20 Jahre Chinesisch-Deutsches Hochschulkolleg: Frischer Pioniergeist

Gruppenbild zur CDHK-Jubiläumsfeier
© DAAD/Sebastian Schobbert

„Gemeinsam diskutieren, forschen, gestalten“ – das Motto für 20 Jahre Chinesisch-Deutsches Hochschulkolleg (CDHK) ist bezeichnend für die Dynamik, die ambitionierten Ziele und den Pioniergeist des Projekts in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Schon bei seiner Gründung als binationale Graduiertenschule im Jahr 1998 betraten die Tongji-Universität in Shanghai, das Auswärtige Amt und der DAAD gemeinsam Neuland, betonte Michelle Müntefering, Staatsministerin für internationale Kulturpolitik, zum Auftakt der Berliner Feierlichkeiten in ihrem Grußwort. „Damals begann ein spannendes politisches und akademisches Abenteuer.“ Heute sei das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg ein Erfolgsbeispiel der internationalen Kultur- und Bildungspolitik. „Es ist Aushängeschild der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit.“

Eine dynamische Erfolgsgeschichte

Aus einem gemeinsamen Masterkolleg in deutscher Sprache sind in 20 Jahren zwölf Masterstudiengänge und zwei Promotionsprogramme mit Doppelabschluss in den Fachbereichen Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Elektrotechnik und Wirtschaftswissenschaften geworden. Zu Beginn war das gemeinsame Ziel, chinesischen Studierenden eine hochqualifizierte Fachausbildung nach dem Modell deutscher Technischer Hochschulen zu bieten – in enger Zusammenarbeit mit namhaften deutschen Unternehmen, die nach China expandieren wollten. Die chinesischen Nachwuchsfachkräfte sollten sich die deutsche Sprache aneignen und das Arbeits- und Wirtschaftsleben in Deutschland kennenlernen.

Zhong Zhihua, Präsident der Tongji-Universität und Direktor des CDHK
© DAAD/Sebastian Schobbert

Inzwischen beteiligen sich, einschließlich der Partneruniversitäten für die vier Fachbereiche (die Technischen Universitäten Berlin, München und Braunschweig sowie die Ruhr-Universität Bochum), insgesamt 27 Hochschulen sowie das „Who is Who“ der deutschen Industrie mit insgesamt 20 Stiftungslehrstühlen an den Programmen des CDHK. Sie alle sorgen für eine bilinguale, praxisorientierte und exzellente Ausbildung chinesischer und zunehmend auch deutscher Studierender. „Diese intensive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist immer noch sehr speziell in China“, betonte Professor Zhong Zhihua, Präsident der Tongji-Universität und Direktor des CDHK. Daher habe das CDHK seit seiner Gründung immer weiter an Bedeutung gewonnen, Modellcharakter erreicht und gehöre zu den Top 10 der chinesischen Bildungsinstitute in der chinesischen Auslandszusammenarbeit.

Exzellente Fachkräfte und Weltbürger

Der Pioniergeist bleibt dem CDHK erhalten. Viel komme noch auf seine Träger zu, betonten die Festredner, so auch die Generalsekretärin des DAAD, Dr. Dorothea Rüland: „Internationalisierung heute ist extrem dynamisch und ändert sich sehr schnell.“ Weitere innovative Studienangebote stünden auf dem Programm, gewünscht sei vor allem ein Wachstumsschub in der Forschung, den Staatsministerin Müntefering konkretisierte: „Mit den aktuellen Forschungsschwerpunkten Digitalisierung, Industrie 4.0, Smart Cities und nachhaltige Gesellschaft ist das Kolleg Innovationstreiber und Dialogplattform für deutsch-chinesische Zukunftsthemen.“

DAAD-Generalsekretärin Dorothea Rüland
© DAAD/Sebastian Schobbert

Bei all dieser an den globalen Dynamiken orientierten Fachkompetenz darf die Bedeutung gegenseitiger Verständigung nicht vergessen werden. „Wir müssen noch viel mehr übereinander wissen“, sagte Dorothea Rüland. „Deswegen soll gerade auch die Chinakompetenz der deutschen Studierenden noch einmal erheblich erhöht werden.“ Und auch Professor Zhong Zhihua wünscht sich für die Zukunft, dass das CDHK seine Studierenden nicht nur zu hochqualifizierten und professionellen Arbeitnehmern für deutsche Firmen in China und chinesische Unternehmen in Deutschland ausbilde, „sondern auch zu verantwortlichen Weltbürgern, die ihren Beitrag zum gegenseitigen Verständnis leisten und unsere freundschaftlichen Beziehungen vertiefen“.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Weiterführende Links:

Chinesisch-Deutsches Hochschulkolleg (CDHK)
Pressemitteilung zum 20-jährigen Jubiläum des CDHK

DAAD Pre-Departure Seminar 2018 in Shanghai

Wie orientiert man sich in der ersten Woche in Deutschland und an einer neuen Universität? Welche Kurse belegt man, und wie kontaktiert man deutsche ProfessorInnen? Welche Fallstricke gilt es in der interkulturellen Kommunikation zu beachten? Wie gestalten sich Alltag, Freizeit und Reisen in Deutschland?

Diese und andere Fragen waren Gegenstand des diesjährigen DAAD Pre-Departure Seminars, welches am Sonntag, den 06. Mai 2018 in der bis auf den letzten Platz gefüllten Deutschen Bibliothek der Tongji Universität stattfand. Die 120 Teilnehmer aller Fachdisziplinen kamen aus fünf Universitäten Shanghais und Umgebung sowie der DSD-Schule angereist. Besonders viele Interessenten kamen von der Germanistikfakultät der Fudan Universität sowie der Tongji Universität.

