Humboldt-Professur: Fünf Millionen Euro für Wissenschaftler aus China

Chai Jijie erhält Deutschlands höchst dotierten Forschungspreis und soll ab kommendem Jahr in Köln forschen. Die Preisverleihung findet im Mai 2017 in Berlin statt.

Professor Chai Jijie © Privat

Chai Jijie © Privat

Professor Dr. Chai Jijie erhält eine der begehrten Alexander von Humboldt-Professuren. Damit geht Deutschlands höchst dotierter Forschungspreis erstmals an einen Wissenschaftler aus China. Der Strukturbiologe an der Tsinghua Universität wird damit für seine Beschreibung von Aufbau und Struktur bestimmter Proteine gewürdigt. Mit dem Preisgeld in Höhe von 5 Millionen Euro soll er von 2017 bis 2022 in Köln forschen. Die Verleihung der Alexander von Humboldt-Professuren findet am 16. Mai 2017 in Berlin statt.

Chai Jijie gilt als einer der führenden Wissenschaftler, die den Aufbau von Proteinen und speziellen Rezeptoren erforschen. Seine Arbeit stellt eine wichtige Grundlage für die Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und die Entwicklung von Medikamenten dar. Mit Hilfe Professor Chais und unter der Nutzung modernster Mikroskopieverfahren wollen die Universität zu Köln und das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung ihre Forschungen in Medizin, Biochemie und Botanik enger zusammenführen.

Geboren wurde Chai Jijie 1966 in Dandong in der chinesischen Provinz Liaoning. Er studierte zunächst Chemie und wurde am Peking Union Medical College promoviert. Als Postdoktorand wechselte Chai 1999 an das Department of Molecular Biology der Princeton University, USA. 2004 kehrte er nach Peking zurück und forschte am National Institute of Biological Sciences. 2011 erhielt Chai eine Tenure-Track-Professur an der Tsinghua Universität, wo er seit 2012 als Full Professor an der School of Life Sciences tätig ist.
http://www.humboldt-professur.info/de/preistraeger/preistraeger-2017/chai-jijie

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