Ausschreibung „Von Alumni für Alumni“ 2012
Sie wollen mit Alumni Fachfragen diskutieren, in einem kleinen Workshop Themen aus Ihrem Fachbereich bearbeiten und sich mit Ihren Fachkollegen weiter vernetzen? Der DAAD unterstützt Sie mit dem Programm „Von Alumni für Alumni“ bei der Organisation kleinerer Alumni-Workshops und Fachseminare. Wir bieten Ihnen sowohl organisatorische als auch finanzielle Hilfe an. Die Initiative geht dabei von den Alumni selbst aus. Sie entwickeln die Idee für eine Veranstaltung und organisieren diese auch. 2010 und 2011 konnte der DAAD 20 kleinere Alumni-Fachseminare fördern, in denen unterschiedlichste Themen wie Psychologie, Wirtschaft, Erziehungswissenschaft, Berufsbildung oder Umweltrecht diskutiert wurden. Unsere fachlichen Alumni-Netzwerke sind dadurch gestärkt worden.
2012 führt der DAAD das Programm fort. Ihre Veranstaltungsidee und die zugehörigen Informationen tragen Sie bitte im beigefügten Antragsformular ein. Bitte reichen Sie das ausgefüllte Formular (zum Download bitte hier klicken) bis zum 15. März bei der DAAD-Außenstelle Peking ein.
Voraussetzungen für die Antragsstellung:
• Sie selbst sind Deutschland-Alumna/Alumnus
• Die Zielgruppe der Veranstaltung sind Deutschland-Alumni (mindestens 60%)
• Das Thema der Veranstaltung ist fachbezogen.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Projektbeauftragte Frau WU Fei ( alumni[at]daad.org.cn ).
Berichte der „von Alumni für Alumni“ Veranstaltungen 2011
Am 28. Juni organisierte Wang Jian vom Institut für Corporate Social Responsibility der Beijing Normal University und Alumnus der Universität Bremen ein Fachseminar zum Th ema „Corporate Social Responsibility (CSR) der Unternehmen und gesellschaftliche Entwicklung am Beispiel deutscher Unternehmen in China“. Eingeladen waren Vertreter der Wirt- und Wissenschaft, wie der Vizepräsident und Verantwortliche für CSR von Bayer China, Herr William Valentino, die Vizepräsidentin von Volkswagen China, Frau Molly Yang, sowie der Dekan der School of Social Development and Public Policy der Beijing Normal University, Herr Prof. Zhang Xiulan.
Am 19. Juli fand dank der tatkräftigen Unterstützung durch Herrn Li Qilong von der East China Normal University ein Fachseminar zum Thema „ChinesischDeutsche Erziehungswissenschaft“ statt. Zur Veranstaltung war Prof. Dietrich Berner, Erziehungswissenschaftler der Humboldt-Universität Berlin, eingeladen, der gemeinsam mit Prof. Peng Zhengmei (East China Normal University) die Keynote Speech „Ein Vergleich des Erziehungsgedankens bei Humboldt und Cai Yuanpei“ hielt. Unterschiede und Gemeinsamkeiten wurden vor dem Hintergrund der chinesischen und deutschen Philosophie, Kultur, Erziehungstraditionen und Geschichte erörtert, ebenso wie der Einfluss auf die beiden Kulturkreise. Das Gehörte wurde von den teilnehmenden Alumni intensiv diskutiert.
Der fünfte „Asian-link Workshop on Marine Natural Products and Medicinal Plants” fand vom 18.-20. September in Qingdao statt. Die Fachkonferenz wurde von Wang Bingui, DAAD-Alumnus und Forscher am Institute of Oceanology der Chinese Academy of Science, organisiert. Viele der Teilnehmer haben eine langjährige Bindung an Deutschland. Alumni der Forschungsbereiche Nutzung von meeresbiologischen Ressourcen, Forschung meeresbiologischer Aktivität, Untersuchungen zu Meeressedimenten sowie traditionelle chinesische Pharmakologie diskutieren über neueste Entwicklungen im jeweiligen Arbeitsbereich.