Organisiert wurde der Tag vom DAAD Informationszentrum (IC) Shanghai: Nach der Eröffnungsrede und Informationen zu den Tätigkeitsfeldern des DAAD durch die Direktorin Sakine Weikert gab es Vorträge der IC-Mitarbeiterin XU Wenjie, der studentischen Hilfskräfte CHEN Xian und ZHU Qiupeng, der DAAD-Sprachassistentin Davina Stiller (Fudan Universität) sowie des DAAD-Lektors Dr. Jan-Helge Weidemann (ECNU), der bei den Vorbereitungen aktiv mitwirkte.

Schwerpunkt waren neben den Vorträgen Q+A-Sitzungen, Einzelberatungen und eine interaktive digitale Umfrage, bei der die Studierenden dringende Fragen live über das Handy auf die Leinwand übertragen konnten. Die wichtigsten Anliegen waren der Umgang mit Geflüchteten in Deutschland, die Zugangstests der APS für ein Auslandsstudium, Karrierewege bei deutschen Unternehmen, Unterschiede zwischen chinesischer und deutscher Esskultur sowie Wohnmöglichkeiten und Lebenskosten.

Weitere praktische Tips wurden in den Pausen bei Croissants, Macarons und anderen Leckereien ausgetauscht. Wir bedanken uns für die Aufmerksamkeit und die regen Diskussionen. Das DAAD Shanghai-Team wünscht den Studierenden, dass sie sich nach dem inspirierenden, informativen Pre-Departure Seminar optimal auf ihr individuelles Studium in Deutschland vorbereitet fühlen! Es lohnt sich, den Schritt in eine andere akademische Kultur zu wagen: Die wertvolle Erfahrung prägt nicht nur die eigene Persönlichkeit, sondern insbesondere die künftigen beruflichen Chancen.

 

Das Team des DAAD IC Shanghai stellt sich vor: Sakine Weikert, Davina Stiller, XU Wenjie, CHEN Xian, ZHU Qiupeng

 

Sakine Weikert, Leiterin des DAAD IC Shanghai, im Vortrag zu Interkultureller Kompetenz, Teil I

 

Dr. Jan-Helge Weidemann, DAAD-Lektor (ECNU) im Vortrag zu Interkultureller Kompetenz, Teil II

 

Teilnehmer des DAAD Pre-Departure Seminars 2018 im voll besetzten Hörsaal der Deutschen Bibliothek an der Tongji Universität

 

Das digitale Fragetool zu „Studium und Leben in Deutschland“

 

Einzelberatungen nach den Vorträgen

 

Gespräche wurden während der Teepausen fortgesetzt

Fortbildungsseminar „Berufsorientierter DaF-Unterricht im Kontext von Dhoch3“

Mit dem neuen Förderprogramm Dhoch3 entwickelt der DAAD in enger Zusammenarbeit mit deutschen Hochschulen ein Angebot in der Form von Online-Studienmodulen zur Unterstützung der akademischen Ausbildung künftiger Deutschlehrender weltweit. Im Zuge der Einführung des Projekts fand vom 27. bis 29. April 2018 an der Tongji-Universität in Shanghai ein Fortbildungsseminar für Lektoren statt. Zum Auftakt der Veranstaltung wurden am Nachmittag des 27. April 2018 zusätzlich interessierte Germanisten aus Shanghai und Umgebung zu einer allgemeinen Präsentation dieses DAAD-Projektes eingeladen.

Projektpräsentation Dhoch3

Nach den Grußworten von Andrea Schwedler (CDC), Prof. Dr. Zhao Jin (Deutsche Fakultät der Tongji-Universität), Susanne Lada’a (Wissenschaftsreferat des Generalkonsulats in Shanghai) und Hannelore Bossmann (DAAD-Außenstelle Peking) stellte Projektreferent Benjamin Schmäling vom DAAD Bonn den ca. 50 Teilnehmenden den Hintergrund und die Projektidee sowie die Struktur und Anwendung dieses neuen Förderprogramms vor.

Workshop

Als Referent für den zweitägigen Workshop vom 28. bis 29. April 2018 konnte Prof. Dr. Hermann Funk von der Friedrich-Schiller-Universität Jena gewonnen werden, der als ausgewiesener Experte die Entwicklung des Dhoch3-Moduls zur Berufskommunikation verantwortet. Er leitete den Multiplikatoren-Workshop zum Thema „Berufsorientierter DaF-Unterricht im Kontext von Dhoch3“.

Prof. Dr. Zhao Jin, Dekanin der Deutschen Fakultät der Tongji-Universität, Dr. Marleen Triebiger, DAAD-Lektorin an der University of International Business & Economics in Beijing, Nik Krause, DAAD-Ortslektor an der Nanjing University

Am Samstag thematisierte Prof. Dr. Hermann Funk die Grundlagen der Berufskommunikation Deutsch als Fremdsprache sowie den Unterschied zwischen Fachsprache und Sprache im Beruf. Die Entwicklung des Arbeitsfeldes Deutsch im Beruf und der berufsbegleitende, -vorbereitende und -orientierte Deutschunterricht standen dabei im Vordergrund.

Am Sonntag beschäftigten sich die Teilnehmenden dann konkret mit der Struktur, den Inhalten und den Einsatzszenarien des Dhoch3-Moduls „Berufskommunikation Deutsch als Fremdsprache“. Dazu berichtete Prof. Dr. Funk zunächst, wie das Modul „Berufsorientierter Deutschunterricht“ an der Universität Jena unterrichtet wird. Am Nachmittag hatten die Teilnehmenden dann die Möglichkeit, verschiedene Planungsmodelle und Praxisbeispiele mit Dhoch3 kennenzulernen. Zum Abschluss diskutierten die Teilnehmenden über die Möglichkeiten und Perspektiven des Einsatzes von Dhoch3 in der chinesischen Deutschlehrerausbildung.

