow die aktuelle Situation von berufstätigen Frauen unter besonderer Berücksichtigung der Situation der Frauen in China vor. Daran schloss sich ein praktischer Teil an, in dem die jungen Frauen ihre eigenen Erfahrungen zunächst untereinander und später im Plenum diskutierten. Die Dozentin ging intensiv auf die Fragen ein und konnte zahlreiche Anregungen und Einschätzungen aus ihrer persönlichen Berufspraxis geben und mit den Teilnehmerinnen erörtern. Unter anderem beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit Themen wie Vorurteilen, Emotionalität, unfairem Wettbewerb und der Bedeutung der eigenen Performance für den beruflichen Erfolg. Der Workshop fand auf Englisch statt. Bei Verständnisschwierigkeiten half neben Chinesisch oftmals auch Deutsch, da viele Teilnehmerinnen sich auf Deutsch sicher fühlten. Am Ende wünschten sich alle Teilnehmerinnen, dass der Workshop noch viel länger dauern möge, damit sie noch weiter diskutieren, noch mehr Anregungen bekommen und Unterstützung erfahren können.

Neue Ausgabe der Alumni-Info: Juni 2016

Pei Gang DEDie Juni-Ausgabe der „Alumni-Info“ ist da. Wieder finden Sie in unserem elektronischen Magazin Berichte über Alumni-Events und aktuelle Nachrichten aus der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China im Hochschulbereich.

Unter dem folgenden Link können Sie die neue Alumni-Info als PDF-Datei herunterladen
Chinesische Sprachversion: Alumni Info Juni 2016 中文
Deutsche Sprachversion: Alumni Info Juni 2016