Am 12. November wurde auf den Vorschlag von Herrn Dr. Zhang Chengwen (Jiaxing University) hin gemeinsam mit dem DAAD und der Vereinigung für aus dem Ausland zurückgekehrte Existenzgründer der Region des Yangtse-Deltas die Veranstaltung „Zweites deutsch-chinesisches Forum zur Berufsbildung“ in Jiaxing organisiert. Teilnehmer der Veranstaltung waren Deutschland-Alumni von Hochschulen, Berufsschulen und Unternehmen, die Entwicklungen und Trends im Bereich der deutsch-chinesischen Berufsbildung und die Schwerpunkte derkünftigen Zusammenarbeit analysierten.
Am 13. November organisierten der DAAD und das Real Estate Law and Policy Research Center der Rechtsfakultät der Tsinghua Universität unter Federführung von Herr Dr. Wang Hongliang ein Fachseminar zum Thema Eigentumsrechte staatlich gebauter Wohnungen. Die 20 Experten aus verschiedenen Forschungsinstitutionen diskutierten angeregt Themen wie „Wohnrecht und Sozialrecht“, „Eigentumsrechte von Sozialwohnungen“, „soziale Mietwohnungen“ und „ rechtliche Merkmale staatlicher Vorsorgefonds“.
Vom 25. bis 26. November veranstaltete Prof. Shi Shiwei von der University of International Business and Economics mit Unterstützung des DAAD das „Zweite Fachtreffen wirtschaftswissenschaftlicher Deutschland-Alumni-Wirtschaftspolitik und Überwindung der Schuldenkrise in Deutschland und Europa“ in Peking. Über 30 Wirtschaftswissenschaftler verschiedener Institutionen aus ganz China diskutierten angeregt die Besonderheiten der Rolle Deutschlands in der europäischen Währungskrise.
Am 09. Mai 2011 fand in Huangshan in der Provinz Anhui ein Forum zum Thema „Entwicklungen im Bereich ökologischer Tourismus und Fach Tourismusmanagement“ statt. Die Veranstaltung wurde von Frau Zhang Yanling, der Dekanin des Instituts für Touristik der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Management der Tianjin University of Finance and Economics und Alumna der TU Freiberg, organisiert. Über 20 Deutschland-Alumni und Wissenschaftler der Tianjin University, der Fudan Universität, der Tianjin Polytechnic University, der Beijing Information Science and Technology University und zehn weiterer chinesischer Universitäten diskutierten aus unterschiedlichen Blickwinkeln über die Themen „Ökologischer Tourismus“, „Anthropogeographie“, „Hochschulbildung“, und „soziale Verantwortung von Unternehmen“ und „Umweltmanagement“.
Am 26. März 2011 veranstaltete der DAAD in Kooperation mit der Beijing University of Aeronautics and Astronautics (BUAA) vertreten durch Frau Prof. Huang Hui, ein Forum zum Thema „Rechtliche Aspekte für die Zwangseinweisung psychisch kranker Menschen“. Unter den Teilnehmern – viele davon Deutschland-Alumni – waren neben Wissenschaftler der Peking-Universität, der Tsinghua-Universität, der Chinesischen Universität für Politik und Rechtswissenschaft, der Zhejiang-Universität, der Tongji-Universität, der East China University of Political Science and Law und der Central South University, unter anderem auch . Journalisten der „Outlook Weekly“, der „Procuratorial Daily“ und der „Legal Daily“. Während der Veranstaltung wurden die derzeitige Situation der Zwangseinweisung psychisch kranker Menschen und der entsprechende gesetzliche Rahmen, die rechtliche Stellung der Patienten, die Zwangseinweisung auf Betreiben von Angehörigen sowie die Zwangseinweisung durch staatliche Organe diskutiert. In Bezug auf die grundlegende Problematik dieses Bereichs herrschte Einigkeit unter den anwesenden Experten. Frau Huang Xuetao, die Verfasserin des in China vielbeachteten „Analyse über das Gesetz zur Zwangseinweisung psychisch Kranker“, betonte, dieses Forum sei das erste Mal, seit sie in diesem Bereich forscht, dass ein echter Austausch über dieses Thema auf so hohem Niveau unter Rechtswissenschaftlern gemeinsam stattfinde.