Dhoch3 im Kontext der Lehrerausbildung in der V.R. China

Vor dem Hintergrund der Entwicklung der chinesischen Germanistik deckt das Projekt Dhoch3 einen wachsenden Bedarf, denn parallel zum Wachstum der chinesischen Germanistik in den vergangenen Jahrzehnten haben sich auch die Anforderungen an die Ausbildung verändert. Schon jetzt gibt es zahlreiche Mittelschulen, an denen Deutsch als Schulfach angeboten wird und es ist absehbar, dass auch in diesem Bereich mit weiterem Wachstum zu rechnen ist. Germanisten in China werden also neben den klassischen beruflichen Werdegängen als Übersetzer, Dolmetscher, Dozenten der Germanistik und Mitarbeiter in Firmen mit Deutschlandbezug zunehmend für den Beruf des DaF-Lehrers benötigt.

Die wachsende Nachfrage nach kompetentem DaF-Unterricht an Schulen führt dazu, dass diese Fachrichtung innerhalb der Germanistik voraussichtlich immer wichtiger wird. An dieser Stelle setzt Dhoch3 an und zeigt Wege auf, wie über einen DaF-Schwerpunkt im Masterstudium der Grundstein für eine Promotion oder tiefergehende Forschungstätigkeiten gelegt werden kann.

Derzeit gibt es in China bereits einige Institute, an denen ein Masterstudium mit dem Schwerpunkt DaF angeboten wird. Dhoch3 bietet diesen und weiteren Instituten die Möglichkeit, ihr Lehrmaterial zu aktualisieren und Dhoch3-basierte Veranstaltungen im Curriculum zu initiieren. Die Nutzung der Module ist für Universitätsdozenten kostenlos und kann über die Moodle-Plattform beantragt werden.

Weitere Infos:

Text: Julia Weber, Sven Hänke

Herzlich willkommen zur Online-Befragung über das Mobilitätsverhalten internationaler Wissenschaftler

Die Studie möchte Erkenntnisse über Ihre Motivation für einen wissenschaftlichen Auslandsaufenthalt gewinnen. Darüber hinaus interessiert es uns, welche Informationsbedürfnisse Sie haben und welche Informationsquellen Sie nutzen. Die Ergebnisse sollen Hochschulen und Forschungseinrichtungen weltweit dabei helfen, die Situation internationaler Wissenschaftler besser zu verstehen und so besser auf ihre Anliegen eingehen zu können.

Diese Befragung richtet sich an Wissenschaftler der folgenden drei Karrierestufen:

1. Bachelor- und Masterstudierende, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben
2. Promotionsstudierende (Doktor und Ph.D.)
3. Post-Docs (z. B. Junior-Professoren, Research Fellows, Research Assistants, Lecturer, etc.)

Wir bitten Sie, sich für die Befragung (www.prognos.com/mobility/DAAD) etwa 15 Minuten Zeit zu nehmen.
Hinweis: Aus Datenschutzgründen werden Ihre Eingaben nicht zwischengespeichert.

Die Herausgabe einer Publikation mit den aggregierten Befragungsergebnissen ist für Anfang 2019 geplant. Die Studie wird in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht.

Wir bedanken uns im Voraus für Ihre Unterstützung!

Nachruf auf Dr. Hansgünther Schmidt

Mit großer Trauer und tief erschüttert müssen wir die traurige Mitteilung machen, dass unser ehemaliger, hochgeschätzter Kollege Dr. Hansgünther Schmidt am 18. April 2018 verstorben ist.

Herr Dr. Schmidt war von 1973 bis 2001 für den DAAD in unterschiedlichen leitenden Positionen tätig. Neben seinem jahrelangen Engagement für die Vermittlung wissenschaftlicher Lehrkräfte und Lektoren galt seine besondere Verbundenheit dem wissenschaftlichen Austausch mit China. 1994 baute er die Außenstelle des DAAD an der Pekinger Fremdsprachenhochschule auf und leitete sie bis 2001. In dieser Zeit hatte er sich in besonderem Maße um die akademische Zusammenarbeit mit China verdient gemacht und dafür wichtige Grundlagen gelegt, die bis heute tragen.

Mit seiner hohen fachlichen Kompetenz konnte er viele Programme in China initiieren und durchführen. Mit großem Verständnis für die chinesische Seite vergaß er darüber nie die Interessen der deutschen Hochschulen und des DAAD. Immer standen dabei für ihn die Menschen im Mittelpunkt, denen er mit großer Herzlichkeit und einem unerschütterlichen Optimismus gegenübertrat. Mit seinem verschmitzten Lächeln begegnete er den chinesischen Partnern immer ehrlich und offen und erwarb sich schnell den Ruf als zuverlässiger und vertrauenswürdiger Partner. Er nahm sich viel Zeit für seine Partner, hörte gut zu und war zugleich immer auch sehr lernwillig.

Über die Jahre hat er in China viele enge Freunde gefunden, die ihn auch Jahre später bei Besuchen noch in höchsten Ehren gehalten haben.

Hansgünther Schmidt hat die Arbeit des DAAD insbesondere in China maßgeblich geprägt. Er wird uns als ehemaliger Kollege, als aufrichtiger und interessanter Gesprächspartner und vor allem als wunderbarer Mensch sehr fehlen.

Wir drücken den Hinterbliebenen und Freunden unsere Dankbarkeit und aufrichtige Anteilnahme aus.

00007992H.G. Schmidt (1999)

„Neue Wege des Lehrens und Lernens“ – Fortbildungen für Hochschullehrende der Germanistik

Das DAAD-Lektorat „Neue Wege des Lehrens und Lernens“ an der Tongji-Universität in Shanghai besteht bereits seit 2009. In Zusammenarbeit mit chinesischen Kollegen werden in diesem Rahmen Fortbildungen für Deutsche Fakultäten in China entwickelt und kostenlos vor Ort durchgeführt.

