Workshop für chinesische und deutsche Austauschstudierende aka deutsch-chinesisches Kreativseminar

Logo_Austauschjahr_2016_kleinChinesische Studierende mit Deutschlanderfahrung – deutsche Studierende mit Chinaerfahrung – drei Workshops an zwei Tagen im spätherbstlichen Peking – zusammen Arbeiten und Spaß haben bei einer Veranstaltung des Deutsch-Chinesischen Jahres für Schüler- und Jugendaustausch – veranstaltet vom DAAD und der Beijing Foreign Studies University vom 9.-10. Dezember 2016.

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© DAAD

Die Grundidee der Veranstaltung, die aus Sondermitteln des deutschen Außenministeriums gefördert wurde und Teil des Deutsch-Chinesischen Jahres für Schüler- und Jugendaustausch war, ist eine Begegnung von chinesischen Studierenden, die bereits als Austauschstudierende in Deutschland waren und deutschen Studierenden, die gerade als Austauschstudierende an einer chinesischen Hochschule studieren. Da die Begegnung mehr als ein unverbindlicher Social Event bei einer Tasse Tee und einem Glas Bier sein sollte, wurde sie moderiert und bestand inhaltlich aus drei Workshops zu unterschiedlichen Themen. Es war also Arbeit angesagt – gemeinsame Arbeit in deutsch-chinesischen Gruppen.

Drei Workshops

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Prozessablauf Design Thinking

Das Kernstück des Programms bildete ein halbtägiger „Design Thinking“ Workshop, der Dank der Zusammenarbeit mit SAP Labs China angeboten werden konnte. Der Begriff Design Thinking steht für eine Vorgehensweise, die eine Gruppe dabei anleitet, neue und innovative Ideen zur Lösung eines Problems zu finden. Es geht – leicht verkürzt ausgedrückt – um Kreativität in der Gruppe, weshalb die Veranstaltung gerne auch als deutsch-chinesisches Kreativseminar bezeichnet wurde.

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Die neue App “WeEat” macht Dir Vorschläge, wo Du heute Mittagessen sollst. © DAAD

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Trainer William Chou von SAP LAbs China in Shanghai. © DAAD

 

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Piktogramme für ein Fitnessstudio. © DAAD

In den beiden anderen Workshops entwarfen die Teilnehmer Piktogramme für den Einsatz an unterschiedlichen öffentlichen Orten wie z.B. in einem Bahnhof, einem Personenaufzug oder einem Fitnessstudio bzw. reflektierten ihre persönlichen Erfahrungen beim Studieren und Leben im jeweils anderen Land sowie Mittel und Wege, um Austausch in Zukunft nach Möglichkeit noch nachhaltiger zu gestalten.

70 Studierende nahmen an der Veranstaltung Teil, je zur Hälfte Chinesen und Deutsche. Die deutschen Teilnehmer studieren überwiegend an Universitäten in Peking oder im Großraum Shanghai. Die chinesischen Studierenden studieren an Pekinger Hochschulen und insbesondere der Beijing Foreign Studies University, wo die Veranstaltung auch stattfand.

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© DAAD

Die Stimmung war prächtig, das Feedback der Teilnehmer am Ende der Veranstaltung einmütig positiv und alle waren sich einig, dass dies eine besondere Veranstaltung war. Anregungen und Kritik gab es hauptsächlich wegen des frühen Programmbeginns am zweiten Tag um 8 Uhr morgens und wegen der hohen Programmdichte.

Grußworte

Prof. Wang Jianbin, Frau Maria Schärli, Dr. Thomas Schmidt-Dörr. © DAAD

Prof. Wang Jianbin, Frau Maria Schärli, Dr. Thomas Schmidt-Dörr.
© DAAD

Begonnen hatte die Veranstaltung am Freitag, den 9. Dezember nachmittags mit Grußworten der Beijing Foreign Studies University, der Deutschen Botschaft und des DAAD. Für die Beijing Foreign Studies University sprach der Dekan der Deutschabteilung, Prof. Wang Jianbin, die Botschaft war durch Maria Schärli vom Kulturreferat vertreten und der DAAD durch den Leiter der Außenstelle Peking, Dr. Thomas Schmidt-Dörr.

Rolle von Weixin
Die deutschen und chinesischen Studierenden gehören zu einer Generation mit hoher Affinität zu Sozialen Medien und alle – Chinesen wie Deutsche – nutzen in China Weixin/WeChat in mehr oder weniger hoher Intensität. Für die Deutschen – das ist auch ein Ergebnis des Workshops – zählt Weixin mit seinen Nutzungsmöglichkeiten, die weit über alles hinausgehen, was man aus Deutschland kennt, zu den großen positiven Überraschungen in China.

Daher bot es sich an, Weixin in der Vor- und Nachbereitung des Workshops zu nutzen und auch während des Workshops erwies sich Weixin als nützliches organisatorisches Werkzeug, um die bis zu sieben parallel in unterschiedlichen Räumen arbeitenden Teilnehmergruppen untereinander zu koordinieren.

Bereits die Ausschreibung des Workshops und die Rekrutierung der Teilnehmer erfolgte primär über Weixin.

Etwa zehn Tage vor der Veranstaltung bildeten die Teilnehmer auf Weixin eine Nutzergruppe, die ein erstes Kennenlernen untereinander erlaubte und eine inhaltliche Einstimmung auf das Programm.

Social Media werden schließlich auch bei der Nachbereitung der Tagung eine zentrale Rolle spielen. Der DAAD wird ausgewählte Ergebnisse der Veranstaltung – seien sie unterhaltsam wie etwa Piktogramme oder lehrreich wie „Dos and Donts“ für Austauschstudierende – für seine Auftritte auf Weixin und Weibo verwenden.

Dr. Thomas Schmidt-Dörr