Die “Von Alumni für Alumni“-Veranstaltungsberichte 2010
Anfang 2010 hat die DAAD Außenstelle ein neues Program gestartet – „Von Alumni für Alumni”. Mit diesem Programm sollen Alumni dabei unterstützt werden, in eigener Initiative Alumni-Seminare in ihrem Fachgebiet zu organisieren und durchzuführen. Der DAAD nimmt die Rolle des Kooperationspartners ein, und bietet finanzielle und organisatorische Unterstützung an.
Vom 10.-11. Januar 2010 wurde das erste Seminar zu „Kultur, Erziehung und Kreativität“ vom Institut für Psychologie und Kognitionswissenschaft der psychologischen Fakultät der Tsinghua Universität abgehalten. Neben dem DAAD waren auch die Alumni-Vereinigung der FU Berlin, die Kunshan Progressive Education Group und die Beijing Creative and Culture Education Campus weitere Veranstalter.
Organisiert wurde das Treffen von Dr. Yi Xinfa von der Psychologische Fakultät der Tsinghua Universität, der zugleich Generalsekretär der Alumni-Vereinigung der FU Berlin ist. Außer den bereits mehr als geladenen Gästen, nahmen auch Universitäts-Dozenten aus ganz China, Studenten sowie Schulleiter und Lehrer aus Pekinger Grundschulen teil. Das Seminar hatte vier verschiedene Panels, auf denen Themen wie der Ursprung der Kreativität, der Einfluss der Erziehung auf die Kreativität, Vergleich zwischen der Kreativitäts-Förderung in China und im Westen etc. vorgestellt und diskutiert wurden – mitunter sehr kontrovers.
Eine weitere „Von Alumni für Alumni“- Veranstaltung fand am 17. April 2010 in Beijing statt, organisiert von Zhang Weidong, Alumnus der Universität Bielefeld, der jetzt im Chinese Centre for Disease Control and Prevention arbeitet. Er organisierte ein Seminar zum Aufbau eines öffentlichen Gesundheitssystems in China. Eines der Themen war die Reaktion des chinesischen Gesundheitssystems auf die gegenwärtigen Schweinegrippen-Epidemie. Als Teilnehmer waren nicht nur Mediziner, Public Health-Experten und Biowissenschaftler eingeladen, sondern auch Alumni aus den Wirtschaftswissenschaften und Fachleute für soziale Sicherungssysteme. Aufgrund des Erdbebens in Yushu mussten einige der angemeldeten Alumni leider kurzfristig absagen. Wenn auch in kleinem Kreise, so war es ein gelungenes Treffen, bei dem es zu intensivem Meinungs- und Gedankenaustausch kam.
Am 9. Juli 2010 veranstaltete der Humboldtianer Prof. Li Jian vom Institute of Mountain Hazards and Environment (CAS) in Chengdu ein gut besuchtes Symposium über Gletscherforschung, an dem auch der bekannte Forscher Prof. Xie Zichu teilnahm, der den Anwesenden Einblicke in seine Forschungsarbeit gab.
Der August war geprägt von Veranstaltungen in Shandong. So organisierte Prof. Li Zhikun von der Shandong Jianzhu Universität am 14. August 2010 ein Symposium zum Thema Konsumpsychologie, auf dem er unter anderem die Ergebnisse einer von ihm durchgeführten Umfrage präsentierte und zur Diskussion stellte. Ein Workshop zum Thema „Frontier Medicine“ wurde am 15. August von Prof. Cao Yanwei von der Qingdao Universität veranstaltet, der den Alumni auch eine Möglichkeit zum Austausch über Probleme und Erfahrungen bei der Reintegration in die chinesische Medizinfachwelt bot.
Am 2. September 2010 wurde in Lanzhou auf einem von Prof. Wang Jianlin von der School of Life Sciences der Lanzhou Universität organisierten Seminar zur Evolutionsbiologie unter anderem der Einfluss von Umweltverschmutzung auf die Entwicklung von Organismen diskutiert, wodurch die Zuhörer nebenbei wichtige Informationen über die Bedeutung des Umweltschutzes erhielten.