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pixabay.com, CC0

Mit einem aktualisierten Fortbildungsportfolio hat nun seit diesem Studienjahr die Bildungswissenschaftlerin und DaF-Expertin Julia Weber das Lektorat übernommen. Sie wird die Didaktik-Debatten an den chinesischen Hochschulen verfolgen und die Entwicklung auf der Grundlage der DAAD-geförderten Fortbildungsveranstaltung begleiten. Unter Einbeziehung neuester didaktischer Erkenntnisse können sich Hochschullehrer/-innen ein individuelles Workshop-Programm zusammenstellen, das praxisorientiert und flexibel an ihrer eigenen Fakultät durchgeführt wird.

Das Programm „Neue Wege des Lehrens und Lernens“ besteht aus folgenden Fortbildungsmodulen, die separat oder mitaneinander kombiniert durchgeführt werden können:

1. Methoden und Prinzipien der Fremdsprachendidaktik Deutsch
2. Lehr- und Unterrichtsplanung für die Hochschule
3. Lehren und Lernen mit elektronischen (Online-)Medien
4. Wissenschaftssprache Deutsch, wissenschaftliche Arbeitsformen

Ausführliche Informationen finden Sie dazu in der
Projektbroschüre.

Germanistikdozent/-innen in China sind wahre Multitalente: Sprachlehrer/-innen und Expert/-innen für Literatur, Linguistik, Landeskunde. Gleichzeitig hat sich die Germanistik und auch das Germanistikstudium in China verändert: Es gibt immer mehr Studierende, die anwendungs- und berufsorientiertes Deutsch lernen möchten. Wie soll man da bei hoher Unterrichtsbelastung noch einen didaktisch und methodisch durchdachten und interessanten Fachunterricht gestalten, bei dem die Studierenden zudem ihr Deutsch verbessern können?

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pixabay.com, CC0

Eigens um diese neuen Herausforderungen zu meistern, lernen die Teilnehmer/-innen methodisch-didaktische Verfahren zur Planung und Gestaltung eines sprach- und fachintegrierten Unterrichts kennen und diskutieren gemeinsam, wie man diese Verfahren in den eigenen Fachkursen möglichst praxisnah umsetzen kann. Außerdem ist es Bestandteil der Workshops, Lehr- und Lernmaterialien zu erstellen, um Lehrbuchinhalte sinnvoll zu ergänzen. Dadurch können die Studierenden auch in den Fachkursen ihre Sprachkompetenz erweitern, was ihnen wiederum hilft, die Inhalte besser zu verstehen und noch bessere Noten bei der Prüfung zu erzielen.

Die konkreten Fortbildungsinhalte richten sich ganz nach dem Bedarf der Hochschullehrer/-innen selbst. Dazu werden sich die Ansprechpartner/-innen an den Universitäten und Frau Weber über die Wünsche und die Fortbildungsinteressen ihrer jeweiligen Institution persönlich austauschen.

Bei Interesse an der Durchführung einer Fortbildungsveranstaltung an Ihrem Institut melden Sie sich bitte direkt bei Julia Weber:

weber.julia@gmx.net

Link zur Projektbroschüre

Application period for Green Talents Award has now started

1greenBecome a Green Talent, promote your sustainability research in Germany and gain exclusive access to a remarkable network of excellent young researchers.

2greenBonn, 09/04/2018 Sustainable development is the fundament to preserve our earth for present and future generations by finding a balance between the need for socioeconomic development and the protection of the environment. These topics of global political relevance demand international research cooperation. With its high-class innovation and research centres, Germany supports great efforts in particular by intensifying international cooperation among the bright and outstanding minds of tomorrow.

The German Federal Ministry of Education and Research has held the prestigious “Green Talents – International Forum for High Potentials in Sustainable Development” since 2009. The award honours 25 young researchers every year. Thus, the Green Talents Competition successfully encourages the global exchange of innovative green ideas from various fields of research. Since its inception, the award has recognised 207 young researchers and scientists from 57 nations for their outstanding achievements and contributions to making their communities, countries and societies more sustainable. The award-winners are selected by a jury of renowned German experts and are granted unique access to Germany’s research elite.

The 2018 Green Talents Award includes:
• an invitation to the fully funded two-week Science Forum 2018, consisting of
− a visit to leading German sustainable facilities, institutions and companies with exclusive insights on their pioneering research and projects
− individual appointments with German experts of the winner’s choice to discuss possibilities for upcoming research and cooperation
− networking opportunities at the award ceremony in Berlin with participating Green Talents alumni

• a fully funded research stay of up to three months at an institution of the award-winner´s choice in 2019
• particular access to the exclusive Green Talents alumni network.
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For more information please refer to our website www.greentalents.de where both the competition flyer as well as the award trailer are available.
Deadline for submission: 23 May 2018, 2 p.m. CEST.

 

40 Jahre Deutsch Chinesische Wissenschaftlich Technologische Zusammenarbeit

5. Deutsch Chinesische Innovationskonferenz am 27. Februar 2018

Mit der 5. Deutsch Chinesischen Innovationskonferenz wurde das 40 jährige Jubiläum der Unterzeichnung des Abkommens über wissenschaftlich technologische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China, gewürdigt.

Das chinesische Ministerium für Wissenschaft und Technologie und das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatten Vertreter aus Politik, Industrie und Wissenschaft eingeladen, um auf die inzwischen 40 Jahre andauernde Kooperation im Bereich der Wissenschaft und Technik zwischen beiden Ländern zurückzublicken.

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© DAAD Alunmus Prof. Wu Zhiqiang und Staatssekretär Georg Schütte

Am 9. Oktober 1978 schlossen die Regierungen der Volksrepublik China und der Bundesrepublik Deutschland das Abkommen über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit ab. Es war eines der ersten Kooperationsabkommen zwischen den beiden Regierungen seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1972. Ein Film dokumentierte die vorbildliche erfolgreiche Zusammenarbeit.

Es wurden auch Perspektiven für die zukünftige Zusammenarbeit aufgezeigt. Der chinesische Minister für Wissenschaft und Technologie, Wan Gang, stellte unter anderem die Bedeutung des Austausches von Wissenschaftlern und Forschern in den Vordergrund, als Basis für wissenschaftlich-technologische Innovationen und betonte die Wichtigkeit der grünen und nachhaltigen Entwicklung.

