Kranke Organe wieder gesund machen: Max Planck Center for Regenerative Biomedicine in Guangzhou gestartet

Beschädigte Zellen und Organe heilen und reprogrammierte Stammzellen (iPS) in die klinische Anwendung bringen – das sind die Ziele des neuen „Max Planck – GIBH Joint Center for Regenerative Biomedicine“ in Guangzhou. Das GIBH ist das Guangzhou Institute of BiomedicineandHealth, ein Institut der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Die Kooperation soll die iPS-Technologie grundlegend voranbringen und entscheidende Impulse für die regenerative Medizin und Medikamentenforschung liefern.

Feierliche Einweihung des neuen Max Planck - GIBH Joint Center for Regenerative Biomedicinein Guangzhou durch Professor Pei Duanqing und Professor Hans Schöler am 20. Dezember 2016.

Feierliche Einweihung des neuen Max Planck – GIBH Joint Center for Regenerative Biomedicinein Guangzhou durch Professor Pei Duanqing und Professor Hans Schöler am 20. Dezember 2016. © Max Planck – GIBH Joint Center for Regenerative Biomedicine

An dem neuen Center arbeiten führende chinesische und deutsche Wissenschaftler zusammen. Am GIBH, wo das Zentrum angesiedelt ist, sind es Prof. Pei Duanqing und Dr. Ralf Jauch, in Deutschland Prof. Hans Schöler, Direktor des Max-Planck-Instituts für Molekulare Biomedizin in Münster sowie die Prof. Thomas Braun und Werner Seeger vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim.

Das neue Center wurde am 20. Dezember 2016 in Guangzhou in Anwesenheit des deutschen Generalskonsuls in Guangzhou, Helmut Lüders, eröffnet.

Die regenerative Biomedizin hat durch die sogenannte iPS-Technologie, die in 2012 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, neue Perspektiven bekommen und dadurch einen erheblichen Aufschwung erlebt. Körperzellen von Patienten können zunächst in einen embryonalen Urzustand zurückversetzt, fast unendlich vermehrt und dann in alle Zelltypen des Körpers umgewandelt werden. Forscher untersuchen auf diese Weise Krankheiten in der Kulturschale und entwickeln neue Medikamenten. Das neue Max Planck Center konzentriert sich dabei auf Zellen des Gehirns, des Herzens und der Lunge.

Fluoreszenz-Aufnahme menschlicher Stammzellen, die aus iPS-Zellen hergestellt wurden.

Fluoreszenz-Aufnahme menschlicher Stammzellen, die aus iPS-Zellen hergestellt wurden. © MPI Münster

 

Für die deutsche Max-Planck-Gesellschaft sind Max Planck Center eine entscheidende Erweiterung der internationalen Zusammenarbeit. Durch die Max Planck Center erhalten Wissenschaftskooperationen mit erstklassigen ausländischen Partnern in zukunftsweisenden Forschungsgebieten eine neue Qualität: Es werden Plattformen geschaffen, auf denen die beteiligten Max-Planck-Institute und ihre internationalen Partner ihre jeweiligen Kenntnisse, Erfahrungen und Expertise zusammenbringen und durch die Kombination von komplementären Methoden und Wissen einen wissenschaftlichen Mehrwert erzielen.

Das neue Max Planck Center ist das erste in China und das 15. Center weltweit, das die Max-Planck-Gesellschaft mit internationalen Partnern betreibt.

Dr. Ralf Jauch, stellvertretender Direktor des Max Planck Centers in Guangzhou, begrüßt, dass über das Max Planck Center der Austausch und die Aus- und Fortbildungsmaßnamen junger Wissenschaftler gefördert wird: “Als Absolvent einer International Max Planck Research School freue ich mich besonders auf den schnellen und unkomplizierten Austausch von Studenten zwischen unseren Instituten.”

Quelle: Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin

Weitere Informationen im Internet:
http://www.mpi-muenster.mpg.de/261317/20161221-maxplanckcenter
http://www.gibh.cas.cn/xwdt/zyxw/201612/t20161222_4726905.html