Prof. Yu Xiaogan organisierte am 16. Oktober 2010 für das Nanjing Institut für Geographie und Limnologie der CAS einen Workshop zum Thema „Regionale Entwicklung“, an dem neben vielen bekannten Forschern aus Deutschland und China auch in diesem Bereich tätige Regierungsvertreter teilnahmen. Der Chefredakteur des Magazins „Ressources and Environment in the Yangtse Basin“ war ebenfalls anwesend und äußerte den Wunsch, die Vorträge des Workshops in einer Sonderausgabe veröffentlichen zu können.
Im November gab es zahlreiche Veranstaltungen. So wurden am 7.November 2010 in Wuhan unter Leitung von Prof. Qin Tianbao von der Wuhan Universität viele Aspekte aus dem Themenbereich Klimaschutzgesetze angeregt diskutiert.
Am 20. November 2010 trafen sich in Peking auf Einladung von Prof. Shi Shiwei von der University of International Business and Economics Deutschland-Alumni aus dem Bereich Wirtschaft, um den wechselseitigen Einfluss der deutschen und chinesischen Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaft zu beleuchten. Ebenso angeregt diskutiert wurde unter anderem der Festvortrag von Prof. Mao Yushi und die Reaktionen beider Länder auf die Finanzkrise.
Die Veranstaltung über Sozialfürsorge, die Wang Jian, Deutschland-Alumnus und Doktorand an der Beijing Normal University, am 21. November 2010 organisierte, bestand aus zwei Teilen. Zunächst wurden in Picun nahe des Pekinger Flughafens die Einrichtungen der Organisation „Migrant Workers’ Home“ besucht, wie zum Beispiel das Migrantenmuseum und die Migrantenschule. Das anschließende Symposium fand in einem der Klassenräume der Schule statt. In verschiedenen Vorträgen beleuchteten chinesische Spezialisten das öffentliche Wohlfahrtswesen Chinas aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive. Außerdem referierte Ruth Schimanovski über die Arbeit von Misereor in China und der „Migrant Workers’ Home“-Gründer Sun Heng erzählte in Wort und Lied von der Entwicklung der Organisation und seinen persönlichen Erlebnissen, was die ganze Veranstaltung abrundete und bei allen Teilnehmern einen tiefen Eindruck hinterließ.
Die letzte „Von Alumni für Alumni“-Veranstaltung des Jahres 2010 fand am 27. November statt. 15 DAAD-Deutschland-Alumni diskutierten im Pattaya-Hotel in Shenzhen angeregt über wichtige Themen wie „Berufsbildung“ und „Unternehmensentwicklung“. Unter den aus verschiedenen Städten angereisten Alumni waren sowohl Vertreter von Berufsbildungseinrichtungen als auch aus dem Bereich Unternehmensmanagement anwesend. Auch Frau Peng Ling vom DAAD-Informationszentrum Guangzhou nahm an dem Treffen teil, das von der Organisatorin und Alumna der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden Frau Yu Jianjun moderiert wurde. Der Experte für deutsche Berufsbildung Bernhard Loos referierte über Berufsbildung in Deutschland und Unternehmensentwicklung und skizzierte die derzeitige Lage des chinesischen Berufsbildungssystems. Auch der Deutschland-Alumnus und General Manager der ECO Schulte GmbH & Co KG, Herr Du Hao, der auf eine reichhaltige eigene Berufserfahrung zurückblicken kann und viel Erfahrung im Bereich Weiterbildung hat, hielt einen Vortrag und diskutierte anschließend mit den Anwesenden aus einer unternehmerischen Sicht die derzeitige Berufsbildungssituation in China und deren zukünftige Entwicklung. Die Vorträge von Herrn Loos und Herrn Du stießen auf großes Interesse, sorgten für viel Diskussionsstoff und regten vor allem zum Nachdenken darüber an, wie man den praktischen Problemen der Lehre im Bereich der Berufsbildung und der Praktikumsmöglichkeiten für Studierende in China und deren Umsetzung begegnen kann.