Der Staatssekretär im deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung, Georg Schütte, würdigte in seiner Rede die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Errungenschaften Chinas in den vergangenen Jahrzehnten. Er hob die Bedeutung der Mittler und Förderorganisationen hervor, die die gute Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland gestaltet haben. Die deutsche Regierung wolle in Zukunft die Zusammenarbeit mit China in den Bereichen Klimawandel, Umweltschutz, alternde Bevölkerung, Internet der Dinge, Leichtbauweise und Stadt der Zukunft verstärken. Er ist überzeugt, dass diese globalen Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden können und dass die Zusammenarbeit für die Zukunft große Chancen birgt.

Das direkte Gespräch: DAAD-Auftritt auf der CIEET-Bildungsmesse in Peking

6-409Die meisten jungen Menschen in China informieren sich heute über das Internet, auch beim Thema Auslandsstudium. Aber gerade wenn es ums Detail geht, ist die persönliche Beratung nicht so einfach zu ersetzen. Vor allem auf klassischen Bildungsmessen suchen die Besucher im direkten Gespräch nach Antworten auf ihre individuellen Fragen. Eine der größten chinesischen Bildungsmessen ist die China International Education Exhibition Tour (CIEET). Zu der im Jahr 1999 zum ersten Mal ausgerichteten Veranstaltung kamen im vergangenen Jahr mehr als 18.000 Besucher.

1-409Der DAAD präsentierte sich auf der CIEET in Peking auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit der Akademischen Prüfstelle (APS) mit eigenem Stand. Am 24. und 25. März konnten dort im Gespräch mit interessierten Studierenden, Schülern und Eltern viele Fragen beantwortet und Informationslücken geschlossen werden. Des Weiteren gab es für die Messebesucher die Möglichkeit, dem Vortrag „Study in Germany“ beizuwohnen und damit eine aktuelle Zusammenfassung zur Studiensituation in Deutschland zu erhalten. Eine Möglichkeit die rege genutzt wurde: Nicht alle Zuhörer konnten sich im vollen Präsentationsraum noch rechtzeitig einen Platz sichern.

Das große Interesse an einem Studium in Deutschland spiegelt sich auch in den aktuellen Zahlen der internationalen Studierenden in Deutschland wider: Mit mehr als 30.000 registrierten Personen stellen junge Chinesen die mit Abstand größte Gruppe internationaler Studierender in Deutschland. Jeder achte internationale Studierende in der Bundesrepublik kommt aus China. Viele von ihnen haben zuvor online oder im persönlichen Gespräch beim DAAD Unterstützung gesucht und gefunden.

Deutsch-Chinesische Alumnifachnetzwerke (DCHAN)

DCHAN, die Deutsch-Chinesischen Alumnifachnetzwerke, sind eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Fördermaßnahme zur themen- bzw. fachorientierten Vernetzung deutscher und chinesischer Alumni. Angesprochen sind all diejenigen, die einen für sich signifikanten Studien-, Forschungs- oder Arbeitsaufenthalt in China bzw. Deutschland verbracht haben.

Die Deutsch-Chinesischen Alumnifachnetzwerke wollen Erfahrungen, Kenntnisse und Kontakte deutscher Studierender und Wissenschaftler, die in China gelebt und gearbeitet haben, nachhaltig nutzbar machen. Durch die Vernetzung der Alumni soll die deutsch-chinesische Zusammenarbeit in mehreren Bereichen vertieft werden. Daraus ergeben sich Anstöße für neue wissenschaftliche, aber auch anderweitige Kooperationen.

Die Gruppe “DCHAN” der Deutsch-Chinesischen Alumnifachnetzwerke auf dem Alumniportal Deutschland ist die zentrale Kommunikationsplattform für all diejenigen, die an einem China-bezogenen, fachlich-orientierten Austausch interessiert sind und Expertise in folgenden Bereichen mitbringen:

  • Entrepreneurship
  • Geistes- und Sozialwissenschaften
  • Logistik
  • Maschinenbau
  • Neurowissenschaften
  • Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Urbanisierung und Stadtentwicklung

Das Vernetzungsangebot der DCHAN-Gruppe umfasst

Kontaktvermittlung

  • zu Alumni / von Alumni untereinander
  • zu aktuellen DAAD-Geförderten
  • zu Partnern aus der Forschung
  • zu Partnern aus der Wirtschaft
  • zu nationalen und internationalen Stakeholdern

Vermittlung von Expertenwissen

  • für Ihre China-bezogene Alumniarbeit
  • für Ihre China-bezogene Projektarbeit
  • für nachhaltige Kooperationen mit China

Kontakt

DCHAN – Deutsch-Chinesische Alumnifachnetzwerke
c/o DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst
Kennedyallee 50
53175 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 882-4662
Kontakt: Cécile Jeblawei
E-Mail: jeblawei@daad.de

http://dchan.alumniportal.com/

Deutschland-Alumni-Treffen der Provinz Guangdong 2018

Am 14. März richteten das Generalkonsulat Kanton und der DAAD gemeinsam das Deutschland-Alumni-Treffen aus. Auf der Veranstaltung trafen sich 76 Alumni im Künstlerbezirk Redtory Art+Design Factory unweit des Stadtzentrums von Guangzhou, um sich bei abwechslungsreichen Aktivitäten auszutauschen. Zunächst hatten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Gelegenheit, an einer Führung durch die Ausstellungen „Future Life Handbook“ und „Bill Viola Selected Work 1977- 2014“ teilzunehmen. Die vielfältigen Exponate boten einen spannenden Einblick in die Welt zeitgenössischer Kunst. Im Anschluss fand sich die Gruppe dann in lockerer Runde zum Buffetempfang im ebenfalls auf dem Gelände befindlichen Restaurant „Hanging Garden“ ein. Nachdem der stellvertretende Generalkonsul Dirk Lechelt und der Direktor des DAAD Informationszentrums Guangzhou Dominik Gerland jeweils Grußworte an die Runde richteten, nutzten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Zeit zum Netzwerken und erinnerten sich bei Snacks und Getränken an ihre zurückliegende Studien- und Forschungszeit in Deutschland. Die angenehme Atmosphäre wurde von den Anwesenden sehr geschätzt. Sie freuen sich bereits auf den für Mai angekündigten Alumni-Stammtisch – eine Veranstaltung, die seit Anfang 2018 in zweimonatlichen Abständen stattfindet. Mit diesem Vorhaben möchte der DAAD dazu beitragen, einen Raum zu schaffen, in dem ehemalige Deutschland-Alumni aus verschiedenen Bereichen auch langfristig zusammenfinden und untereinander sowie mit Deutschland verbunden bleiben.

Steffen Hanisch, DAAD IC Guangzhou

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Mit dem DAAD ins Gespräch kommen: CIEET-Bildungsmesse in Peking

1In diesem Jahr wird der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) wieder bei der China International Education Exhibition Tour (CIEET) in Peking vertreten sein. Gemeinsam mit der Akademischen Prüfstelle (APS) präsentiert sich der DAAD am 24. und 25. März dort mit eigenem Stand (National Agriculture Exhibition Center, Standnummer B706-B707). Von 10:00 – 16:30 Uhr können interessierte Studenten, Schüler und deren Eltern mit uns ins persönliche Gespräch kommen und Fragen rund um das Thema Studium in Deutschland stellen.

Die CIEET wurde zum ersten Mal im Jahr 1999 ausgerichtet und hat sich seitdem zu einer der größten Bildungsmessen in China entwickelt, die es chinesischen Schülern und Studenten ermöglicht mit internationalen Institutionen wie dem DAAD in direkten Kontakt zu treten. 2018 macht die CIEET in 5 chinesischen Städten Station und wird neben Peking auch in Xi’an, Chengdu, Shanghai und Guangzhou ausgerichtet.

2Neben dem persönlichen Gespräch mit unseren Mitarbeitern am Stand, wird es am Samstag (24.3.) die Möglichkeit geben an unserem Vortrag „Study in Germany“ teilzunehmen. Dieser findet im Zeitraum 11:30 – 12:00 Uhr im Seminarraum statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 18.000 Besucher an der CIEET teil, davon besuchte mehr als die Hälfte die Station der Messe in Peking. Die teilnehmenden Institutionen kamen aus 29 unterschiedlichen Ländern und Regionen. Dabei war Europa mit 15 Herkunftsländern gut vertreten. In Deutschland stellen chinesische Studierende die mit Abstand größte Gruppe internationaler Studierender: Mehr als 30.000 sind derzeit an deutschen Hochschulen eingeschrieben – jeder achte internationale Student in Deutschland kommt aus China. Global rangiert Deutschland unter den fünf beliebtesten Ländern für ein Auslandsstudium.

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Der DAAD in China mit neuem Namen

Der DAAD in China mit neuem Namen. Aus Deyizhi Xueshu Jiaoliu Zhongxin wird Deguo Xueshu Jiaoliu Zhongxin.

Als Verein der deutschen Hochschulen ist der DAAD eine Nichtregierungsorganisation. Entsprechend des NGO Gesetzes der VR China musste sich der DAAD, der seit 1994 in China tätig ist, als NGO registrieren. Am 27. November 2017 wurde die Registrierungsurkunde überreicht und der DAAD trägt nun den Namen Deguo Xueshu Jiaoliu Zhongxin.

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Neuer DAAD Newsletter Januar 2018

Newsletter BildDer aktuelle Newsletter der DAAD-Außenstelle Peking ist heute erschienen.

In dem alle zwei Monate neu erscheinenden informativen E-Newsletter des DAAD China werden aktuelle Aktivitäten und Projekte vorgestellt, sowie Nachrichten aus Bildung und Forschung.

Hier können Sie den Newsletter abonnieren.

Lesen Sie die neueste Ausgabe HIER

Neuanbindung TUM Beijings

Die Technische Universität München (TUM) schloss Ende Dezember 2017 einen neuen Kooperationsvertrag mit der Universität für Luft-und Raumfahrt Beijing (Beihang) ab. Beide Universitäten haben vereinbart, ihre Forschungszusammenarbeit zu intensivieren und ein neues PhD-Double-Degree Programm im Bereich Luft-und Raumfahrt einzurichten. Im Rahmen der verstärkten Kollaboration wurde das Liaison Office TUM Beijing an den Campus der Beihang übergangsweise angebunden. In Zukunft werden die beiden Universitäten ihre langjährige Partnerschaft weiter vertiefen und neue Kooperationsprojekte vorantreiben.

Kontakt:

Technische Universität München
Frau JIN Zhenshan
Room 204, Xixiaolou Building
International Division
37 Xueyuan Road, Haidian District
Beijing, 1000191
Tel. +86 10 82317552
E-Mail: beijing@tum.de

Professor WU Zhiqiang zum Mitglied der Chinesischen Akademie der Ingenieurwissenschaften gewählt

Prof. WU Zhiqiang, wurde als Mitglied in die Akademie der Ingenieurwissenschaften aufgenommen. Diese Auszeichnung ist eine weitere Würdigung der Leistungen des Vizepräsidenten der Tongji Universität und knüpft an seine nationalen und internationalen Erfolge an.

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© Tongji Universität

© Tongji Universität

© Tongji Universität

Professor Wu begann seine wissenschaftliche Laufbahn an der Tongji Universität, an die er nach erfolgreicher Promotion an der TU Berlin im Fach Stadt- und Regionalplanung im Jahre 1996 zurückkehrte. Zahlreiche Großprojekte wurden unter seiner Leitung, wie die Generalplanung des Expo Parks 2010, realisiert. Er wirkt in verschiedenen Gremien der Stadt- und Raumplanung auf nationaler und internationaler Ebene mit und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Darüber hinaus gewann er mehrere Preise für Errungenschaften in Wissenschaft und Technologie.

Angesichts der großen Herausforderungen und Konstruktionsprobleme bei der Urbanisierung Chinas entwickelte er neue mathematische Methoden, analysierte die Abläufe in der Stadtentwicklung, simulierte Planungseffekte und bewertete und verbesserte Planungsentscheidungen. Mit seinen erfolgreichen Planungsprojekten leistete er einen bedeutenden Beitrag für die Stadtplanung.

Darüber hinaus hat der Ausnahmewissenschaflter über 20 chinesische und fremdsprachige Monographien verfasst und auch mehrere Standardwerke über Stadtplanung übersetzt und 200 Abhandlungen in chinesischen und ausländischen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Der DAAD Peking gratuliert Prof. WU zu dieser Ernennung.

Mehr: http://news.tongji.edu.cn/classid-6-newsid-56208-t-show.html

Shanghai-Tour für die deutschen DAAD-Stipendiaten

12. November, ein heiterer Sonntag. In der Stadt sind tausende Marathonläufer unterwegs – und die deutschen DAAD-Stipendiaten machen sich auf den Weg zu einer Erkundungstour durch Shanghai.

Um die Freundschaft und Kommunikation zwischen den chinesischen und den deutschen Studierenden zu fördern, organisierte das DAAD Informationszentrum Shanghai zusammen mit der AHK die Stadttour, mit dem Ziel, dass die gerade erst in Shanghai angekommenen deutschen Stipendiaten die Stadt besser kennenlernen.

Diesmal wurden die deutschen Studierenden aus der Jiaotong Universität, der Tongji Universität und der Fudan Universität eingeladen.

Vormittags erhielten die Studierenden bei einem Besuch des Stadtgestaltungsmuseums viele interessante Informationen über die Entwicklung und Gestaltung der Stadt Shanghai und bekamen auf diese Weise einen ersten Eindruck von der Stadt.

Danach stand die Besichtigung der AHK auf dem Programm. Die AHK ist die offizielle Assoziation der deutschen Unternehmen in China. Herr SHI Min stellte die Struktur der AHK und die Zusammenarbeit mit dem DAAD vor und die Studierenden lernten viel über die Kultur und Struktur der deutschen Unternehmen in Shanghai.

Insgesamt zeigte sich auf dieser Ein-Tages-Tour ganz deutlich, wie schnell sich eine Stadt durch Austausch und Kommunikation mit anderen Ländern entwickeln kann. Beim Abschied wurden Telefonnummern zwischen den Studierenden ausgetauscht und erste Freundschaften geschlossen.

DAAD-Alumni sind überall zu finden, sowohl an den Universitäten als auch in den Unternehmen. Das DAAD-Alumni-Netzwerk ist sehr bedeutend für die kulturelle Kommunikation zwischen China und Deutschland.

Mit neuen Kontakten und vielen neuen Informationen über die Stadt Shanghai können die Studierenden nun erfolgreich in ihren Auslandsaufenthalt starten.

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DAAD Informationszentrum Shanghai

Neuer DAAD Newsletter November 2017

Newsletter BildDer aktuelle Newsletter der DAAD-Außenstelle Peking ist heute erschienen.

In dem alle zwei Monate neu erscheinenden informativen E-Newsletter des DAAD China werden aktuelle Aktivitäten und Projekte vorgestellt, sowie Nachrichten aus Bildung und Forschung.

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Literaturstraße – 17 Jahre Flaniermeile der Germanistik zwischen China und Deutschland

Bei strahlendem Sonnenschein wurde auf dem Campus der Pekinger Renmin Universität im 80. Jahr ihres Bestehens das 17. Symposium der germanistischen Fachzeitschrift Literaturstraße am 13. und 14. Oktober 2017 ausgerichtet.

Zu dem Thema „Lebensgeschichten in Literatur, Sprache und Medien“ trafen sich mehr als 100 Germanistinnen und Germanisten aus ganz China sowie Vertreter*innen der Zunft aus Deutschland sowie aus Korea und Japan.

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© Renmin Universität

Blickte die Renmin Universität auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück, so geht die Literaturstraßein ihr stolzes 18. Jahr. Zeit für eine Rückschau, aber auch für einen Ausblick auf die Zukunft. Für ersteres sorgten u. a. die Mitinitiatoren und Mitbegründer der Literaturstraße, Prof. Dr. h.c. Zhang Yushu (Beijing) als Ehrenherausgeber der Literaturstraße, Prof. Dr. Edeltrut Kim (Korea) sowie Prof. Dr. Naoji Kimura (Japan), deren Grußworte den Start der Zeitschrift in Erinnerung riefen.

Mitglieder der gegenwärtigen Redaktion der Literaturstraße sowie der China Publishing Group, der Deutschabteilung sowie des Deutschland-Forschungszentrums der Renmin Universität als Veranstalter knüpften an und konnten mit der Präsentation der Übersetzung von Stefan Zweigs Marie Antoinette auf jüngste Schaffenserfolge chinesischer Germanist*innen hinweisen.

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Aber nicht allein Erreichtes wurde gewürdigt: das breite Spektrum der rund 80 Vorträge spiegelt die vielfältigen Forschungsinteressen und -gebiete und auch die Forschungsansätze in der chinesischen Germanistik wider. So widmeten sich die Arbeiten sehr bekannten Autor*innen wie Goethe, Hesse oder Herta Müller, aber auch weniger bekannten bzw. wiederentdeckten Namen wie etwa Klara Blum oder Irmgard Keun.

Im Bereich der Sprache gerät die wissenschaftliche Kommunikation sowie kommunikatives Verhalten im Kontext von kulturellen Lern- und Austauschsituationen zunehmend ins Blickfeld, wohingegen sich medienorientierte Untersuchungen mit Erinnerungskulturen und ihrer Breitenwirkung in Deutschland und Asien befassten.

Sichtbar präsent war jedoch nicht nur die Generation der bereits etablierten Germanist*innen. Auch eine junge Generation germanistischer Nachwuchsforscher*innen nutzte die Gelegenheit des Symposiums, ihr fachliches Wissen und Können in Vorträgen und Diskussionen unter Beweis zu stellen.

Den Abschluss bildete ein Empfang beim Goethe Institut im 798 (Beijing), dem bekannten Industrieareal, das einen Wandel in eine Kunst- und Kulturzone geschafft hat.

Über das Symposium hinaus bietet die Fachzeitschrift Literaturstraße ein Forum, germanistische Forschung zu Literatur, Sprache und Medien aus und in China, in Deutschland, aber auch international verfügbar zu machen und darin einen wichtigen Beitrag im fachlichen transnationalen Austausch zu leisten. Dafür ist beiden Formaten, Symposium und Fachzeitschrift, die notwendige Unterstützung zu wünschen, damit sie weiterhin Dokumente fruchtbar schaffender Geister bereichernd wirken können.

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Dr. phil. Gabriele E. Otto

 

Aha-Effekte in der deutschsprachigen Lyrik

Eine interkulturelle Germanistiktagung an der Peking Universität

Aha-Effekte in der deutschsprachigen Lyrik– zu diesem Thema fand am 20. und 21. September eine interkulturelle literaturwissenschaftliche Tagung am Institut für Germanistik der Peking Universität statt. Hierbei trafen die drei deutschsprachigen Lyriker Ann Cotten, Steffen Popp und Dirk von Petersdorff mit Germanistinnen und Germanisten aus Deutschland, Österreich und China zu spannenden Vorträgen und Diskussionen zusammen.

Clemens Treter

Clemens Treter

Ermöglicht wurde diese Veranstaltung durch eine erfolgreiche Kooperation zwischen dem DAAD, namentlich den Pekinger DAAD-Lektoren Dr. Benjamin van Well (PKU), Dr. MarleenTriebiger (UIBE) und Dr. Ulrich Eschborn (BIT), der OeAD-Lektorin Mag. Stephanie Godec (PKU), dem Goethe Institut, dem Österreichischen Kulturforum und dem Institut für Germanistik der Peking Universität. Eingestimmt wurde in die Tagung durch Grußworte von Dr. Clemens Treter (Leiter des Goethe-Instituts Peking), Enrico Brandt (Kulturreferent der Deutschen Botschaft Peking) und Prof. Dr. Huang Liaoyu (Dekan des Instituts für Germanistik der Peking Universität).

Die Tagung gab den Hörerinnen und Hörern einen multiperspektivischen Blick auf das Thema Lyrik: In drei Sektionen diskutierten Dichter mit Mediävisten, Neugermanisten, Medienwissenschaftlern, Übersetzern und Linguisten darüber, wie Gedichte durch ihre Machart eine plötzliche, unerwartete Erkenntnis beim Rezipienten zeitigen, welche Strategien Lyrikerinnen und Lyriker einsetzen, um den Rezipienten zu einem Aha-Erlebnis zu führen, und welche Schwierigkeiten sich bei der Übersetzung solcher Effekte in eine andere Sprache, v.a. ins Chinesische oder umgekehrt ins Deutsche, ergeben können.

Christoph Deupmann

Christoph Deupmann

In der Sektion der Lyriker wurde die Kategorie Verstehen mit Bezug auf neue Erkenntnisse der Kognitionswissenschaften und am Beispiel moderner Gedankenlyrik diskutiert und der Versuch unternommen, diesen Begriff von dem der Scheinerkenntnis abzugrenzen. Weiter wurden Überlegungen angestellt zu Aspekten poetischer Erkenntnisweise und ästhetischer Erfahrung als Bestandteile von Aha-Erlebnissen.

Anschließend gaben die Teilnehmer der Übersetzersektion anhand zahlreicher Beispiele aus der englischen und deutschsprachigen sowie der chinesischen Lyrik Einblicke in die Schwierigkeiten, die sich bei der Übertragung von Aha-Effekten in eine andere Sprache ergeben können. Diskutiert wurden u.a. Verfahren bei der Übersetzung der Gedichte Benns, Grünbeins und Enzensbergers ins Chinesische, aber auch der Songs des Nobelpreisträgers Bob Dylan ins Deutsche. Zudem wurde gezeigt, wie eine fehlerhafte oder unpräzise Übersetzung von Atmosphärischem in Tang-Gedichten zu vermeintlichen Aha-Effekten beim Rezipienten führen kann.

Barbara von der Lühe

Barbara von der Lühe

Die literaturwissenschaftliche Sektion nahm zunächst den spätmittelalterlichen Minnesang in den Blick und analysierte hierbei Techniken der Verrätselung und Überraschung auf metrisch-musikalischer und metaphorischer Ebene. Anschließend wurden Überraschungsmomente in der Epigrammdichtung des 17. Jahrhunderts von Opitz, Hofmannswaldau und Weckherlin herausarbeitet und deren Verfahren exemplarisch vorgestellt. Es folgten Beiträge zu Gedichten Goethes, Hesses, Rilkes und Celans bis hin zur Gegenwartslyrik und einer Betrachtung von Aha-Effektenin der Lyrik im App-Zeitalter aus medienwissenschaftlicher Sicht.

Die Tagung ermöglichte durch ihre thematisch breitgefächerte interkulturelle Ausrichtung einen regen und produktiven Austausch zwischen Dichtern und Wissenschaftler/Innen dreier Länder, führte zu einem tiefergehenden Verständnis der Kulturen und in diesem Sinne zu vielen Aha-Erlebnissen.

Weiterführende Informationen zu der Tagung, den Vortragenden und dem geplanten Tagungsband sowie Fotos finden sich im Internet auf der tagungseigenen Homepage https://ahaeffekte.wordpress.com.

Benjamin van Well